Dienstag, 10. August 2021

Tag 11 - Innerhütt > Rauhes Joch > Pfelders

Heute stand wieder eine ausgedehntere Tour auf dem Programm, weshalb wir auch gleich um 7:30 Uhr zum Frühstück gingen. Wir haben geplant, von Stuls mit dem Bus nach Innerhütt zu fahren und von dort über das Rauhe Joch nach Pfelders zu wandern.

Der Tag startete vielversprechend und um 7 Uhr waren die Gipfel wolkenfrei. Doch schon nach dem Frühstück sah das anders aus. Wie blieben aber bei unserem Plan und starteten um 8:20 von Stuls in Richtung Innerhütt.

Um etwa 8:45 Uhr konnten wir dann in Innerhütt starten. Zuerst folgten wir mühsam dem Weg 8, den wohl dort niemand geht, weil er so verwachsen ist. Dann zweigten wir ab und nahmen die kommenden 1450 Höhenmeter am Weg 8A und später 2 in Angriff.

Da der Weg so steil war, machten wir trotz unserer müden Beine rasch Höhemmeter und so erreichten wir schon nach knapp 1:30h die Abzweigung zum Weg 2 auf knapp 2.200m, wo die verfallene Imestalm steht. Dort waren Bauern gerade dabei zu heuen. Diese Leute leisten hier Schwerarbeit, denn Traktor kommt dort keiner hin. Ein Motormäher war das höchste der Gefühle. Das Heu wird anschließend über sehr lange Seilrutschen ins Tal befördert.

Wir legten kurz eine Pause dort ein und machten uns dann an den weiteren Aufstieg. Noch gut 750hm galt es zu überwinden, laut Wegweiser in 2:30h bis zum Gipfel. An einem Bach füllten wir die Wasserflaschen wieder auf, ehe wir kurz darauf die schönen Almwiesen verließen und ins schottrige Gelände auf ca 2700m kamen. Ab dort war dann auch Schluss mit Sonne, denn der Gipfel wollte unerkannt bleiben, leider. 

Da es aber nur mehr 200hm hinauf waren, gingen wir trotzdem weiter und standen kurze Zeit später nach insgesamt 2:45h vom Tal aus am Gipfel, wie immer im Nebel. Manchmal lichteten sich die Nebelfetzen und wir sahen ein wenig von der Umgebung. Schade, denn dort oben würde man einen tollen Blick zu Hohen Wilden und Weißen haben sowie auf die Gipfel der Ötztaler Alpen wie den Hochfeiler oder das Zuckerhüttl.

Nach gut 20 Minuten Pause entschieden wir uns für den Abstieg, aufmachen würde es wohl nicht (und so war es auch den ganzen Tag über).
Am Weg 44 angekommen, folgten wir diesem Abschnitt des Tiroler Höhenweges in Richtung Zwickauer Hütte, immer auf einer Höhe zwischen 2500 und 2600m bleibend. Der Weg ist dort sehr schön angelegt und bietet tolle Blicke in die Texelgruppe, wo sich die Gipfel besser zeigten.

Wir legten ein paar Pausen ein, aßen unsere Jause und genossen die Sonne und die Aussicht, ehe wie später zur Schneid Alm auf 2159m abstiegen. Dort gabs einen Holundersirup und Kuchen als Stärkung, damit wir die letzten 600hm ins Tal auch noch zügig schafften.

In Pfelders erreichten wir dann sogar einen früheren Bus und fuhren schon mal nach Moos. Dort mussten wir aber 30 Minuten warten, denn der Bus nach Stuls fährt nur einmal pro Stunde. Wir überbrückten die Zeit mit dem Genuss eines hausgemachten Eis aber ganz gut, würde ich sagen :-)

Nun freuen wir uns auf das letzte tolle Abendessen in der Pension Widmann und eine gute Nacht im Zimmer, ehe wir morgen aufbrechen, um in drei Tagen den Alpenhauptkamm nach Sölden zu überqueren. Da stehen wieder Hüttennächte an, und nicht jeder ist da ein Freund davon ;-)

Harald

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...