Dienstag, 18. April 2023

18.04.2023 - Litle Galten Nordgipfel (827m) & Südgipfel (833m)

Am Morgen sollte das Wetter noch besser sein, erst gegen Mittag die Wolken wieder sinken. 
So starteten wir bereits um 08:30 Uhr unsere heutige Tour. Und tatsächlich, die Wolken verhüllten nur die hohen Berge. Unser heutiges Ziel war der Litle Galten, der Nachbargipfel des Storgalten, auf dem wir ja am Sonntag waren.

Bei unserem Start war weit und breit keine Menschenseele auszumachen. Die ersten 250 Höhenmeter kannten wir bereits, doch dann bogen wir nach links ab und in einem weiten Rechtsbogen ging es hoch auf den nördlichen Litle Galten. Nach gut 1h45min erreichten wir den Gipfel, auf dem bereits eine steife Brise wehte. Aber auch die Sonne setzte sich durch! Mehr, als wir zu wagen gehofft hatten! Im Tal konnten wir nun auch schon die ersten Gruppen ausmachen, die auf dem Weg zum Storgalten waren. Und es wurden immer mehr! 

Wir aber fellten ab und fuhren gut 550 Höhenmeter in die Senke ab - teils windbearbeitet, teils schwerer Pulver, aber im Grossen und Ganzen akzeptabel! Unten angekommen, fellten wir erneut auf. Diesmal spurte Harald Richtung Sattel zwischen Litle Galten und Storgalten. Vor uns die Menschenmassen - gut, hatten wir ein anderes Ziel! Nur eine Gruppe von sechs Italienern entschied sich ebenfalls für den Litle Galten. Sie versuchten direkt vom Sattel hinaufzugelangen, was aber anscheinend nicht so einfach war, da der Tourenleiter seinen Schützlingen irgendwas wild rumfuchtelnd zu verstehen geben wollte. So spurte Harald direkt westseitig auf den Gipfel hoch. Die italienische Gruppe fuhr dann ohne Gipfel ab. Vielleicht fanden sie auch den stürmischen Wind nicht so toll, der ziemlich um die Ohren pfiff! 

Wir hielten uns nur so lang wie nötig am Südgipfel auf - alles musste festgehalten werden und es war ziemlich zapfig. Zügig fuhren wir in die Senke ab. Der Schnee war bereits um einiges schwerer als bei der ersten Abfahrt und der Belag unserer Ski auch nicht mehr so gut beisammen. So wurde es zu einer Stop&Go-Abfahrt.
Nichtsdestotrotz fellten wir in der Senke nochmals auf - die letzte Skitour in Lyngen muss ausgekostet werden! 

Gleichzeitig mit uns starten noch drei der italienischen Gruppe, während der Rest der Gruppe bereits ins Tal abfuhr. Wir liessen die drei Männer recht schnell hinter uns, mussten sie noch lernen, wie man Spitzkehren macht. Erneut ging es auf den Nordgipfel des Litle Galten - das letzte Mal aber! Wieder begrüsste uns stürmischer Wind. Wir waren aber schon geübt drin im schnellen Abfellen. 

Ein letztes Mal gings durch den nunmehr echt mühsam fahrbaren Schnee hinunter und diesmal bis zum Auto. 1930 Höhenmeter wurden es nochmals - ganz nett für den Abschluss!

Dann ging es zu Kaffee und Brioche und einer Partie Rummy zurück ins Häuschen. Das Faulenzen am Nachmittag war verdient!

Manu











Montag, 17. April 2023

17.04.2023 - Stetinden (920m)

Die Nacht war regnerisch. Immer wieder zogen Fronten durch und es prasselte ans Fenster. Da der Wetterbericht sowieso nur über die Mittagsstunden etwas besseres Wetter ansagte, starteten wir entsprechend spät in den Tag. Erst gegen 10 Uhr fuhren wir los zum Ausgangspunkt.

Vor 5 Jahren wollten wir auch schon mal auf den Gipfel, brachen damals aber wegen Kälte, starkem Wind, viel Neuschnee und komplettem Whiteout am Sattel ab. Heute sollte nicht viel davon anders sein. Naja.

Gemeinsam mit 4 anderen starteten wir um etwa 10:30 zum Gipfel. Der Nebel hing etwa auf der Höhe des Sattels auf ca. 700m und wir wurden gleich am Start nass, da es leicht regnete. Naja. Draußen sein und sich bewegen war die Devise. Wir überholten unsere Mitstreiter gleich und hielten uns dann an die alte Spur, die gut auszumachen war, noch.

Im Becken unter dem Sattel berieten wir nochmal kurz und gingen dann weiter. Es gab mittlerweile Sicht in den Sattel und wir konnten die Wächten ausmachen, die wir meiden wollten. Also spurte ich hoch in den Sattel. Mittlerweile sah man keine Spur mehr und es lag etwas Neuschnee, der nach oben hin mehr werden sollte.

