Mittwoch, 4. August 2021

Tag 4 - Martell > Tarscher Alm

Unsere geplante Etappe, über die Soyscharte und die Soyspitze zur Flatschbergalm zu wandern, fiel dem Wetter zum Opfer. Vor allem für Mittwoch, wenn die Wanderung über drei 3000er führen sollte, muss das Wetter passen, aber laut Wetterbericht soll es da den ganzen Tag regnen. So wählten wir die Schnellvariante, um  nach Tarsch zu kommen - über das Zwölferkreuz. Am Montagabend organisierten wir also unsere Tour (mal wieder) etwas um...

Bereits in der Früh beim Frühstück nieselte es wieder. Da der erste Bus erst um 9:20 Uhr beim Waldheim vorbeifuhr, organisierte Alexander uns einen Fahrer, der uns nach Burgaun führte. So starteten wir kurz nach 9 Uhr - bei trockenen Bedingungen! Erst ging es steil den Wald nach oben zur Morterer Alm - einen Weg, den wir bereits kannten, da wir vor gut 2.5 Jahren unsere Ski dort hochtrugen, ehe es weiter aufs Grosse Hasenohr ging (damals bei weitaus besseren Wetterverhältnissen...).
Bei der Morterer Alm quatschte Harald kurz mit dem Hüttenwirt, dann stiefelten wir weiter. Nach 1h40min begann es leicht zu nieseln, hörte dann aber zum Glück wieder auf, dafür zog dichter Nebel auf. Auf den letzten Metern vor dem Gipfel begann es dann zu regnen.
Somit bestand die Gipfelrast aus Goretex-Sachen anziehen und schnell wieder das Weite suchen - gesehen hat man eh keine 10 Meter weit!

Ziemlich steil ging es nun runter in Richtung Latscher Alm. Aufpassen war angesagt, denn der Weg war wegen der Nässe ziemlich rutschig. Unter einem dichten Baum machten wir noch einen kurzen Stopp, um unser Brötchen zu essen, dann gings weiter zur Latscher Alm. Unterdessen hatte der Himmel endgültig seine Schleusen geöffnet und durch strömenden Regen nahmen wir den erneuten Anstieg zur Tarscher Alm in Angriff!
Kurz vor dem Ziel lichtete sich der Nebel und der Regen hörte auf - uff! Trotzdem war alles nass und klamm! 

Gegen 14 Uhr erreichten wir die Tarscher Alm und von dort ging es mit dem Sessellift runter. Kalt wars! Unten angekommen, entledigten wir uns unserer nassen Sachen und mit Bus - Zug - Bus erreichten wir unseren nächsten Stützpunkt für die kommenden Tage, den Gasthof Neuratheis im Schnalstal! 
Obwohl der Wetterbericht für die nächsten Tage schwarz sieht, hoffen wir doch auf eine Wetterbesserung, denn momentan sinkt die Motivation immer mehr...

Manu


Die Morterer Alm auf knapp 1900m.
Ziel in Sicht. Links der Gipfel, rechts der Übergang.

Was für eine Aussicht ... mit Phantasie.
Es war regnerisch, kalt, neblig, rutschig. Könnte schlimmer sein.
Mysteriös ... 
Am Weg von Tarsch ins Schnalstal, wo es nun weiter geht in die Texelgruppe.

Und deeehnen. Und löööösen. Und deeehnen.

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