Sonntag, 31. Juli 2022

Tag 5 & 6: "Ruhetag" und Kurzausflug

Donnerstag

Nachdem mein Kreislauf nach unserer Hochtour komplett zusammengebrochen war und die Übelkeit, die seit der Nacht von Sonntag auf Montag mein ständiger Begleiter war, eine neue Heftigkeit entwickelte, gestaltete sich unser Donnerstag anders als gedacht. Geplant wäre der Klettersteig auf die Tschenglser Hochwand gewesen, doch in der Früh konnte ich mich kaum rühren. Also packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren nach Prad am Stilfserjoch, wo ich einen Arzt konsultierte. Dieser wollte mir sogleich eine Infusion legen, dem ich auch zustimmte, da ich zu dem Zeitpunkt relativ viel in Kauf genommen hätte, damit meine Übelkeit verschwindet. Nachdem der Arzt jedoch dreimal danebengestochen hat, wurde es selbst mir zu bunt und wir einigten uns auf Medikamente.

Nach dem weniger erfolgreichen Arztbesuch ging es in ein Café, da Harald hungrig war - immerhin hatten wir aufs Frühstück verzichtet. Im Anschluss an den Einkauf, bei dem ich erst mithelfen wollte, dann aber in der Horizontalen im Auto verbrachte, fuhren wir direkt in Prad auf einen Campingplatz, wo ich mich für gut 1.5h hinlegte. Anschliessend schleppte ich mich mehr schlecht als recht durch den Tag. Immerhin konnte ich unsere Hängematte mal wieder ausprobieren, während Harald schaltete und waltete und sich um unser leibliches Wohl kümmerte, was mein Magen leider nicht zu schätzen wusste. Nur zu froh war ich, als ich wieder in den Schlafsack kriechen konnte, um diesen Tag so schnell wie möglich abzuhaken.

Freitag

Ursprünglich sollte heute unser Pausentag werden, da der Wetterbericht den ganzen Tag gewittrige Schauer angesagt hatte. In der Früh war der Himmel jedoch wolkenlos! Ich brauchte etwas, um in den Tag zu starten. Ich fühlte mich zum Glück etwas besser als am Vortag, darum beschlossen wir, eine kleine Wanderung zu machen, bevor wir dann zu unserem nächsten Stellplatz, nach Luttach im Ahrntal, fahren.

Wir fanden eine Wandermöglichkeit von Tanas aus, die uns ansprechend erschien. Doch bereits der Weg dorthin war eine Challenge - zuerst wollte uns das Navi eine Strasse entlang schicken, welche ein Fahrverbot enthielt. Wir mussten einen Umweg von 15 Minuten in Kauf nehmen. Dann blockierte eine Baustelle die Strasse - wir durften aber durchfahren. Und schlussendlich die Suche nach einer Parkmöglichkeit... bis wir also zum Wandern kamen, war es bereits kurz vor 11 Uhr. Für uns ein ziemlich später Start. Wir wanderten gemütlich auf die 2410m hohe Köpflplatte - der Himmel hatte sich mittlerweile zugezogen und Richtung Schweiz gingen bereits die ersten Regenstreifen nieder. Darum machten wir uns sogleich auf den Rückweg - es sollte ja auch eine Rundwanderung werden und wir hatten noch einige Kilometer vor uns!

Gegen 14 Uhr waren wir zurück beim Auto und machten uns auf den Weg nach Luttach im Ahrntal. Kurze Zeit später öffnete der Himmel seine Pforten und wir waren froh, ein Dach über dem Kopf zu haben. Um 17 Uhr erreichten wir Luttach und sind nun gespannt, was die nächsten Tage so bringen.
Ich hoffe an erster Stelle auf Gesundheit und dann wäre stabiles Wetter auch ganz nach unserem Geschmack :-)

Manu

Blick zur Tschengelser Hochwand und zum Pederfick


Und sie läuft und läuft ... wieder




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