Unser Tag startete dieses Mal sehr früh. Schon um 5 Uhr klingelte der Wecker und wir machten uns bereit für die lange Anreise nach Müstair, die um 5:50 Uhr startete. Entsprechend "frisch" waren wir beide auch.
Um ca. 9:20 Uhr standen wir dann in Müstair und stiefelten los in Richtung Piz Chavalatsch, unserem ersten Ziel auf der Durchquerung Südtirols. Anstrengende 1500 Höhenmeter nach oben, 1450 nach unten und knapp 15 Kilometer galt es jetzt bis nach Stilfs zu überwinden.
Die schweren Rucksäcke machten sich bemerkbar. Zwar sind diese nicht mit den 20 bzw 25 Kilo Rucksäcken aus Schweden oder Grönland vergleichbar, wo neben Kocher, Zelt, ISO Matten und Schlafsack auch noch alles Essen mitgetragen werden musste, aber so um die 13 bis 14 Kilo werden sie schon auch wiegen. Wir tragen halt auch unsere normale Kleidung und Toilettartikel mit, Hüttenschlafsäcke, ein kurzes Seilchen usw. Man weiß ja nie ...
Trotz des Gewichtes kamen wir aber zügig voran und näherten uns rasch dem Gipfel. Der Weg führt größtenteils durch schönen Wald und oben dann über weite Almen auf den Grat zum Gipfel, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht haben sollte. Eben. Sollte. Bei uns hüllten Nebel und dicke Wolken die Ortlergruppe meist ein und der Blick in die Schweiz war auch nicht besser. Den Reschensee und den Vinschgau konnten wir meist nur kurz erblicken. Am Gipfel selbst war es aber warm und windstill und so aßen wir genüsslich unsere Jause, bevor wir endgültig die Grenze nach Italien überschritten und nach Stilfs abstiegen.
Bei der oberen Stilfser Alm legten wir eine Pause ein und genossen den Sirup und Kuchen im Sonnenschein. Ein wenig ärgerten wir uns dann darüber, dass das Wetter nun doch so schön war. Aber das sollte sich dann zügig ändern. Wir stiegen nach Stilfs ab und versuchten den 16 Uhr Bus nach Sulden zu erwischen und siehe da, ganz unten fing es dann an zu regnen und als wir im Bus saßen, hätten wir wohl nicht mehr weiter oben sein wollen.
In Sulden waren wir dann froh, nicht mehr raus zu müssen, da es draußen wie aus Eimern schüttete. Wir hatten Halbpension direkt im Hotel dabei. Abends hörte es kurz auf zu regnen bevor es in der Nacht dann erst so richtig los ging.
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| Etwas verschwommen, aber war ja früh ... |
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| Blick nach Österreich (hinten) und dem Guardaskopf, wo wir im Winter waren |
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| Nach dem Abschnitt im Wald gabs schöne Almen |
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| Am Grat zum Gipfel. Leider verrutschte die Hülle vom Handy etwas. |
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| Der Gipfel des Piz Chavalatsch. |
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| Gipfelpanorama inkl. Harald. |
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| Blick nach Sulden und zum Ortler. Von seiner Eisflanke in der Nordwand ist nur mehr ein kümmerlicher Rest übrig. |
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| Stärkung auf der oberen Stilfser Abend. |
Sonntag: Hochtour Großer Angelus (3.521m)
Beide schliefen wir tief und fest, auch trotz der vielen Gewitter die unterwegs waren. Am Morgen war das Wetter nicht besser und so haben wir unsere geplante Tour gestrichen. Auf ca. 2900m liegt Neuschnee, es schüttet und donnert permanent. Schade eigentlich. Gerne hätten wir eine super Tagestour auf einen tollen Aussichtsgipfel gemacht, aber nicht bei diesen Verhältnissen.
So bleiben wir mal im Trockenen und versuchen vielleicht am Nachmittag eine kleine Wanderung zu machen, wenn es denn das Wetter erlaubt. Mal schauen.
So long,
Harald










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