Am Sattel angekommen, zogen wir unsere Jacken an, denn es gab eine leichte Brise aus Südwesten. Man konnte aber anfangs den Gipfelhang ausmachen und mit der Karte und dem GPS orientierten wir uns. Die ersten Hänge waren problemlos zum Spuren und vor allem weit genug, sodass man nie aufpassen musste. Wenn eine Steininsel kam, gabs eine Kehre.

Nach oben hin wurde der Nebel dichter und der Hang schmäler. Von unten wusste ich noch, dass links der Grat überwechtet war und rechts wurde das Gelände steiler als 35 Grad. Also musste mir das GPS helfen. Lage, Richtung, ungefähre Distanz und dann Schritte zählen bis zur nächsten Kehre. Dann das gleiche weiter und weiter, bis wir oben waren. Runter sollte es dann ja an Hand der Spur einfach sein, zudem auch unsere Uhren den Track aufzeichneten.

Am Gipfel blieben wir etwas hinter der Kuppe. Wir konnten nicht genau ausmachen, wo der Gipfel "aus" war und die Wechte anfing. Sicher ist sicher.

Flott fellten wir ab und machten uns ready zur Abfahrt. Dann folgten wir der Spur bzw. dem GPS Track meiner Uhr. Und siehe da, nach zwei oder drei weiteren Kehren riss es auf. So sah also der Hang aus. Eh breit und schön zu fahren. Wir nutzten die Gunst der Stunde und zogen unsere Spuren runter bis zum Sattel. Nachdem dann die nächste Nebelbank drückte, fuhren wir gleich noch den Steilhang vom Sattel ab und waren dann wieder in Gelände mit Kontrast und unter den Wolken.

Im leichten Nieselregen ging es dann etwas mühsam über die Ebene zurück. Der Schnee bremste dort enorm. Ab dem Ende gings dann aber in gutem Hartschnee zurück zum Auto. Glücklich kamen wir dort wieder an, beide etwas überrascht, dass wir den Tag so gut nutzen konnten und sogar am Gipfel waren und Sicht in der Abfahrt hatten.

Harald









Sonntag, 16. April 2023

16.04.2023 - Storgalten (1.219m)

Da wir wussten, dass das Wetter heute umschlägt, in der Früh aber noch okay sein sollte, standen wir entsprechend zeitig auf (07:25 Uhr).

Heute stand der Storgalten auf dem Programm, mit dem wir noch eine Rechnung offen hatten. Bereits vor fünf Jahren hatten wir die Tour in Angriff genommen, standen aber nach gut 400 Höhenmetern in einem kompletten Whiteout. Wir gruben ein Schneeloch und warteten eine Stunde lang auf besseres Wetter, mussten aber schliesslich abbrechen. Heute sollte es aber der Gipfel werden! 

Mit dem Auto fuhren wir ein paar Minuten bis zum Ausgangspunkt der Tour, wo bereits zwei deutsche Gruppen à sieben Leute in Startposition standen. Ein Grund für mich, nicht wie geplant gemütlich loszugehen, sondern ein zügigeres Tempo anzuschlagen. Eine weitere Gruppe kam hinzu. Zwei davon liessen wir gleich hinter uns. Die dritte musste kurz pausieren, da ein Mitglied Probleme mit dem Fell hatte, deswegen seinen Ski auszog, irgendwas rumwerkelte und den Ski losliess, der dann schwupps den Hang runtersauste. Zum Glück für den Deutschen war Harald vor Ort und hat den Ski wieder mit nach oben gebracht. Ich hatte mittlerweile die Gruppe überholt und weiter gings. 

Das Wetter spielte noch gut mit, trotzdem spurten wir zügig dem Gipfel entgegen. Nach gut 2h15min hatten wir die 1200 Höhenmeter überwunden und standen als erstes am heutigen Tag am Gipfel. Wir verweilten jedoch nur kurz, da von Süden her bereits die Wolken Einzug hielten und schon einige Berge im Nebel steckten.

Die Abfahrt war recht gut, obwohl das Gelände ziemlich verspurt war. Bei einer Pause im Hang konnten wir dann noch 3 balzende Schneehühner beobachten, die sich nicht für uns interessierten. Warum wohl? Wir kamen an mindestens 50 (!!!) weiteren Gipfelstürmern (Menschen :-P) vorbei und waren froh, dass wir noch bei guter Sicht die Abfahrt machen konnten. Kurz vor 11:30 Uhr waren wir zurück beim Auto. 

So gab es mal ein verfrühtes "Kaffee & Kuchen" und drei Runden Rummy, bei denen ich kläglich versagte. Dann spazierten wir noch auf die "Nordlenangsnese", den nördlichsten Punkt der Halbinsel, auf der wir grade wohnen. Unterwegs sahen wir einen Elch - ansonsten war alles grau und nass. So waren wir froh, als wir nach gut einer Stunde wieder im Trockenen waren und ein verfrühtes Abendessen geniessen konnten!

