Sulden. Sonne. Wolken. Schnee. Schneeschauer. Graupel. Nebel. Regen. Sonne. Regen. Sonne. Martelltal. So ca. in dieser Reihenfolge. Die restliche Geschichte kann man sich denken. :-D
Für die, die es genauer wissen wollen, oder keine Phantasie haben:
Gestartet sind wir echt früh in Sulden. Angesagt war ein schöner(er) Tag mit Hochnebel und Restbewölkung sowie ab Mittag Quellwolkenbildung. Nachmittags bzw. abends eventuell Gewitter und Schauer. Gut zu wissen. Deswegen auch der frühe Start.
Zügig ging es dem Wanderweg entlang zuerst zur Talstation der Rosimbahn, wo wir dann dem Weg Nummer 11 ins Rosimtal folgten. Am Rosimboden auf ca. 2500m angekommen wurden wir eigentlich von freundlichem Wetter empfangen. Der Blick auf den Ortler war aber noch immer nicht gegeben, zu sehr hüllten ihn die Nebelschwaden ein. Teils erhaschten wir einen Blick auf die Königspitze, die tief winterlich verschneit war.
Eigentlich wäre der Plan an einem stabilen schönen Tag ja gewesen, die Vertainspitze zu erklimmen und von dort aus über das Rosimjoch in leichter Kraxelei auf die Schildspitze zu kommen, von wo aus ein Wanderweg ins Martelltal führt. Nachdem aber auch die Vertainspitze ihr Winterkleid angezogen hatte, war uns das zu heikel. Wir entschieden uns für Plan B und folgten dem neuen Ortler Höhenweg in Richtung Schöntaufjoch auf knapp 3.180m. Auch dieser Ausblick lies von unten erahnen, dass Schnee ein Thema sein wird.
Bis knapp 3000m kamen wir gut voran und es war trocken. Danach lag Schnee. Erst ein wenig, aber nach oben hin rasch zunehmend mehr. Das Wetter schlug zudem auch um und wir gingen meist im Nebel bzw. Graupelschauer. Der Weg an sich ist sehr schön angelegt, verlangt aber bei diesen Bedingungen absolute Trittsicherheit. Der Schnee war aber recht pappig und bot guten Halt, wenn man nicht gerade auf eine Felsplatte stieg.
So kämpften wir uns ins Joch hoch, Manu immer voraus am Spuren. Am Joch wurde dann aus ein wenig Graupel viel Graupel, was uns die Laune aber nicht verdorben hat. Zügig gingen wir die lange Querung an, wo noch so einige Schneefelder gequert werden mussten. Beim letzten davon stießen wir dann auf Spuren, die aber wieder kehrten. Dann kamen uns zwei junge Wanderer entgegen, die den Weg umgekehrt machen wollten. Wir rieten ihnen dann davon ab, da der Abstieg doch deutlich anspruchsvoller ist als der Aufstieg und einer der beiden im Schneefeld vor uns schon einige Mal ausrutschte, obwohl es gespurt war. Sie befolgten unseren Rat und drehten um.
Im Madritschjoch angekommen machten wir ein paar Fotos und setzten dann den Abstieg ins Madritschtal fort. Den Aufstieg auf den Gipfel der Schöntaufspitze ließen wir aus. Nebel hatten wir unten auch, dafür mussten wir nicht rauf.
Anfangs graupelte es noch, später fing es richtig an zu schneien, bis wir dann leider zu tief waren für Niederschlag in fester Form. Die Goretex Sachen mussten also montiert werden. So wanderten wir dann rasch weiter talwärts, den Hunger ignorierend. Ein lauschiges Plätzchen zum Essen unserer Brote hatten wir ja bis jetzt nicht gefunden :-P
Kurz oberhalb der Zufallhütte hörte es auf zu regnen und es kam sogar die Sonne raus. Deshalb entschlossen wir uns dazu, der Hütte noch einen Besuch abzustatten, für einen Tee (nach Jägerart) und Kuchen. Das wärmte und hob die Stimmung. Durch die Plimaschlucht ging es dann zum Parkplatz, wo wir in den Bus nach Martell stiegen. Kaum drinnen, fing es auch schon wieder an zu regnen.
Das nächste Ziel war unsere Unterkunft - das Hotel Waldheim, unser Stützpunkt der Wahl im Martelltal. Wir wussten nicht, wo wir untergebracht werden sollten, denn Alexander meinte, alles sei ausgebucht, aber er organisiert schon etwas. Zu unserem Glück konnten dann andere Gäste nicht anreisen, weshalb wir ein schönes Zimmer bekamen und uns gleich danach in der Infrarotkabine aufwärmem konnten.
Nach dem exzellenten Abendessen planen wir nun noch die Weiterreise und adaptieren uns. Das Wetter erfordert leider Änderungen ...
Harald
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| Blick ins Rosimtal zur Vertainspitze. |
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| V.l.n.r: Königspitz, Zebru, Ortler ... mit Vorstellungskraft. |
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| Die Hintere Schöntaufspitze wie im Winter ... also fast. |
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| Im Schnee angekommen. Hier geht der Weg weiter ins Joch. |
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| Teils war es noch ausgesetzt, aber gut machbar. |
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| Und plötzlich doch wieder. Die Sonne drückt, die Laune steigt. |
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| Blick zurück. Ab ca. 3000m lag Schnee. |
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| Endlich oben im Joch. Nun die Querung zum Madritschjoch. |
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| Der Altschnee darunter war glücklicherweise weich, so konnte man gut spuren. Grödel hätten wir sonst auch dabei. |
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| Irgendwie wurde das Wetter dann aber ganz "ieeeeeh". |
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| Noch im Regen kurz vor der Zufallhütte. |
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| Und dann plötzlich in der Sonne. |
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| Wir fühlen uns veräppelt. Jetzt ists sonnig? Für ca. 1h war das auch so. Dann wieder Regen. |

















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