Dienstag, 11. April 2023

11.04.2023 - Finnheimfjellet (1.148m) und P.964m

Nach unserer Abreise von Tromsø wollten wir am Weg eine kurzweilige Tour machen, bevor es mit der Fähre nach Svensby und somit Lyngen ging.
Zur Auswahl standen einige Touren, doch fiel die Wahl dann auf den Finnheimfjellet, der gleich neben dem Storfjellet liegt, den wir 2018 gemacht haben, aber einige Meter unter dem Gipfel wegen dichten Nebels umgedreht haben.

Nachdem wir endlich eine Parkmöglichkeit gefunden hatten, starteten wir kurz nach halb 10, was eigentlich für eine südwestseitige Firntour sehr spät ist. Aber hier ist vieles anders. Zum Beispiel mussten wir auch zuerst ca. 50hm ab ins Flussbett, um dann entlang des Flusslaufes den Weg durch den lichten Birkenwald zu finden. Am Ende belohnte uns aber ein wunderschön offener Hang.

Gefühlt endlos zog sich das Tal dann zurück bis zum Sattel, den wir ansteuerten. Und die Sonne brannte förmlich herunter. Rechts von uns war schon lange Zeit der Gipfelaufbau, aber direkt kann man nicht hinauf. Man muss mit der Kirche ums Kreuz. Erst vor dem Sattel kürzten wir etwas steiler durch den Hang ab. Danach öffnete sich die Gipfelflanke und wir folgten der Spur.

Endlos zog sich diese nach oben. Leicht bergauf nur. Spitzkehren werden hier nicht gebraucht. Der Schnee wechselte nun von Firn unter 500m auf Presspulver im Gipfelhang. Nach gefühlten Ewigkeiten kamen wir am Gipfel an und waren von der Aussicht überwältigt. Die Lyngen Alpen liegen direkt vor einem und die Szenerie mit den Fjorden und dem offenen Meer ist einfach toll.

Wir fellten dann ab und zogen dann im Gipfelhang unsere Spuren. Der Schnee war gut zu fahren und wechselte dann angenehm auf Firn. Nachdem es noch früh war, beschlossen wir, dass wir vom Sattel aus nochmals auf die andere Seite aufsteigen. Also runter und mit Schuss in den Sattel, jeden Meter laufen lassen, der möglich ist. Nun standen wir dann in der Mitte des Sattels und begutachteten den Schnee und stellten fest, dass der nicht so gut war wie auf der anderen Seite. Zudem gabs dort noch einen südwestseiten Hang, der jetzt erst direkte Sonne bekam. Also zurück so weit wie möglich ohne Felle. Dann gabs eine Pause und den Wechsel in den Aufstiegsmodus.

Ich spurte dann voraus einfach über den Hang nach oben auf den Punkt 964m zu. Hinter uns kamen dann welche nach in den Sattel und folgten dann auch unserer Spur. Warum auch immer. Wir denken schon, dass die eigentlich auf den Gipfel wollten. Manu machte dann bei einer der letzten Kehren einen Pfeil in den Schnee und schrieb "Gipfel" dazu, damit sie nicht auch noch uns nachlatschten.

Am P.964 angekommen hatten wir nochmals eine tolle Rundumsicht. Da der Firn aber genau richtig war, machten wir uns gleich an die Abfahrt und genossen die 450 Höhenmeter runter in den Sattel. Was für ein Spaß!

Nun waren wir aber durch und fuhren ab in Richtung Auto, wohlwissend, dass wir sowieso nochmals auffellen mussten. Wir fanden einen recht guten Weg zurück, fellten dann auf und machten die 1750hm voll. Entsprechend fertig kamen wir dann beim Auto an.

Zeit zum Verschnaufen gabs aber nicht. Flott alles gepackt und weiter zur Fähre, denn die fährt nur alle volle Stunden. So schafften wir das perfekt.
Auf Lyngen gingen wir dann einkaufen und suchten unser kleines Häuschen auf, wo wir nun 4 Tage verbringen.

Manu verriss sich dann irgendwie blöd den Rücken und konnte kaum mehr gehen. Mit ein paar Cremes ging es aber etwas besser. Wir erholten uns dann und aßen ausgiebig Spaghetti, damit wieder Energie nachgefüllt wurde.

Harald















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