Mittwoch, 12. April 2023

12.04.2023 - Tafeltinden (1.381m)

Die Nacht war nicht so gut. Es war zu warm und stickig im Zimmer, kann man das Fenster auch nur wenig kippen. Zudem wollten zwei Fliegen bei uns weilen und da das Zimmer nach Osten zeigt, gabs Sonne um 4:52 Uhr im Zimmer. Hell wirds ja ab ca. 4 Uhr zur Zeit.

Das Frühstück ging dann flott und zum Glück konnte sich Manu so halbwegs bewegen. Sie nahm dann trotzdem eine Schmerztablette und meinte, wir versuchen den Tafeltinden. Auf der Fahrt nach Koppangen hatte sie noch Schmerzen, doch kurz nach dem Start wirkte dann die Tablette. So konnte sie halbwegs schmerzfrei gehen. Und wie immer: "sie lief und lief".

Anfangs kurz flach taleinwärts gehts dann gleich mal steiler bergauf. Der Hang war um 9 schon butterweich, wie sollte der erst in der Abfahrt werden?
Danach ging es mehrmals flach dahin und über Steilstufen hoch. Die Hänge links und rechts sind steil und hatten sich zum Glück schon alle entladen. Somit war das auch vertretbar.

Auf etwa 500m kommt man auf den Gletscher. Dann fängt die Hatscherei erst so richtig an. 2km geradeaus, dann über eine Stufe nach oben, wieder 2km usw. Der Aletschgletscher ist ja fast angenehmer zu gehen. Langsam zogen Wolken auf und hüllten den Gipfel ein. Wie schade. Aber wenn wir schon mal hier sind ...

Von Nordosten kamen dann andere Gruppen über den Gletscher hoch. Große Gruppen. Einige Achtergruppen kamen schon wieder runter. Diese hatten wohl kaum eine Sicht am Gipfel und in der Abfahrt oben. Nach dem Gletscherbruch kamen die Aufstiegsrouten für die letzten 250hm zusammen. Wir folgten weiter der Autobahn und waren froh, dass es diese gibt, denn Sicht gabs gerade wenig.

Im Gipfelhang wurde es dann heller und wir hatten Glück und es riss auf. Am Gipfel hatten wir dann großteils doch Aussicht. Es zogen laufend Nebelfetzen auf, aber zwischendurch sahen wir auch in die Ferne. Und bei der Abfahrt wurde es dann immer besser. Wohl ein Tag wo ein späterer Start besser gewesen wäre.

Es zog aber der Wind an und dieser blies uns am Gletscher eiskalt entgegen. Und da der eh schon flach ist, mussten wir teils schieben. Dafür hatten wir dann im Gletscherbecken aber tolle Aussicht auf die Berge herum. Nachdem uns beiden schon kalt war, zogen wir rasch unsere Spuren in den Schnee und machten uns an die Abfahrt über die Steilstufen im engen Tal. Die ganzen Lawinenstriche machen das Fahren nicht einfacher. Unten gabs dann aber kompletten Sumpf im letzten Hang, der südseitig ist. Aber mit viel Schuss kamen wir dann dafür ohne große Mühen zurück zum Auto, was schon mal eine Leistung war.

Somit gabs einen gemütlichen Nachmittag mit Rummy, Kaffee und Krapfen. Auch mal schön, dass wir nur knapp 1400hm machen mussten.

Harald

















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