Dienstag, 12. Oktober 2021
Tag 6: Stramme Wadl anstatt wunde Finger
Montag, 16. November 2020
15.11. – Bike und Hike Helawang (2.000m)
Nach einer erholsamen Nacht im weichen Bett starteten wir gegen 08 Uhr in den Tag. Nachdem wir einige Haushaltssachen erledigt bzw. den Bus fertig ausgeräumt hatten, zog es uns noch einmal in die Berge. Immerhin war das Wetter toll und nicht nur das Berner Oberland ist schön, sondern auch Liechtenstein 😊
Wir stiegen also gegen
10 Uhr auf unsere Bikes und über Bad Vogelsang, Triesenberg und Silum fuhren
wir nach Gaflei. Bereits in Silum staunten wir, wie viele Autos dort am
Strassenrand standen. Etwas später sahen wir dann auch zum Parkplatz von
Gaflei, der total überfüllt war! Viele Leute genossen heute mit uns das schöne
Bergwetter.
Wir fuhren mit unseren
Bikes bis unterhalb von Bargella auf Punkt 1593, wo wir diese anketteten und
dann zu Fuss weiterwanderten. Über den Fürstensteig ging es dann hinauf bis zum
Helawang-Spitz. Ursprünglicher Plan wäre der Alpspitz gewesen, aber wir
dachten, dass der Helawang wahrscheinlich weniger überlaufen sei als der
Alpspitz. So waren dann auch nur drei weitere Personen auf dem Gipfel, auf dem
wir dann gemütlich unser Brötchen assen und die schöne Aussicht inklusive
Föhnwolken bestaunten. Es war schon leicht windig und wir wollten auch zeitig
zurück sein, also packten wir alsbald wieder zusammen und nahmen den Abstieg in
Angriff! Immerhin konnten wir kurze Zeit später aufs Bike umsatteln und sausten
(wenn nicht gerade ein langsames Auto den Verkehr aufhielt…) hinunter ins Tal!
So kamen bei unserer
gemütlichen Abschlusstour doch nochmals 1600hm und 28.5km zusammen!
Schön ischs gsi 😊
Manu
| Bekannt aber doch soooo schön: der Fürstensteig. |
| Geschafft. Blick vom Gipfel zum Alpstein und den Kreuzbergen. |
| Föhnwolken und Linsenwolken sind auch schön :-) |
| Blick ins Land: rechts die Falkniskette, der Naafkopf, links der Panüler und die Schesaplana. Links vorne der Schönberg. |
Donnerstag, 12. November 2020
12.11. - Gstaad - Bike and Hike – Wandflue (2.133m) und Rellerligrat
Wie schon am Tag davor war es morgens recht kalt im Tal. Zudem hingen noch ein paar Wolken über den Bergen im Südosten und somit kam die Sonne nicht so wirklich durch. Wir frühstückten also gemütlich und machten uns in aller Ruhe fertig für die heutige Tour. Als wir dann um 9:15 Uhr aufbrachen, war schon die Sonne heraußen und wärmte uns – oder sie tat zumindest so :-P
Entlang der Saane ging
es dann nach Saanen. Wir fuhren extra langsamer, obwohl es geradeaus bzw.
bergab ging, denn der Fahrtwind war kalt. In Saanen sahen wir dann ab dem
Bahnhof die Ausschilderung „Rellerli-Bike 890“, der wir folgten. Anfangs noch
kurz auf der Straße in Richtung Schönried bog der Weg dann aber bald in den Ortsteil
Büel ab, wo es so manch schönes Haus zu bewundern gibt. Dort wurde uns im
Aufstieg so richtig warm, denn der Hang ist nach Süden ausgerichtet und die
Sonne wärmte. Was wir aber nicht so richtig am Radar hatten: die kurze Abfahrt
danach runter in Richtung Grischbach. Dort unten war es wieder eisig kalt und
die Sonne kam bis zum mittleren Teil des Grischbachtals nicht über die Bäume bzw.
