Frühstück gab es um 8 Uhr, noch einmal füllten wir unsere Energiespeicher, bevor es um 9 Uhr losging. Bei mir fehlte die Energie aber dennoch. Meine Füsse waren bleischwer und jeder Schritt eine Qual. Nach einer Stunde machten wir die erste Pause und es gab einen Traubenzucker. Anschliessend hat sich mein Körper wohl seinem Schicksal ergeben, denn nun ging es etwas einfacher den Berg hinauf! Immerhin verliessen wir auch bald die Waldgrenze und konnten das Gipfelkreuz des Stulser Hochwarts ausmachen - dort wollten wir nämlich rauf!
Allgemein war das Wetter heute sehr freundlich, trotz hohen Wolken waren die Gipfel mal nicht verhüllt!
Nach 2h45min erreichten wir den 2608m hohen Hochwart. Wir genossen kurz die Aussicht auf die Texelgruppe und die dortigen 3000er wie Seelenkogel oder Hohe Weisse. Ausserdem sahen wir, auf welchen Gipfeln wir in den letzten Tagen gewesen waren.
Dann setzten wir unseren Weg ganz gemütlich fort. Erst ging es ziemlich steil hinunter, dann schlängelte sich der Weg meist recht eben dahin. Nur zweimal gab es einen etwas mühsamen Aufschwung, den ich im Schneckentempo bewältigte!
Endlich gelangten wir zum letzten Aufschwung unterhalb der Schneeberghütte, die wir nach 6h ab Stuls erreichten. Es ist keine Hütte im konventionellen Sinn, denn hier war früher mal ein Bergwerk, wo Eisen, Blei und Silber abgebaut wurde. Es gibt noch viele Zeitzeugen, die herumstehen, alte Gebäude oder verrostete Waggons. Die Schutzhütte war das frühere Herrenhaus inklusive angebautem Gasthaus.
Gross war die Freude, als wir uns anmeldeten und ein Doppelzimmer zugewiesen bekamen (glaub das einzige, das es gibt). Nun steht einer angenehmen Nacht hoffentlich nichts mehr im Weg.
In der Sonne tranken wir ein alkoholfreies Weizen und stärkten uns mit einer kräftigen Suppe, ehe wir uns unter die Dusche stellten - auch auf diesen Komfort müssen wir hier nicht verzichten! Anschliessend gab es noch ein paar Rummy-Partien, ehe das Abendessen anstand. Es gab ein Viergängemenü, bei dem wir sowohl die Vor- als auch die Hauptspeise aus drei Angeboten wählen konnten. Gestartet haben wir mit dem Salatbuffet, gefolgt von leckeren Spaghettis. Nur war die Portion schon ziemlich gross. Als wir dann beim Hauptgang, bei den Spinatknödeln, ankamen, war der Magen schon ziemlich voll. Wir kämpften mit den Knödeln, aber nach 1.5 Knödeln gaben wir beide w.o.
Die Portionen waren allgemein viel zu gross und es wurden extrem viele Reste zurückgegeben. Schade, dass grad auf einer Berghütte nicht besser darauf geachtet wird, dass die Lebensmittel nicht so verschwendet werden...
Nach dem Essen zogen wir uns in unser Zimmer zurück und gönnen nun unseren müden Beinen und unseren vollen Mägen etwas Ruhe...
Manu

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