Montag, 31. August 2020

28.08. – Bike & Hike: Saas-Almagell – Schwarzbärggletscher – Stausee Mattmark

 Nach einer kleinen Pause gibt’s nun doch wieder Updates von uns.

Für den Freitag wurde ein Wetterumschwung angekündigt, weswegen wir uns auf eine Aktivität mit dem Bike einstellten, um im Falle des Regens rasch wieder unten sein zu können. Und da es ein massiver Schlechtwettereinbruch werden sollte, brachen wir die Zelte in Saas-Grund ab und machten den Camper reiseklar.

Danach ging es zuerst noch mit dem Auto zurück ins Saastal bis nach Saas-Almagell, von wo aus wir mit dem Bike zum Stausee Mattmark fuhren. Anfangs noch teils über Mountainbikestrecken und abseits der Straße führte die Route später dann entlang der Zufahrtsstraße zum Stausee. Das war aber nicht sonderlich tragisch, denn Verkehr herrschte quasi keiner.

 

Manu kurz vor dem ersten Etappenziel: der Staudammkrone. Es sei einer der größten Naturstaudämme.

Am Staudamm angekommen zeigte sich das Wetter immer mehr verhangen und wir entschlossen uns, erstmals zur Schwarzbärgalp zu fahren und dort dann zu entscheiden, wie es weitergehen sollte. Dort sah das Wetter noch OK aus und wir ketteten unsere Bikes an und wanderten recht flott zum Schwarzbärggletscher rauf, im Prinzip ein kleiner Aussichtspunkt unter dem Gletscher, von wo aus man auch von unten schon auf das Fluchthorn und das Strahlhorn (ein schöner 4000er, den wir vor ca. 5 Jahren bestiegen haben) sieht.


Man muss auch durch Tunnel fahren, die aber nicht beleuchtet sind. Wir hatten Stirnlampen dabei.


Kurz vor der Alp zeigte sich das Wetter noch nicht sonderlich gut.


Am Weg zum Gletscher wurde das Wetter allmählich besser …


… bevor es dann wieder schlechter wurde, und uns in unserer Entscheidung abzufahren bestärkte.

 

Dort war das Wetter dann nicht mehr so „anmächelig“, wie Manu es sagen würde. Es war windig und die Wolkendecke war dick geworden. Wir gingen also zu den Bikes ab. Schon während des Abgehens wurde es aber wieder besser und wir spielten mit dem Gedanken, doch noch auf die andere Seite auf den Schwarzbärgchopf zu gehen. Aber auf Grund der angekündigten Niederschläge taten wir das dann nicht.

Wir fuhren den ersten Teil entlang der Schotterstraße von der Alp weg wieder ab und entschieden uns aber dann für eine Runde um den See. Das Wetter hielt anscheinend noch besser als vorhergesagt. Der Weg um den See ist teilweise sogar in Top Zustand und bietet schöne Ausblicke nach Norden zum Bietschhorn im Berner Oberland.

 

Rund um den Stausee: das Wetter wurde immer besser. Hinten rechts sieht man sogar wieder das Weissmies und dessen Firnkuppe.


Ausblick gen Norden: ganz hinten sieht man das Bietschhorn (in den Wolken) im Berner Oberland.


Dort sind wir hoch gewandert bis zum Schwarzbärggletscher. Darüber sieht man nun das Strahlhorn (4.190m) und das Fluchthorn.

 Das Wetter an sich wurde dann nicht schlechter, sondern eigentlich immer besser, was in uns etwas Unmut stiftete. Wir ärgerten uns, nicht doch oben schon auf einen Gipfel gegangen zu sein. Quasi eine verpasste Chance auf einen schönen 3000er, wovon es hier einige gibt.

Wir fuhren dann aber nach Saas-Almagell ab, da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten an diesem Tag. Auf Grund der Regen- und Schneefälle, die angekündigt wurden, entschlossen wir uns dazu, einen Boxenstopp in Triesen einzulegen, um den Bus wieder ordentlich zu putzen, unsere Wäsche zu waschen und dann weiter zu entscheiden, wohin es gehen soll. Es war bis dahin noch nicht klar, wann und ob ein nächstes stabiles Hoch über den Alpen kommen würde, und mehrere Tage das schlechte Wetter im Bus aussitzen wollten wir nicht.

Nun ist der Bus wieder sauber und gepackt, wir sind erholt und unsere Wäsche duftet wieder gut. Und auch das Wetter soll wieder mitspielen in den Alpen. Obwohl es oben doch recht viel Schnee gegeben hat, werden wir einen weiteren Versuch mit dem Berner Oberland wagen und uns in Richtung Kandersteg begeben, zur Blüemlisalp. Gegen Ende der Woche soll es schön stabil und deutlich wärmer werden und wir hoffen auf sonniges Bergwetter, dass auch dem Schnee in der Region wieder zusetzt.

Bis bald,

MaHa

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