Berge drüber. So waren wir dann wirklich froh, als ab der Alp Lauchnere die
Sonne permanenter Begleiter war. Dort machten wir dann auch Pause, die vor
allem ich dringend brauchte. Nach den letzten Tagen am Bike braucht mein Hintern
wohl anscheinend wieder einmal „sattelfrei“ und mein Rücken ist verspannt –
wohl auch wegen den steilen Passagen vom Vortag, wo man sich richtig am Lenker
festkrallt und nach vorne zieht, damit das Bike nicht aufsteht.
Gestärkt und etwas
ausgedehnt führte uns der Weg schön durch das Grischbachtal stetig nach oben,
bis wir am Mittelberg auf ca. 1.630m nicht mehr den Schildern der Nummer 890
folgten, sondern weiter in Richtung Obere Ruedersberg fuhren. Dort präsentierte
sich dann die Kette der Gastlosen wunderschön in der Vormittagssonne vor uns.
Unter der Wandflue sahen wir schon die ersten Kletterer in der Wand. Ob die es
wohl warm hatten? Es wehte ein leichter Südwestwind, der kalt war. Weiter gings
für uns in Richtung Alp Oberi Bire. Dort war dann erstmals Schluss mit dem
Mountainbike und wir ketteten die Bikes an.
Dem Wanderweg folgten
wir dann nach Wolfs Ort, dem Sattel zwischen Bireflue und Wandflue, von wo aus
dann der unmarkierte Weg auf die Wandflue führt. Bevor wir loswanderten
stärkten wir uns nochmals mit einem Biber und Studentenfutter bzw. Nüssen.
Dabei sahen wir weiteren Kletterern zu, die sich an den Südostwänden der
Bireflue bzw. der Rüdigenspitze versuchten.
Die ersten Höhenmeter
bergauf waren dann nach der längeren Rast eine kleine Überwindung. Die
Oberschenkel protestierten bei beiden von uns schon gegen die Anstrengung, aber
nach ein paar Minuten legte sich das wieder und wir kamen durchaus zügig voran
und näherten uns langsam dem Gipfel. Vom Sattel weg ging der Weg nordseitig auf
den Gipfel und war beinahe durchwegs gefroren. Dies war aber durchaus gut, denn
sonst wäre es nur matschig und schlammig gewesen. So war alles fest und wir
konnten gut gehen. Der Weg an sich ist unschwierig und als T3 bewertet, man
braucht also ab und zu mal eine Hand zur Unterstützung.
Am Gipfel angekommen
waren wir dann beide baff, so eine wunderschöne Aussicht hatten wir dort oben.
Die Rundumsicht ist grandios und wir sahen viele Berge, die wir schon bestiegen
hatten in den letzten Tagen. So waren dann die müden Oberschenkel schnell
vergessen. Bei der langen Pause genossen wir nicht nur die Jausenbrote, sondern
auch wieder die Aussicht auf die hohen Berner und Walliser Alpen. Phänomenal!
Schweren Herzens
mussten wir uns aber wieder auf den Rückweg machen. Der Weg zu den Bikes war
flott zurückgelegt und von der Alp Oberi Bire ging es zuerst zurück in den
Sattel, wo der eigentliche Radweg Nummer 890 wieder abzweigt in Richtung
Rellerligrat. Ab dort ging es dann wieder bergauf, ca. 250 Höhenmeter kamen so
nochmals dazu. Anfangs waren es einfache Höhenmeter auf einer guten Straße,
dann wurde daraus ein Wanderweg, der aber noch gut zu fahren war. Schließlich standen
wir auf einer Wiese, durch die der Wanderweg führt. Dort war der Weg wieder so
schlammig wie schon von den Vortagen bekannt. Die Reifen verklebten komplett
und fahrbar war da nichts mehr. Sogar beim Schieben der Bikes verklebten die Reifen
und blockierten sogar – wir hatten ungewollt Fatbikes ☹
Erst ab der Anhöhe beim
Hugeligrat konnten wir wieder fahren. Dort war der Weg gut und trocken. Auf den
Abwärtsstrecken flog uns dann der Dreck, der sich zuvor auf den Reifen
angesammelt hatte, nur so um die Ohren. Ich denke, wir müssen unsere Rücksäcke
und Hosen mal gründlich waschen. Beim Oberen Rellerli (ein Bergrestaurant) nahmen
wir dann nicht den Single-Trail als Abfahrt. Das war uns zu heftig, vor allem
auch bei diesen Verhältnissen. Wir bevorzugten dann die Umfahrung entlang einer
Alpstraße bis zur Alp am Unteren Rellerli. Von dort weg wurde die Straße dann
immer besser und so konnten wir dann doch zügig ab nach Saanen.
