In Kyoto angekommen, gingen wir als erstes zum JR Ticket Schalter, da wir für Montag schon unsere Tickets und Plätze im Shinkansen reservieren wollten. Es war gerade viel los, also mussten wir entsprechend warten. In der Zeit hatte Manu aber die Idee, dass wir doch das Gepäck einfach am Bahnhof einschließen und dann noch heute nach Arashiyama fahren könnten. Dort gibts ein paar Tempel und den Bambuswald, der bekannt sein soll.
Nachdem wir unsere Zugtickets ergattert hatten, suchten wir ein freies Schließfach, welches schnell gefunden war. Danach gings ab zum Zug in Richtung Arashiyama. Der Zug war recht voll. Doch was uns vor Ort erwarten würde, hätten wir beide nicht gedacht.
Das kleine Örtchen dort war überlaufen von Touristen, 95% Japaner. 🙄
Überall wuselte es nur so. Wir waren echt geschockt. Also Augen zu und durch 😵💫.
Zuerst gings zur Togetsukyō Brücke (渡月橋 auf Japanisch). Das soll eine ikonische Brücke sein 🤣, also laut Guides. Naja. Es ist eine Brücke. Punkt. Von dort flüchteten wir vor den anderen Touris und spazierten entlang vom Katsura Fluss zurück zu einem Tempel, den wir dann aber nicht anschauten. Dafür waren uns sogar 400 Yen zu schade.
Wieder an der Brücke angekommen, wechselten wir die Seiten und gingen in den Arashiyama Park, wo es auch nicht viel zu sehen gab. Man hatte von oben einen Ausblick auf den Fluss. Sie verkauften das eher als eine großartige Aussicht in die Schlucht. Naja. Graben mit Bach triffts eher. 😝
Wir folgten den Wegen nach oben und stellten irgendwann fest, dass wir eigentlich noch den Mount Ogura besteigen könnten. Mit 296m dort eine wahre Erhebung. Anschließend gings wieder runter, wollten wir doch noch die anderen Sehenswürdigkeiten besuchen.
Den Bambuswald kann man auf einer Straße, die vielleicht 300 bis 400 Meter lang ist, durchqueren. Links und rechts ist alles abgesperrt, sogar noch auf den ersten 1.5m verdeckt. Na toll 🤔.
Am Ende gelangt man zum Tenryu-ji Tempel, dem wichtigsten Tempel dort. Wir waren also der Meinung, dass wir den schon anschauen müssen, zahlten also die 500 Yen pro Person, und gingen in die Anlage.
Um ehrlich zu sein, nach den Tempeln von gestern, die wir quasi komplett alleine angeschaut haben, eine reine Enttäuschung. Für uns das Geld nicht wert 😮💨.
Wir hatten die Schnauze voll von all den Leuten und bewegten uns zurück zum Bahnhof. Am Weg gabs einen kleinen Snack: eine Art Keks, gefüllt mit roter Bohnen Paste. Das war lecker.
Am Bahnhof mussten wir uns unseren Platz sichern und quetschten uns dann in den Zug, der am Ende getreten voll war. Gut war die Fahrt nicht lange.
Zurück in Kyoto wechselten wir nochmals etwas Geld und machten uns dann auf die Suche nach dem Bus Nr. 206, der uns zur Unterkunft brachte. Es war kurz nach 16 Uhr und somit Rushhour. Der Bus war komplett voll, etwa 2/3 der Leute die warteten, konnten gar nicht mehr einsteigen. Nach etwa 20 Minuten Fahrzeit stiegen wir in Higashiyama aus, dem Viertel von Kyoto, wo wir nun drei Nächte bleiben. Es ist ein historisches Stadtviertel und geschützt, was die Gebäude betrifft.
Es war auch hier die Hölle los, liegt doch der Kiyomizu-dera Tempel hier, von welchem gerade viele Leute zurück in die Stadt wollten. Nach etwa 5 Minuten Gehzeit erreichten wir dann unser Ryokan, eine traditionelle japanische Unterkunft, wie man es aus Filmen kennt.
Der Mann am Empfang war sehr herzlich und nett, forderte uns gleich dazu auf, unsere Schuhe abzuziehen und auf Schlappen zu wechseln. Danach erklärte er uns, wie alles so läuft, zB wie wir den Onsen im Keller (das Bad) benutzen. Für uns gings dann ins Zimmer und gleich in den Onsen. 30 Minuten hat man dann reserviert, also genug Zeit zum Duschen, danach Baden im Heißwasser und abtrocknen usw.
Der Hunger meldete sich, weshalb wir überlegten, was es heute sein soll. Die Entscheidung fiel auf Kobe Rind, wenn man schon mal in Japan is(s)t 🤭. Bekannt als das beste, fein marmorierte Rindfleisch der Welt, lässt sich auch der Preis hier durchaus sehen. Aber egal. Wie oft isst man denn schon in Japan Kobe Rind?
Als Empfehlung auf der Karte vom Ryokan fanden wir das Itoh Dining. Auf der Homepage sah es sehr gut aus, die Bewertungen auf Google top, preislich okay. 24000 Yen für ein 7-Gang-Menü mit je 75g Sirloin- bzw. Filet Kobe Beef. Also liefen wir hin und hatten Glück. Wir konnten ohne Reservierung noch 2 Plätze ergattern, direkt am Grill, vor dem Chefkoch 🤗.
So konnten wir da sitzen und zusehen, wie der Chef unser Essen zubereitete bzw. unser Steak grillte. Das Essen war wirklich traumhaft. Geschmacklich genial. Also jeder Gang. Und das Kobe Rind ... wow. Also wirklich top!
Glücklich und zufrieden machten wir uns auf den Weg zurück und nahmen dabei noch ein paar Seitenstraßen mit, wo man typische japanische Häuser sieht. Vorbei am Kodaiji Tempel und später auch dem Kiyomizu-dera Tempel schlenderten wir zurück zur Unterkunft, wo wir nun unser gemachtes Bett am Boden vorfanden.
Wir sind also gespannt, wie es sich am Boden schläft. Platz haben wir jetzt aber sicherlich genug 🤣.
Harald



















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