Samstag, 15. April 2023

15.04.2023 - Fastdalstinden (1.275m) & Steinfjellet (1.121m)

Der Tag startete wie die letzten 5 auch: mit Sonne pur und strahlend blauem Himmel. Heute mussten wir unser AirBnB Häuschen verlassen, da wir weiter auf die Nordinsel von Lyngen fuhren. Deshalb starteten wir etwas früher in den Tag, um dann für den ostseitigen Aufstieg nicht allzu spät dran zu sein.

Fastdalstinden (1.275m)

So fuhren wir nach Rottenvika und starteten von dort unsere Tour. Zuerst ging es zügig steil bergauf durch die Trasse der Stromleitung, bevor wir auf etwa 400müM die lange Ebene erreichten, die uns zum Gipfel leitete. Vorbei an Rottenvikvatnet (See) ging es direkt auf den Gipfel zu, immer leicht rauf und runter, was uns schon im Aufstieg etwas nervte.

Am Ende vom See gab es eine Trinkpause, bevor wir die letzten 700Hm in Angriff nahmen. Und diese zogen sich. Wieder ein Gipfel mit einem sehr flachen Plateau, welches einfach nicht enden wollte. Irgendwann erspähten wir dann die ersten "Verfolger", die unserer Meinung nach aber extrem spät dran waren. Bei uns war es gerade angenehm weich zum Gehen. Wie das wohl bei denen war?

Im Aufstieg erspähten wir immer mehr von den hohen Gipfeln rundherum, so zB den Istinden mit dem Rottenvikbreen (Gletscher) darunter. Nach Norden hin sahen wir die hohen Gipfel rund um den Tafeltinden, welchen wir auch gut ausmachen konnten. Hinter uns lag der Fjord und all die Gipfel auf dessen anderer Seite.

Vom Gipfel aus genossen wir die Rundumsicht noch länger, schossen ein paar Fotos und schmiedeten an den Plänen für den restlichen Tag.

Es sollte der letzte richtig gute Tag werden, und den wollten wir nutzen. Wir beschlossen dann schnell südseitig abzufahren und den Firn zu genießen (dieser war super!) und dann die Ebene hinter uns zu lassen, solange sie noch hart war. In dieser tummelten sich unzählige Gruppen, die wohl alle auf Wasserskifahren stehen, denn sonst kann ich mir nicht erklären, warum man nicht früher für Firntouren startet.

Wir kamen gut über die Ebene und fuhren dann flott zum Auto ab, wo wir kurz nach 12 Uhr ankamen. 

Rasch wurde alles eingepackt und schon waren wir am Weg nach Lyngseidet, wo wir tanken mussten und Manu uns mit Zimtschnecken und Apfelsaft versorgte. Zwischenmahlzeit quasi. Weiter ging es dann nach Norden, nach Botn, von wo aus unsere zweite Tour startete.











Steinfjellet (1.121m)

Um etwa 13:30 kamen wir in Botn an und verpflegten uns einmal, während wir die Ski wieder auffellten und uns abmarschbereit machten. Nach den ca. 1230hm vom Vormittag standen nun nochmals ca. 1100hm am Plan. Rekorde bezüglich Zeit wollten wir aber keine mehr brechen.

Gemütlich gingen wir es also an und folgten den Aufstiegsspuren in Richtung Botnfjellet. Der Aufstieg dort war schweißtreibend, da er steil und voll in der Nachmittagssonne war, ohne nur einem Lüftchen. Oben angekommen, stärken wir uns und dann gingen wir den, wer hätte es erwartet, ewigen Gipfelhang an, der noch für 700hm zwischen uns und dem Gipfel lag.

Da der Gipfel leicht rechts von uns lag, man aber fast keine Höhe macht, zogen wir immer gleich nach rechts. Irgendwann wurde uns beiden das zu blöd und der rechte Oberschenkel jammerte auch schon, also legten wir eine Linkskehre ein. Half auch nicht viel, aber warum nicht? Platz hats dort ja.

Die wundervolle Aussicht zog uns aber förmlich an, denn vom Gipfel aus sah man nochmals die zentralen Berge der Lyngenalpen mit Gletschern und schneebedeckten Flanken. So lag der Store Lenangstinden mit seinen 1.625m direkt vor uns. Eine imposante Berggestalt kann man sagen. Das eindrucksvolle hier ist einfach, dass Gipfel vom Meer weg so hoch aufragen und auch Gletscher auf dieser Höhe zu finden sind. Man fühlt sich wie in den Alpen im Hochgebirge. Nur ohne Atemnot auf 1500m.

Nach etwa 2:30h erreichten wir den Gipfel und genossen die Aussicht. Was für eine Rundumsicht! Traumhaft. Unsere Mägen meldeten sich aber und es war schon spät am Nachmittag. So fuhren wir die breite Flanke ab und genossen den schönen Firn. Unsere Oberschenkel hatten aber nach ca. 2300hm am Tag genug. So waren wir dann froh, als wir wieder beim Auto waren.

Es folgte noch ein kleiner Umweg, um schöne Fotos von den Bergen zu machen, bevor wir dann weiter nach Nygårdstranda zu unserem neuen AirBnB Häuschen fuhren. Dort angekommen, waren wir dann beide erstmals völlig baff vom Haus. Wunderschön gelegen, offen und hell, schön eingerichtet. Hier kann man sich wohlfühlen, auch wenns mal regnen sollte.

Harald











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