Wie das alte Jahr aufgehört hat, so wollten wir das neue Jahr starten und auch weitermachen, denn schließlich ist der Jänner ursprünglich extra für Skitouren in Südtirol und den Dolomiten reserviert worden. Um im Training zu bleiben, falls die Grenzen nach Südtirol doch noch aufgehen sollten, gabs ein paar leichte Skitouren in bekannten Regionen für uns.
01.01. – Neujahrsskitour auf den Garmil (2.003m)
Zu Neujahr starteten
wir erst spät in den Tag und das obwohl wir nicht gefeiert hatten am Vorabend.
So ging es ganz gemütlich um 10 Uhr erst los auf den Garmil. Obwohl wir im Tal
ja kaum mehr Schnee hatten, ging die Tour erstaunlich gut, denn dort kann man
über einen Forstweg aufsteigen, der meist pistenähnlich ausgefahren ist. So
konnten wir doch schon von ca. 850m starten und bis auf 2.003m zum Gipfel
gehen. Wir waren glücklich mit dem Start ins neue Jahr!
| Am Gipfel des Garmil |
02.01. – Glattwang (2.376m) bei
Fideris
Inspiriert vom Vortag
wollten wir so etwas Ähnliches auch in Fideris machen. Dort gibt es die Schlittelpiste
von den Heubergen bis ins Tal, die nur ausgeschoben wird, aber nicht bis auf
den Grund. So konnten wir auch dort schon in Fideris starten und kamen dann bis
auf den Glattwang auf fast 1500 Höhenmeter.
Anfangs zwar noch
etwas mühsam durch den engen Wald bzw. entlang des Wanderweges, ging es ab
Plattis in schönem Pulverschnee und über weite Wiesenhänge hinauf in Richtung Gipfel.
Von diesem entschieden wir uns dann gegen eine Abfahrt entlang der
Aufstiegsroute und düsten in Richtung Heuberge ab – was für eine gute Entscheidung.
Dort fanden wir noch reichlich Pulver und somit wurde die Abfahrt sogar noch
zum Genuss.
| Wunderschöner Ausblick ins Rätikon und nach St. Antönien |
| Blick ins Rheintal |
04.01. – Piz Tuf (2.833m) von
Wergenstein
Gestartet sind wir
hier eigentlich mit dem Ziel „Piz Tarantschun“, aber die Region hatte viel zu
wenig Schnee und der Föhn griff wohl auch hier enorm durch. Die gesamte Flanke
des Piz Tarantschun und auch der ganze Rücken des Piz Beverin sind total
abgeblasen und können kaum mehr befahren werden. Somit entschieden wir uns für
den Weiterweg auf den Piz Tuf, der noch gut machbar war. In den Mulden lag noch
genug Schnee für den Aufstieg.
Vom Gipfel wählten wir
dann eine Variante und fuhren in das windgeschützte Tal hinter den Tarantschun
in Richtung Lai la Scotga ab und fanden dort noch hervorragenden Pulver vor. Da
schmerzte der anschließende Gegenanstieg zum Carnusapass auch wenig, von wo weg
wir dann wieder recht guten Pulver zurück bis zur Alp Tumpriv gefunden haben.
Der Rücken des Piz Beverin hat auch schon mehr Schnee gesehen.
| Wenigstens ein schöner Hang ;-) |
05.01. – Riedchopf und Rotspitz bei
St. Antönien
Schon etwas müde
davon, immer dem Schnee hinterher zu fahren, da wir in der Region zu wenig
davon hatten, ging es halt doch noch einmal nach St. Antönien. Dort starteten
wir am P3 in Rüti bei knackigen -8,5°C, die dann aber im Aufstieg zum Riedchopf
deutlich unterboten wurden. Es zog ein eisiger Wind von oben herab und da der
Aufstieg nordseitig ist, wärmen hier auch keine Sonnenstrahlen, obwohl es
strahlend blauen Himmel gab.
Wie erwartet war die
Abfahrt dann pistenähnlich. Wir fellten dann nochmal auf und stiegen zum
Rotspitz auf, welcher auch extrem verspurt war. Generell gab es keinen Berg,
Gipfel, Rücken oder Hang mehr in der Region, der nicht befahren wurde. Wir
hatten noch nie so viele Spuren in der Region gesehen. Wir kämpften uns dann
durch den Acker zurück runter nach Partnun und von dort entlang des
Winterwanderweges zurück zum Auto.
| Blick auf die Drusenfluh (Drei Türme), Sulzfluh und Schijenfluh |
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