Geplant sind zwei Nächte auf der Weissmieshütte, um von dort aus zwei der 48 4000er der Schweiz zu besteigen. Und da solche Touren immer mit wenig Schlaf verbunden sind, wollten wir eben vorsorgen.
Ganz gemütlich packten wir nach dem Frühstück zusammen und machten uns auf den Weg ins Saastal, nach Saas-Grund. 50 Minuten Autofahrt, obwohl es das nächste Tal ist und Luftlinie wenige Kilometer entfernt.
Um etwa halb elf kamen wir dann an, parkten das Auto, schulterten unsere Rucksäcke, die auf Grund der Hochtourenausrüstung durchaus schwer waren, und stiefelten los zur Hütte. Ganz gemütlich, um Kräfte für die kommenden Tage zu sparen, ging es die ca. 1200 Höhenmeter rauf zur Hütte. Dabei kamen wir am Chrizbode (Kreuzboden) vorbei, von wo aus ich vor 7 Jahren mit Freunden den Klettersteig am Jägihorn gemacht habe. Sehr schön und zu empfehlen. Und jetzt auch renoviert und mit Seilbrücke.
Auf der Hütte angekommen bezogen wir erstmal unser Zimmer. Auf Grund der Covid Umstände ist die Hütte nur zu 50 Prozent belegt und wir hatten das Glück, nur noch zwei andere Mädels im Zimmer zu haben. Kärntnerinnen! Was für ein Zufall.
Geschafft: an der Weissmieshütte angekommen.
Wir erkundigten uns beim Hüttenwart Roberto bezüglich der Verhältnisse auf den Routen. Er gab super Auskünfte und erklärte auch gleich die neue Route aufs Fletschhorn, die wegen Steinschlags verlegt werden musste. Sogar einen GPS Track vom neuen Zustieg bekam ich. Top!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Roberto. So gute Auskünfte und Tipps gibt es selten! Tolles Team, gute Kuchen, gutes Essen, tolle und sehr gastfreundliche Hütte!!!
Da Manu noch nicht ganz von meiner Idee der Überschreitung von Fletschhorn und Lagginhorn am Dienstag überzeugt war, gingen wir nachmittags noch auf Erkundungstour, um den Zustieg besser zu kennen. Schließlich muss der erste Teil in der Nacht begangen werden. Wenn die Dämmerung einsetzt, ist man besten Falls schon am Gletscher.
Wir wanderten also den unteren Teil des Zustiegs ab und machten noch ein paar Fotos, auf denen uns Roberto noch die neue Route einzeichnete und genaue Infos zu den Kraxeleien gab.
Auf der Moräne: Rückblick zur Hütte
Nach dem sehr guten Abendessen entschieden wir uns dann für die Überschreitung, oder besser gesagt, Manu entschied sich. Ich sagte noch Bescheid, damit die Weckzeit angepasst wurde. 3:30 Uhr Frühstück!
Also gab es nicht mehr viel zu tun an diesem Abend. Vier Runden Rummy waren schon gespielt, und zum Lesen war es bald zu dunkel im Zimmer. Um etwa 21 Uhr versuchten wir dann zu schlafen. Beim Versuch sollte es auch bleiben ...
Gute Nacht,
MaHa
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