Sonntag, 16. April 2023

16.04.2023 - Storgalten (1.219m)

Da wir wussten, dass das Wetter heute umschlägt, in der Früh aber noch okay sein sollte, standen wir entsprechend zeitig auf (07:25 Uhr).

Heute stand der Storgalten auf dem Programm, mit dem wir noch eine Rechnung offen hatten. Bereits vor fünf Jahren hatten wir die Tour in Angriff genommen, standen aber nach gut 400 Höhenmetern in einem kompletten Whiteout. Wir gruben ein Schneeloch und warteten eine Stunde lang auf besseres Wetter, mussten aber schliesslich abbrechen. Heute sollte es aber der Gipfel werden! 

Mit dem Auto fuhren wir ein paar Minuten bis zum Ausgangspunkt der Tour, wo bereits zwei deutsche Gruppen à sieben Leute in Startposition standen. Ein Grund für mich, nicht wie geplant gemütlich loszugehen, sondern ein zügigeres Tempo anzuschlagen. Eine weitere Gruppe kam hinzu. Zwei davon liessen wir gleich hinter uns. Die dritte musste kurz pausieren, da ein Mitglied Probleme mit dem Fell hatte, deswegen seinen Ski auszog, irgendwas rumwerkelte und den Ski losliess, der dann schwupps den Hang runtersauste. Zum Glück für den Deutschen war Harald vor Ort und hat den Ski wieder mit nach oben gebracht. Ich hatte mittlerweile die Gruppe überholt und weiter gings. 

Das Wetter spielte noch gut mit, trotzdem spurten wir zügig dem Gipfel entgegen. Nach gut 2h15min hatten wir die 1200 Höhenmeter überwunden und standen als erstes am heutigen Tag am Gipfel. Wir verweilten jedoch nur kurz, da von Süden her bereits die Wolken Einzug hielten und schon einige Berge im Nebel steckten.

Die Abfahrt war recht gut, obwohl das Gelände ziemlich verspurt war. Bei einer Pause im Hang konnten wir dann noch 3 balzende Schneehühner beobachten, die sich nicht für uns interessierten. Warum wohl? Wir kamen an mindestens 50 (!!!) weiteren Gipfelstürmern (Menschen :-P) vorbei und waren froh, dass wir noch bei guter Sicht die Abfahrt machen konnten. Kurz vor 11:30 Uhr waren wir zurück beim Auto. 

So gab es mal ein verfrühtes "Kaffee & Kuchen" und drei Runden Rummy, bei denen ich kläglich versagte. Dann spazierten wir noch auf die "Nordlenangsnese", den nördlichsten Punkt der Halbinsel, auf der wir grade wohnen. Unterwegs sahen wir einen Elch - ansonsten war alles grau und nass. So waren wir froh, als wir nach gut einer Stunde wieder im Trockenen waren und ein verfrühtes Abendessen geniessen konnten!

Manu




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