Diesen Weg kennen wir schon. Vor gut 5 Jahren gingen wir ihn auch, aber "voll bewaffnet", um tags darauf den Hintergrat auf den Ortler zu klettern. Heute ging das Steigen deutlich einfacher, auch weil wohl die Anspannung vor der Tour fehlte. So konnten wir etwas in Erinnerungen schwelgen am Weg nach oben.
Das Wetter war anfangs recht ok. Zwar bewölkt, aber trocken. So entschieden wir uns an der Hintergrat Hütte dazu, weiter über den Gletscherpfad (= markierter und kontrollierter Pfad auf der Gletscherzunge und ohne Ausrüstung begehbar) zur Schaubach Hütte zu gehen. Den ersten Anstieg kannten wir noch als Zustieg zum Hintergrat, bis der Gletscherpfad links über den Suldenferner führt, direkt unter den Wänden von Zebru und Königsspitze vorbei. Auch hier schaut man auf kaum noch vorhandene Gletscher in den Nordwänden :-(
Nach gefühlt einer Ewigkeit, wohl auch weil wir so oft stehen geblieben sind um die Route auf den Hintergrat anzuschauen, kamen wir unter der Suldenspitze wieder vom Gletscher auf normale Wanderwege, denen wir dann bis zur Hütte folgten. Da sahen wir auch einige Seilschaften, die gerade über den Gletscher zurück von der Suldenspitze kamen, was uns auf Ideen brachte.
Da die Hütte geschlossen ist, kehrten wir in das Restaurant der Bergbahnen Sulden ein und stärkten uns mit Käse- und Spinatknödel gefolgt von einem Kaiserschmarren, der zwar 45min brauchte, dafür aber mit seinen gefühlt 200g Zucker auch einem Elefanten einen Zuckerschock hätte versetzen können. Gut war er aber :-)
Nicht mehr hungrig und dem kurzen Regenspritzer geschickt entgangen, setzten wir dann um ca. 14 Uhr den Abstieg fort. Entlang des Suldenbaches ging es dann zurück ins Tal. Und mit jedem Meter runter wurde es wärmer und schwüler. Nach knapp 5h45min und 1100hm sowie 18km kamen wir wieder in Sulden an, wo wir vor dem Einkauf noch kurz beim Bergführerbüro stoppten für ein paar Auskünfte.
Der Einkauf wurde erledigt und wir stapften zurück zum Camping, wo eine Dusche auf uns wartete. Sowohl eine warme gewünschte als auch eine heftige kalte mit kleinen Eiskugeln. Erstere erfrischte uns, zweitere tränkte unsere Schuhe, die unter dem Auto offensichtlich noch immer genug Nass von oben oder unten abbekamen. Naja. Sie können ja einen Tag trocknen. Morgen brauchen wir wieder das schwere Gerät.
Abends gab es heute leichte Kost und einige Runden Rummy, bei denen Manu ihren Rückstand von 8:1 auf 8:4 verkürzte.
Harald
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| Hintergrat Hütte |
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| Der untere Teil vom Hintergrat. Schon ein Schutthaufen irgendwie |








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