Dort ging es wie schon
am Tag davor zum Bäcker, um uns mit Brot für morgen einzudecken. Und weil wir
gerade Lust hatten, nahmen wir noch gleich eine Nachspeise für den Abend mit.
Welch Ironie des Schicksals das im Nachhinein gesehen war, dass wir bar und
nicht mit Karte zahlten, sollten wir dann am Abend beim Camping feststellen. Als
Manu den Platz zahlen wollte hieß es, dass sie keine Karten akzeptieren, also
mussten wir auch hier bar zahlen. Nur hatten wir nicht mehr so viel Bargeld dabei.
Wir suchten also den ganzen Bus durch und fanden beinahe den ganzen Betrag, bis
auf 80 Rappen oder so, die fehlten. Die Dame war aber einsichtig und erließ uns
diesen Betrag dann. Nun hoffen wir also, dass wir nicht noch irgendwo ein
Parkticket mit Münzen oder so lösen müssen und dass die Nachspeise jetzt
wenigstens richtig gut schmeckt.
Harald
| Die Wandflue mit der Alp am Ruedersberg davor. |
| Fertig mit Biken, erstmals. Ich war durchaus schon fertig. Dahinter die Bireflue (links) mit der Rüdigenspitze und rechts hinten die Gastlosen. |
| Im Sattel "Wolfs Ort" mit der Bireflue dahinter. |
| Angekommen am Gipfel. |
| Hier konnte auch ich wieder lachen, bei dieser Aussicht aber auch nicht so schwer. |
| Der Pass in der Mitte ist der Euschelspass, den wir vor ca. einer Woche mit dem Bike befahren haben und dann links davon den Chörblispitz erwandert haben. |
| WAS FÜR EIN AUSBLICK! |
| Schon wieder im Abstieg. |
| Die frisch gemachten Alpstraßen trugen nicht sonderlich zum Fahrkomfort bei :-P |
| Unsere "Fatbikes". Die Reifen wurden so verlegt, dass Fahren nicht mehr möglich war. Der Dreck war so dick, dass er an der Frontgabel blockierte. |
| Blick vom Rellerli nach Schönried. |
| Blick vom Unteren Rellerli nach Gstaad mit dem Wildhorn dahinter. |
Mittwoch, 11. November 2020
11.11. – Gstaad – Bike und Hike auf den Rocher Plat (2.257m)
Wie schon so oft planten wir für den heutigen Tag eine etwas weniger anstrengende Tour – laut unseren Berechnungen ca. 1100 Höhenmeter mit dem Bike und dann noch weitere 350 Höhenmeter zu Fuss auf einen Gipfel. Wir wollten sogar etwas später starten, doch ein gewisser Drang scheuchte uns beide um 07:30 Uhr aus dem warmen Schlafsack!
