Eigentlich wollten wir ja schon abreisen und am Samstag gemütlich in die Heimat fahren, aber per Zufall ergab sich, dass wir gegen Mittag ein Treffen mit Lisa und Kurt in Bruneck ausmachen konnten. So überlegten wir uns halt doch noch etwas, was wir am Vormittag "schnell" machen konnten, wenn das Wetter mitspielt.
Da das Wetter am Samstag Morgen recht gut aussah und uns die Sonne begrüßte, starteten wir voller Zuversicht etwas früher in Richtung Herrenberg, von wo aus wir eine kurzweilige Wanderung auf den Pojenspitz herausgesucht hatten.
Nach einer Fahrt hoch bis zum Herrenberg parkten wir das Auto in einer Parkbucht und schnürten erneut die Wanderschuhe. Los ging es dann erstmals durch den Wald und das gefiel uns - ein schöner Weg, nach dem vielen Regen vom Vorabend trocken, und eine gute Steigung. Doch schon rasch änderte sich das und wir standen auf einer Wiese - im langen Gras. Also waren unsere Schuhe und Hosen bald wieder nass oder sagen wir feucht. Es ging nur kurze Zeit durchs Gras, bevor wir wieder im Wald auf schön steilen Wegen Höhe gewannen.
An der Gruberalm angekommen, genossen wir kurz die Aussicht auf den Schwarzenstein und den Großen Löffler, nur um festzustellen, dass die vorhandene Panoramaabbildung irgendwie falsch war und einen anderen Berg als den Großen Möseler auswies. Erheitert über diesen Fakt stapften wir dann rasch weiter, um zum Faden auf 2.136m zu kommen. Etwa dort verließen wir dann den Wald und kamen über die Waldgrenze raus auf - wie soll es anders sein - Blockgelände.
Diesem folgten wir dann hoch bis zum Obersteiner Holm, gingen aber nicht direkt zum Gipfel hoch, sondern bogen davor schon links ab direkt in Richtung Pojenspitz. Dort angekommen, trafen wir noch auf zwei andere Wanderer, die ebenso wie wir die dunklen Regenwolken sahen und schnell das Weite suchten. Wir machten ein paar Fotos, zogen uns um und verpackten sicherheitshalber unsere Rucksäcke schon einmal.
So ging es dann flotten Schrittes abwärts, nur um kurz darauf stehen zu bleiben und endgültig auch die Goretex-Jacken anzuziehen - es regnete nun einfach wirklich. Nicht so glücklich darüber folgten wir dem Weg weiter in Richtung Obersteiner Holm und später zum Steiner Holm. Dort gelangten wir dann wieder in den Wald und unsere Goretex-Jacken wurden wieder verstaut. Es hatte aufgehört zu regnen.
Der Weg zurück zur Gruberalm verlief schön durch den Wald und hatte ein angenehmes Gefälle und so machten wir rasch die Höhenmeter abwärts. Als wir dann auf den bereits bekannten Weg trafen, mussten wir wieder die Jacken anziehen, es kam die nächste Front daher. Diese sah aber deutlich intensiver aus, weswegen wir einen Zahn zulegten und die letzten Meter zurück zum Auto schnell hinter uns brachten.
Dort angekommen, hatten wir gerade noch Zeit um uns kurz umzuziehen und die Schuhe zu wechseln, ehe es wirklich stark anfing zu regnen, aber das war uns dann schon egal.
Am Weg raus aus dem Ahrntal in Richtung Bruneck fuhren wir dann dem Regen davon bzw. der Sonne entgegen, denn über dem Pustertal war es noch schön und in den Dolomiten schien noch bestes Wanderwetter zu sein. In Bruneck trafen wir uns dann kurz mit Lisa und Kurt und plauderten etwas, bevor wir durch das Stadtzentrum schlenderten und beinahe von den Menschmassen erschlagen wurden. Somit beendeten wir den Kurzaufenthalt in Bruneck früher und verschoben die Suche nach einem Café auf später.
Nach einem Stopp beim Spar in Bruneck, der für unser leibliches Wohl sorgte, traten wir die Heimreise an, durch das Eisacktal zurück nach Meran und von dort über den Vinschgau in die Schweiz. Die Verkehrslage war gut und so kamen wir zügig voran und konnten schon am frühen Abend daheim auf der Couch das Feierabendbier genießen.
Harald
| An der Gruberalm angekommen: im Hintergrund links der Schwarzenstein und rechts der Große Löffler. |
| Blick nach Bruneck und zu den Dolomiten. Links die Spitzen des Großen Windschar. |
| Ziel in Sicht. |
| Pojenspitze mit den Ahrntaler Bergen im Hintergreund. |
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