Die Hochzeit von Jamina und Lucas war ein Fixpunkt in Liechtenstein, den wir nicht versäumen wollten, egal, wie unsere Reise verläuft. Ursprünglich genau in den Zwischenstopp nach Kanada und vor Nepal geplant mit nur 3 Tagen Aufenthalt in Liechtenstein, war es jetzt deutlich entspannter diesbezüglich. So konnten wir auch etwas ausgiebiger feiern und länger bleiben, denn am Tag nach der Hochzeit mussten wir ja nicht Ausrüstung sortieren, packen und Rucksäcke wiegen.
Am Samstag nach der
Hochzeit mussten wir aber einkaufen, denn unsere Vorräte gingen zu Ende und der
Kühlschrank war leer – kein gutes Zeichen, wenn man am Abend Gäste geladen hat.
Bei hoffentlich gutem Essen (wir haben gekocht :-P), sehr guter Nachspeise (die Liene brachte) und
einigen Runden Brändi-Dog (die Männer revanchierten sich für eine 0:3
Niederlage im September mit einem 3:0) verflog die Zeit mit Liene und Martin
wie immer sehr schnell und so wurde es auch wieder später, bis wir ins Bett
gingen.
Vor allem ich ging
etwas wehmütig ins Bett im Wissen, dass am Sonntag kein Flug nach Nepal
stattfinden wird. Die Regierung dort hat zwar angekündigt wieder zu öffnen,
aber erst per 16. Oktober. Zu spät also für unsere Anreise und unsere geplante
Tour dort. Zudem waren diese Informationen nicht offiziell bestätigt worden –
man vermutete es nur. Schweren Herzens musste ich mich also dann am Sonntag um
allerhand Stornierungen (Flüge nach Nepal, Weiterreise nach Japan und Tasmanien)
kümmern, die uns COVID beschert hat.
Wir wollten aber
weiterhin reisen, solang dies noch in Europa möglich ist. Und da fiel die
Entscheidung am Sonntagnachmittag recht spontan auf „Les Calanques“ im Süden
von Frankreich, neben Marseille, in der Region Aix-en-Provence. Der
Nationalpark dort ist bekannt für seine tausenden Kletterrouten am Meer und für
die Wanderwege. Die Entscheidung war aber auch etwas getrieben vom Wetter –
unter dem Motto „Dem schönen Wetter hinterher“. In den Alpen an sich war es
recht unbeständig angekündigt mit vor allem viel Schnee bis in tiefe Lagen.
So packten wir also
für eher wärmere Regionen den Bus und starteten unsere Reise dann am Montagmorgen
nach dem Frühstück, immer gegen Südwesten zu, in Richtung Marseille. So hoffen
wir nun, dass das keine schlechte Entscheidung war, von wegen COVID und
Beschränkungen, …
Harald
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