Draussen war es noch
neblig – so hatten wir überhaupt keinen Stress und um 09:15 Uhr starteten wir mit
unseren Bikes. Zu Beginn war es mal wieder eisig kalt, vor allem, da die ersten
Kilometer in der Ebene und im Kaltluftsee unterhalb der Nebeldecke zurückgelegt
werden mussten! Es ging erst einmal in Richtung Grund, aber circa auf halber
Strecke zwischen Gstaad und Grund führte uns die Route ostseitig den Hang
hinauf – ostseitig ist darum erwähnenswert, da wir nun in der Sonne strampelten
und uns ziemlich schnell sehr warm wurde! Über Flüemad und die Alp Tschaanere
ging es hoch bis auf 1546m, zur Talstation des Liftes Vorders Eggli. Dann ging
es ziemlich steil einem Feldweg der Piste entlang hinunter. Gut, dass unsere
Bremsen wieder einwandfrei funktionierten!
Auf 1255m kamen wir
dann wieder auf eine asphaltierte Strasse und dann ging es auch schon wieder
aufwärts. Zum Glück ganz gemütlich. Doch mit dem gemütlichen Aufwärts war es
nach einer Weile vorbei, denn unsere Route führte rechts weg in eine Schotterstrasse,
die mehr oder weniger steil nach oben führte. Meistens war es mehr steil als
weniger. Ich gab ziemlich schnell w/o und schob mein Bike die steilen Stellen
nach oben. Harald kämpfte sich tapfer durch, aber unter der Alp Les Praz war es
dann auch für ihn zu steil. Also es war eine Kombination aus Steilheit,
Untergrund und Oberschenkeln, die nicht mehr wollten, die ihn dann auch zum
Aufgeben zwangen! So waren wir beide froh, als wir endlich die Alp Pra Cluen
auf 1813m erreichte, ab wo wir dann zu Fuss weitergingen!
Auch zu Fuss ging es
erst einmal zügig nach oben. Wir kamen an den Les Gouilles vorbei, zwei oder
drei Tümpel, die es eigentlich nicht verdient haben, See genannt zu werden :-D.
Unter der Seilbahn La Videmanette querten wir auf einen Pass auf 2129m und von
dort ging es noch einige Meter nach oben auf den Gipfel La Videmanette auf
2186m. Die Aussicht war mal wieder überwältigend! Und heute störten auch keine
Wolkenfetzen! Gegenüber von La Videmanette sahen wir noch einen weiteren
Gipfel, der mehr nach Gipfel und nicht nach Hügel aussah. So entschlossen wir
kurzerhand, den auch noch mitzunehmen. Wir stiegen nochmals ein paar Höhenmeter
ab, erschreckten unfreiwillig eine Horde von Steinböcken, die sich dann aber
doch nicht stören liessen, da wir einen Umweg um sie nahmen. Mehr gestört
fühlten sich dann die Gämsen, die natürlich direkt in die Richtung davonliefen,
in die wir wanderten! Schnell überwanden wir die restlichen Höhenmeter und
kamen auf den 2257m hohen Rocher Plat. Ganz zum Schluss gab es sogar noch eine kurze
Kraxelstelle. Wie erhofft, war die Aussicht von hier noch viel überwältigender!
Nördlich von uns war Le
Rubli, auf den mehrere Klettersteige führen. Im Süden dann die Gummfluh und die
steilen Nordwände der Pointes de Sur Combe. Und im Osten die hohen Berner und
Walliser Berge! Wir genossen die Aussicht, assen unsere Brötchen und verliessen
dann schweren Herzens den Gipfel, da noch ein längerer Abstieg und die Fahrt mit
den Bikes vor uns lag. Es war auch schon wieder nach 13 Uhr. Runter gings über
den Col de la Videman. Um nicht zu tief abzusteigen und dann wieder aufsteigen
zu müssen, querten wir den Hang so, dass wir etwa auf gleicher Höhe bleiben
konnten. Die Querung war recht mühsam und wahrscheinlich wären wir auf dem
Wanderweg schneller gewesen, aber schliesslich erreichten wir dann doch noch
unsere Bikes.
