Dienstag, 11. Juli 2023
11.07.2023 - Höhenwanderung Mont Favre (2.987m)
Die Region direkt unter dem Mont Blanc im Val Veny wollte noch weiter erkundet werden. Vor allem wollten wir noch den gesamten Mont Blanc mit seinen Trabanten bis hin zur Grandes Jorasses einmal aus der Frontalen sehen. So fuhren wir erneut zurück bis zum Ende der Fahrtstrasse und stapften dort in die andere Richtung los, eigentlich wieder zurück zum Camping. Bevor wir das Rif. Monte Bianco erreichten, ging es für uns dann steil einer Skipiste entlang nach oben (ja, das entspricht normal nicht unseren Routen, aber es war die schnellste Variante, um auf den Weg Nr. 2 zu kommen).
Am Weg angelangt, stellten wir eine Korrelation mit dem zwischen dem Hohen Kasten und der Stauberenkanzel fest. Der in der Schweiz genannte „Grüezi Weg“ findet sein Pendant wohl hier hoch über dem Val Veny. Sehr viele Wanderer fahren von Courmayeur hier mit der Bahn auf und gelangen so einfach auf den Höhenweg, der traumhafte Ausblicke in die Südflanken der Mont Blanc Gruppe garantiert. Andererseits kommen sehr viele Wanderer hinzu, die die „Tour Mont Blanc“ wandern, eine mehrtägige Rundwanderung um den gesamten Gebirgsstock des Mont Blancs. Wie so manche davon angezogen sind und welche Ängste diese vor der Sonne ausstehen müssen, ist wohl eine andere Geschichte.
Wir wanderten aber nicht allzu lange auf diesem Weg, zweigten wir doch bald zum Col di Youla ab. Kaum taten wir dies, waren wir wieder komplett allein am Weg. Steil zog sich der Pfad nach oben und so erreichten wir recht rasch den Pass auf ca. 2800m. Von dort ging es dann an der Südostseite des Bergkammes entlang, unter dem Mont Nix vorbei zur Südseite des Mont Favre, der unser eigentliches Ziel dieser Wanderung war. Direkt am Südgrat angekommen, machte uns der Aufstieg nicht so wirklich an, alles war mit grobem Schutt bedeckt und nicht wirklich einladend. So entschieden wir uns noch etwas weiter nach Westen zu gehen, wo wir dann auch wirklich auf ein recht gutes Weglein trafen, das uns in Richtung Gipfel führte. Den eigentlichen Gipfel liessen wir dann aber aus, da die letzten 10-20m auf den Gipfel sehr ausgesetzt und in brüchigem Plattenschiefer zu bewältigen sind. Auch eine Querung etwas tiefer zeigte keine bessere Variante. So beliessen wir es dabei und genossen kurz unterhalb des Gipfels unsere Jause in aller Einsamkeit und einer Aussicht par excellence.
Nach einer gemütlichen Rast und genügend Fotos für ein eigenes Fotobuch folgten wir dann wieder dem Wanderweg, der uns weiter zum Mont Fortin auf 2.758m führte. Von dort stiegen wir dann wieder steil ins Tal ab, um wieder auf den Weg Nr. 2 zu treffen, der gepflastert mit Touristen war. Zügigen Schrittes ging es an unzähligen Menschen vorbei weiter ab in Richtung Lago del Miage, von wo aus wir den Weg zurück zum Auto schon vom Vortag kannten.
Da wir unsere Unterkunft noch ins Valsavarenche nach Le Pont auf knapp 1.950m verlegten und noch einkaufen gehen mussten, setzten wir ein etwas höheres Tempo an, sodass wir unsere 1680hm und fast 22km dann in knapp 6 Stunden beendet hatten.
Harald
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