Montag, 8. August 2022

Tag 13: Klockerkarkopf (2.912m) und Birnlückenhütte

Für Freitag war gegen Nachmittag Schlechtwetter angesagt, also starteten wir etwas früher. Zudem wollten wir nicht erneut in einem überfüllten Bus sitzen. So standen wir bereits um 06:30 Uhr auf und um 07:45 Uhr gingen wir auf den Bus. Und wir hatten gut mitgedacht, es waren hauptsächlich Berufstätige in dem Bus unterwegs. Wir fuhren bis nach Kasern, also ins hinterste Ahrntal. Von dort aus starteten wir unsere heutige Wanderung. Erst ging es in Richtung der Starklalm und anschliessend weiter zum Lausitzer Höhenweg. Bis dorthin waren schon einmal die ersten 900 Höhenmeter zurückzulegen - streng wars, da die Ober- und Unterschenkel ein wenig jammerten! Die restlichen 900 Höhenmeter des Tages waren dann gemütlicher bzw. besser verteilt!

Anschliessend ging es entlang des Höhenweges in Richtung der Dreiherrenspitze. Nun hiess es, nicht mehr Höhenmeter, sondern Distanz zurückzulegen! Es ging recht zügig vorwärts, mit ein paar Höhenmeter hinauf und wieder hinunter. Es ging an der Neugersdorfer Hütte vorbei, die schon lange nicht mehr bewirtet wird. Auf dem Höhenweg war Trittsicherheit gefragt, immer wieder gab es auch versicherte Passagen. Endlich erreichten wir die Pfaffenschneide und damit die Abzweigung zu unserem heutigen Gipfelziel - dem 2912m hohen Klockerkarkopf. Aber bevor wir den Gipfelerfolg feiern konnten, mussten wir noch über Blockgelände und ziemlich steile Wegspuren hinaufkraxeln. Harald legte ein rechtes Tempo vor und ich keuchte ihm nach! Dann, gegen 12:15 Uhr, erreichten wir den Gipfel. Wir genossen jedoch nur kurz die Aussicht und assen unsere Jausenbrote, da es hinter der Dreiherrenspitze und der Rötspitze bereits ziemlich dunkel wurde. Von den ganzen Gletschern (Krimmler Kees, Obersulzbachkees, Lahnerkees und wie sie alle heissen) sind nur noch einige klägliche Reste übrig! :-(

Wir stiegen wieder ab und setzten unseren Weg in Richtung Birnlückenhütte fort. Erst überlegten wir, über die Alp Luig direkt zur Lahneralm abzusteigen, aber wir entschieden uns dann dagegen und setzten den Höhenweg fort - bis wir die Birnlückenhütte erreichten. Die dunklen Wolken im Hintergrund hatten sich mittlerweile ein wenig verzogen, das Wetter machte wieder einen freundlicheren Eindruck. Nichtsdestotrotz stiegen wir zügig hinab - auf einem mühsamen breiten, gemachten Weg, der sich in Serpentinen ins Tal schlängelte. Wir waren zurück in der Zivilisation. Hatten wir zuvor nur vereinzelt Wanderer getroffen, waren wir jetzt mit der Masse unterwegs! Und je weiter wir in Richtung Kasern kamen, desto schlimmer wurde es!

Die Lahneralm liessen wir links liegen und wanderten bis zur Kehreralm vor. Dort gönnten wir uns eine Buchweizentorte und etwas Spritziges zu trinken. Die Kellnerin dort meinte, auf unsere Frage, wie lange wir nach Kasern bräuchten, dass es 5 Kilometer seien und gut in einer Stunde machbar sei. So peilten wir den 15:40 Uhr Bus an. Mit wenig Motivation legten wir die restlichen 5 Kilometer zurück - wir hatten ja bereits 18 Kilometer in den Füssen! Wir waren dann natürlich etwas schneller als die Stunde und mussten dementsprechend noch etwas warten. Und während des Wartens begann es zu tröpfeln. Zum Glück konnten wir dann bereits in den Bus steigen, bevor der Himmel seine Pforten öffnete! Das hatten wir mal wieder gut getimed!

In Luttach regnete es zum Glück noch nicht, so dass wir erst unsere Einkäufe erledigen und anschliessend noch unter die Dusche hüpfen konnten, bevor es dann doch noch zu regnen begann! Wir kochten Knödel und liessen den Abend bei einer gemütlichen Runde Rummy ausklingen!

Manu

Der Rauchkofel vom Vortag.


Noch ist das Wetter gut und lädt zum Wandern ein. Blick zur Dreiherrenspitze und der Rötspitze.

Steile Passagen sind hier mit Stiegen versehen worden.


Der Aufstieg im Blockgelände kann beginnen.


Links der Großvenediger. Großer Geiger, Simonyspitzen, Dreiherrenspitze.

Blick in die Nordwestflanke der Dreiherrenspitze. Auch hier wird sich das "Ewige Eis" bald verabschieden.

Wieder im Talboden bei der Lahner Alm angekommen.


Die Autobahn zurück nach Kasern.


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