Nun stand eine sehr
steile Abfahrt durch das Ruble-Tal bevor. Für mich teilweise zu steil, und da
ich kein Fan von unkontrollierten Rutschpartien bin oder davon, immer schneller
zu werden, obwohl ich voll die Bremsen ziehe, nahm ich auch hier hin und wieder
den Fussweg in Kauf. Froh war ich, als wir dann Les Planards auf 1354m
erreicht, von wo aus eine asphaltierte Strasse ins Tal führte. Bei Rougemont
erreichten wir den Talboden und dann gings dem Fahrradweg entlang zurück zum
Campingplatz. Gemütliches Strampeln sieht aber anders aus! Kaum bogen wir in den
Fahrradweg, wurde es wieder mehrmals so richtig steil! Immerhin war der
Untergrund gut und so kämpfte auch ich mich durch. Der Saane entlang ging es
bis nach Saanen. Dort gibt es sogar einen Flugplatz und wir konnten einer
kleinen Propellermaschine beim Start zusehen. Keine 100m brauchte die Maschine,
bis sie vom Boden abhob!
In Saanen gings noch
schnell zum Beck, Brot für morgen und eine Nachspeise holen. Dann waren es auch
nur noch fünf Minuten, bis wir wieder beim Camping waren – ziemlich fertig!
Zumindest ich! Es waren doch wieder 1800 Höhenmeter und 36 Kilometer. Und 16
Uhr war es auch schon! Aber die Tour hat sich wieder gelohnt! Die Region hier
gefällt uns sehr gut und es gibt immer wieder neue Juwelen zu entdecken! Nun
sind wir gespannt, was die nächsten Tage bringen… 😊
Manu
| Der letzte Aufstieg ist geschafft. Ab jetzt gehts nur noch eben oder leicht bergauf bis zur Alp Pra Cluen. |
| Einer der Tümpel unter dem "Rüeblihorn" (Le Rubli) |
| Kraxelei bis auf den Gipfel des Rocher Plat. |
| Aussicht geniessen! |
| Mit müden Oberschenkeln am Gipfel, aber glücklich ob der guten Aussicht. |
| Rückblick auf den Gipfel des Rocher Plat. |
| Die Nordwände der Gummfluh (rechts) und des Pointe de Sur Combe (links) |
Montag, 9. November 2020
09.11. - Zweisimmen - Bike und Hike zum Seebergsee und aufs Seehore (2.280m)
Für den heutigen Tag hatten wir uns mal wieder etwas Längeres ausgesucht – gut 35km und 1900 Höhenmeter sollten es werden. Zum Glück aufgeteilt in Biken und Wandern.
Aufgestanden sind wir
um 07:30 Uhr. Draussen war es eisig kalt, es lag sogar Frost (auch auf unseren
Velo-Sätteln ☹). Unser Ofen spendete glücklicherweise
ziemlich schnell Wärme und so konnten wir gemütlich frühstücken und unseren
Cappuccino trinken.
Kurz nach 9 Uhr ging
es direkt vom Campingplatz aus los – erst noch dick eingepackt mit Handschuhen
und warmer Jacke. Aber nachdem wir die ersten zwei Kilometer in der Ebene
zurückgelegt hatten und es anschliessend zu steigen begann, entledigten wir uns
ziemlich schnell allen überflüssigen Kleidern. Über Grubenwald und Hofstetten
ging es ziemlich zügig hinauf. Harald jammerte ein bisschen, da ihm der Rücken
und anderes schmerzte. Naja, da musste er eben durch – von nichts kommt nichts 😊! Nach
950 Höhenmetern erreichten wir den Meieberg. Dort legten wir eine kurze Pause
ein, bevor es für 250 Höhenmeter zügig hinabging. Der Weg führte unter dem
Niderhore durch, an dessen Südwänden mehrere Kletterrouten nach oben führen.
Wir waren heute aber nicht zum Klettern da, sondern setzten unseren Weg fort,
denn weitere 200 Höhenmeter standen an, bevor wir auf 1800m eine Alp
erreichten, bei der wir unsere Bikes anketteten.
