So starteten wir bereits um 08:30 Uhr unsere heutige Tour. Und tatsächlich, die Wolken verhüllten nur die hohen Berge. Unser heutiges Ziel war der Litle Galten, der Nachbargipfel des Storgalten, auf dem wir ja am Sonntag waren.
Bei unserem Start war weit und breit keine Menschenseele auszumachen. Die ersten 250 Höhenmeter kannten wir bereits, doch dann bogen wir nach links ab und in einem weiten Rechtsbogen ging es hoch auf den nördlichen Litle Galten. Nach gut 1h45min erreichten wir den Gipfel, auf dem bereits eine steife Brise wehte. Aber auch die Sonne setzte sich durch! Mehr, als wir zu wagen gehofft hatten! Im Tal konnten wir nun auch schon die ersten Gruppen ausmachen, die auf dem Weg zum Storgalten waren. Und es wurden immer mehr!
Wir aber fellten ab und fuhren gut 550 Höhenmeter in die Senke ab - teils windbearbeitet, teils schwerer Pulver, aber im Grossen und Ganzen akzeptabel! Unten angekommen, fellten wir erneut auf. Diesmal spurte Harald Richtung Sattel zwischen Litle Galten und Storgalten. Vor uns die Menschenmassen - gut, hatten wir ein anderes Ziel! Nur eine Gruppe von sechs Italienern entschied sich ebenfalls für den Litle Galten. Sie versuchten direkt vom Sattel hinaufzugelangen, was aber anscheinend nicht so einfach war, da der Tourenleiter seinen Schützlingen irgendwas wild rumfuchtelnd zu verstehen geben wollte. So spurte Harald direkt westseitig auf den Gipfel hoch. Die italienische Gruppe fuhr dann ohne Gipfel ab. Vielleicht fanden sie auch den stürmischen Wind nicht so toll, der ziemlich um die Ohren pfiff!
Wir hielten uns nur so lang wie nötig am Südgipfel auf - alles musste festgehalten werden und es war ziemlich zapfig. Zügig fuhren wir in die Senke ab. Der Schnee war bereits um einiges schwerer als bei der ersten Abfahrt und der Belag unserer Ski auch nicht mehr so gut beisammen. So wurde es zu einer Stop&Go-Abfahrt.
Nichtsdestotrotz fellten wir in der Senke nochmals auf - die letzte Skitour in Lyngen muss ausgekostet werden!
Gleichzeitig mit uns starten noch drei der italienischen Gruppe, während der Rest der Gruppe bereits ins Tal abfuhr. Wir liessen die drei Männer recht schnell hinter uns, mussten sie noch lernen, wie man Spitzkehren macht. Erneut ging es auf den Nordgipfel des Litle Galten - das letzte Mal aber! Wieder begrüsste uns stürmischer Wind. Wir waren aber schon geübt drin im schnellen Abfellen.
Ein letztes Mal gings durch den nunmehr echt mühsam fahrbaren Schnee hinunter und diesmal bis zum Auto. 1930 Höhenmeter wurden es nochmals - ganz nett für den Abschluss!
Dann ging es zu Kaffee und Brioche und einer Partie Rummy zurück ins Häuschen. Das Faulenzen am Nachmittag war verdient!
Manu

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