Donnerstag, 13. April 2023

13.04.2023 - Sørfjelltinden (1.468m)

Der Tag startete strahlend blau. Keine Wolke zu sehen. Und der Wind hatte sich über Nacht auch gelegt. Ein wenig war davon noch zu spüren. Also folgten wir dem Plan und fuhren gen Süden, nach Overgård, von wo aus unsere heutige Tour auf den Sørfjelltinden startete. Anfangs stand noch ein Start von Kila aus am Plan, aber alles im Schatten aufsteigen wollten wir auch nicht. So wählten wir den Anstieg über die Westschulter.

Anfangs durch lichten Wald und dann einer Art Forststraße folgend, gewannen wir rasch an Höhe und standen schon nach 50min überhalb der "Baumgrenze", was wirklich gut ist. In mäßiger Steigung ging es dann über das Vidjit hoch zur Schulter des Sørfjelltinden. Das dauerte aber, denn die Weiten hier sind nicht zu unterschätzen.
Von der Schulter weg bis zum Gipfel sind es noch 150hm auf 1.5km Strecke. 

Schon am Gipfelplateau staunten wir nicht schlecht über den Pulver oben auf. So verging die kleine Reise zum Gipfel wie im Fluge. Oben angekommen, bestaunten wir die umliegenden Berge und machten für eine halbe Stunde Pause. Das Wetter war aber so toll und so meinte Manu, es würde sich ja nicht auszahlen, jetzt einfach abzufahren, wenn wir doch 40min Anreise hatten. 

Also entschlossen wir, die Nordwestrinne abzufahren und dann nochmals etwas anzusteigen, um den Firnhang zum Auto zu erwischen. Schon der flache Rücken bis zur Einfahrt in die Rinne war schön zu fahren mit gut drehendem Pulver. Dann fing der Spaß aber erst richtig an. Von oben bis unten Pulver vom Feinsten und kaum andere Spuren. Auf Höhe Forelvholet fanden wir quasi den ganzen Hang unverspurt vor. Die Entscheidung war dann einfach. Aus dem kurzen Gegenanstieg musste ein neuerlicher Aufstieg bis zum Gipfelplateau werden.

Wir querten also hoch zurück auf die Westseite, montierten die Felle und starteten quasi ein zweites Mal. Nochmals 800hm kamen dann dazu. 1450 hatten wir schon von davor. Aber es ging gut. Zwei Mal mussten wir aber eine Trinkpause einlegen, denn die Sonne brannte ziemlich herunter.

Nun nahmen wir schon früher die Einfahrt in die Rinne und genossen von oben bis unten nochmals hervorragenden Pulverschnee. Unten blickten wir wehmütig zurück, denn so viel unverspurter Hang war noch übrig, aber unsere Oberschenkel sagten nein. 

Also ab zum Auto. Wir querten auf die Westseite und konnten dann schönen Sulz genießen und kamen ohne große Mühen zurück zum Auto. So zügig wie sonst noch nie hier auf Lyngen. Nun waren wir hungrig und die Spaghetti riefen uns schon förmlich. Also nichts wie zurück und kochen. Mahlzeit.

Harald













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