Zu Fuss ging es dann
weiter in Richtung Gipfel. Da der Weg hauptsächlich nordseitig war, war es
teilweise noch gefroren oder auch rutschig. Doch wir passten gut auf und nach
einer Stunde erreichten wir das 2.280m hohe Seehore. Zwei andere Wanderer waren
bereits am Gipfel, den sie auch für sich beanspruchten und sich in einer
Lautstärke über Gott und die Welt unterhielten. Da die Fernsicht nicht so gut
war (die hohen Berge waren wolkenverhangen), stiegen wir vom Gipfel ab und
suchten uns anderswo ein sonniges Plätzchen, wo wir unsere Brötchen assen. Da
wir wussten, dass noch ein ziemliches Stücken Weg vor uns lag, machten wir uns
alsbald wieder an den Abstieg. Runter brauchten wir etwa gleich lang wie hoch.
Vorsicht war angebracht! Ohne grössere Zwischenfälle erreichten wir unsere
Bikes.
Nun verliessen wir das
erste Mal die asphaltiere Strasse – ein breiter Wanderweg führte uns am Seebergsee
entlang zum Bergrestaurant Stierenseeberg, welches aber nicht mehr bewirtet
war. Nun wurde der Weg zunehmende schlechter – steil, eng und vor allem
matschig ging es noch einmal auf 1987m hoch. Wir schoben unsere Bikes, die
Reifen wurden zu Schlammmagneten, die Bikes immer schwerer. Ausser Atem
erreichten wir den Sattel, von dem es dann nur noch bergab ging. Teilweise
mussten wir nochmals schieben (vor allem ich 😊), aber grösstenteils konnten wir nun fahren.
Nachdem wir die Alp Hinter-Chumi passiert hatten, wurde der Weg wieder breiter
und nach weiteren 300 Höhenmetern sogar asphaltiert. So bretterten wir zurück
zu unserem Camping um die Bikes vom Schlamm zu befreien und wo diesmal Harald
seine Hinterbremsen austauschen musste. Ich kümmerte mich zwischenzeitlich um
den Einkauf.
Den Abend liessen wir
gemütlich bei Bier, Lachsnudeln, Rummy und Kniffel ausklingen!
Manu
| Im Hintergrund das Niderhore, wo man schön klettern kann. |
| Im Aufstieg nordseitig wars grösstenteils schneefrei. |
| Der Ausblick zu den hohen Berner Alpen blieb uns heute leider verwehrt. |
| Blick ins Flachland. Rechts erkennt man ganz leicht den Thunersee. |
| In der Sonne gehts ja noch, aber es wird langsam kalt, selbst meinem Mann. |
| Der Seebergsee (links ist ein See :-P) |
Sonntag, 8. November 2020
08.11. – Mountainbike: Rund um den Hundsrügg in Zweisimmen
Für heute war eher bescheidenes Wetter angekündigt, zumindest am Morgen. Also nahmen wir dies zum Anlass, um morgens ganz gemütlich lange zu frühstücken und erst später zu starten. Geplant war etwas Kleineres – das Wetter sollte ja nur den halben Tag über gut sein.
Wir starteten etwa um
10 Uhr direkt vom Campingplatz in Zweisimmen mit den Bikes. Zuerst ging es
entlang einer Wohnstraße hoch, doch schon bald verließen wir den asphaltierten
Weg und bogen in eine steile Forststraße ab, die uns innert kürzester Zeit
steil nach oben auf fast 1.400m nach Heimchueweid brachte. Wir kamen aber nicht
nur wegen des steilen Weges ins Schwitzen. Auch die Sonne half kräftig mit,
denn inzwischen war es fast strahlend sonnig geworden. Bei der Alp Heimchueweid
trafen wir dann wieder auf eine asphaltierte Straße, der wir im Vergleich zu davor
gemütlich folgen konnten. Vorbei an den Mooren von Sparemoos schlängelte sich
die Straße hoch bis auf ca. 1.800m zur Alp Schiltenegg. Ab dort ging es dann
kurz bergab zur Alp Erbetlaub.
Ab hier verließen wir
dann den fahrbaren Weg. Steil ging es zunächst noch wenige hundert Meter nach
oben entlang eines Feldweges, bevor wir dann links abbogen und dem Wanderweg in
Richtung Luegle auf 1.839m folgten. Größtenteils war die Strecke sogar fahrbar,
der Weg breit genug und nicht matschig. Nur an wenigen Stellen gab es Matsch
und Dreck, der aber teilweise sogar mit kleinen Brücken überbaut war –
schließlich ist es ja ein offizieller MTB Weg. Am Luegle angekommen stiegen wir
dann endgültig ab und „bremsten“ unsere Bikes durch den Wald am Wanderweg nach
unten. Das war uns beiden zu steil und zu wild zu fahren. Erst später flachte
der Weg wieder ab und war bis zur Alp Gruebe gut fahrbar.
Von dort ging es dann
wieder entlang der Zufahrtsstraßen der Almen entlang vom Schlündi gen Jaunpass.
Meist eben oder sogar leicht bergab schafften wir so schnell die Kilometer.
Unsere Mägen machten sich bemerkbar – es war ja auch schon 12:30 Uhr. Wir suchten
uns ein schönes Plätzchen bei einer Alp an einer Wand und genossen die Sonne,
die Widerhitze, die Jause und vor allem aber auch die Aussicht auf die Gebirgskette
der Gastlosen, die direkt vor uns war. Unzählige Felsspitzen, die hier in den
Himmel ragen. Und fast auf jeden Gipfel gibt es Kletterrouten – anscheinend an
die 1000 Routen von 3a-9c! Also für jeden etwas dabei :-P
Etwas widerwillig machten
wir uns nach der langen Pause dann wieder auf den Weg. Wir mussten noch einen
Gegenanstieg in Richtung Oberenegg-Läger machen, bevor wir dann vorerst nur talwärts
düsen konnten. Die Sonne verschwand dann hinter einem leichten Schleier und so
wurde es auch ab und zu recht kühl und wir waren froh über unsere dicken
Windstopperjacken.
Im Tal in Littisbach
angekommen, entledigten wir uns wieder unserer Jacken und Handschuhe. Wieder
mussten wir in die Pedale treten, und das nicht zu kurz. Ein extrem steiler
Gegenanstieg auf das Laubegg forderte uns dann nochmals alles ab – oder zumindest
unseren Oberschenkeln und Waden. Erst von dort oben ging es dann gemütlich
runter und entlang der Simme zurück nach Zweisimmen, wo wir – Trommelwirbel –
heute wirklich einmal früher eintrafen. Schon um 14:40 Uhr waren wir wieder
beim Bus und konnten uns über die 33 Kilometer und 1.265 Höhenmeter freuen.
Wir durften dann noch
einen neuen Platz am Camping suchen, denn es waren viele Plätze frei geworden
und der Platz von der Nacht davor war nur eine Übergangslösung. Nach der Dusche
genossen wir dann den Apéro sogar noch in der Sonne draußen vor dem Bus, bei ca.
15 Grad am 8. November! Zum Essen verschlug es uns dann aber doch in den Bus,
schließlich wollte ich den Kaiserschmarren, den es heute als Nachspeise gab,
warm genießen können 😊
Harald
| Auf der Hochebene im Sparemoos. |
| Bald ist Schluss mit lustig: kurz vor der Alp Erbetlaub. |
| Meist gut zu fahrende Wanderwege. |
| Ausblick auf die hintere Kette der Gastlosen: (vlnr) Rochers des Rayes (2.026m), Dent de Savigny (2.252m), Dent de Ruth (2.236m), Zuckerspitz (2.132m) und Wandflue (2.133m) |
| Die restlichen Gastlosen: Rüdigenspitze und Marchzähne. |
17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin
Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...
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Heute ging es zum Klettern ins Restonicatal. Den Monte Leonardo kannten wir schon, hatten wir doch beim letzten Besuch dort die Route „Bella...
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