Manu




Samstag, 15. April 2023

15.04.2023 - Fastdalstinden (1.275m) & Steinfjellet (1.121m)

Der Tag startete wie die letzten 5 auch: mit Sonne pur und strahlend blauem Himmel. Heute mussten wir unser AirBnB Häuschen verlassen, da wir weiter auf die Nordinsel von Lyngen fuhren. Deshalb starteten wir etwas früher in den Tag, um dann für den ostseitigen Aufstieg nicht allzu spät dran zu sein.

Fastdalstinden (1.275m)

So fuhren wir nach Rottenvika und starteten von dort unsere Tour. Zuerst ging es zügig steil bergauf durch die Trasse der Stromleitung, bevor wir auf etwa 400müM die lange Ebene erreichten, die uns zum Gipfel leitete. Vorbei an Rottenvikvatnet (See) ging es direkt auf den Gipfel zu, immer leicht rauf und runter, was uns schon im Aufstieg etwas nervte.

Am Ende vom See gab es eine Trinkpause, bevor wir die letzten 700Hm in Angriff nahmen. Und diese zogen sich. Wieder ein Gipfel mit einem sehr flachen Plateau, welches einfach nicht enden wollte. Irgendwann erspähten wir dann die ersten "Verfolger", die unserer Meinung nach aber extrem spät dran waren. Bei uns war es gerade angenehm weich zum Gehen. Wie das wohl bei denen war?

Im Aufstieg erspähten wir immer mehr von den hohen Gipfeln rundherum, so zB den Istinden mit dem Rottenvikbreen (Gletscher) darunter. Nach Norden hin sahen wir die hohen Gipfel rund um den Tafeltinden, welchen wir auch gut ausmachen konnten. Hinter uns lag der Fjord und all die Gipfel auf dessen anderer Seite.

Vom Gipfel aus genossen wir die Rundumsicht noch länger, schossen ein paar Fotos und schmiedeten an den Plänen für den restlichen Tag.

Es sollte der letzte richtig gute Tag werden, und den wollten wir nutzen. Wir beschlossen dann schnell südseitig abzufahren und den Firn zu genießen (dieser war super!) und dann die Ebene hinter uns zu lassen, solange sie noch hart war. In dieser tummelten sich unzählige Gruppen, die wohl alle auf Wasserskifahren stehen, denn sonst kann ich mir nicht erklären, warum man nicht früher für Firntouren startet.

Wir kamen gut über die Ebene und fuhren dann flott zum Auto ab, wo wir kurz nach 12 Uhr ankamen. 

Rasch wurde alles eingepackt und schon waren wir am Weg nach Lyngseidet, wo wir tanken mussten und Manu uns mit Zimtschnecken und Apfelsaft versorgte. Zwischenmahlzeit quasi. Weiter ging es dann nach Norden, nach Botn, von wo aus unsere zweite Tour startete.











Steinfjellet (1.121m)

Um etwa 13:30 kamen wir in Botn an und verpflegten uns einmal, während wir die Ski wieder auffellten und uns abmarschbereit machten. Nach den ca. 1230hm vom Vormittag standen nun nochmals ca. 1100hm am Plan. Rekorde bezüglich Zeit wollten wir aber keine mehr brechen.

Gemütlich gingen wir es also an und folgten den Aufstiegsspuren in Richtung Botnfjellet. Der Aufstieg dort war schweißtreibend, da er steil und voll in der Nachmittagssonne war, ohne nur einem Lüftchen. Oben angekommen, stärken wir uns und dann gingen wir den, wer hätte es erwartet, ewigen Gipfelhang an, der noch für 700hm zwischen uns und dem Gipfel lag.

Da der Gipfel leicht rechts von uns lag, man aber fast keine Höhe macht, zogen wir immer gleich nach rechts. Irgendwann wurde uns beiden das zu blöd und der rechte Oberschenkel jammerte auch schon, also legten wir eine Linkskehre ein. Half auch nicht viel, aber warum nicht? Platz hats dort ja.

Die wundervolle Aussicht zog uns aber förmlich an, denn vom Gipfel aus sah man nochmals die zentralen Berge der Lyngenalpen mit Gletschern und schneebedeckten Flanken. So lag der Store Lenangstinden mit seinen 1.625m direkt vor uns. Eine imposante Berggestalt kann man sagen. Das eindrucksvolle hier ist einfach, dass Gipfel vom Meer weg so hoch aufragen und auch Gletscher auf dieser Höhe zu finden sind. Man fühlt sich wie in den Alpen im Hochgebirge. Nur ohne Atemnot auf 1500m.

Nach etwa 2:30h erreichten wir den Gipfel und genossen die Aussicht. Was für eine Rundumsicht! Traumhaft. Unsere Mägen meldeten sich aber und es war schon spät am Nachmittag. So fuhren wir die breite Flanke ab und genossen den schönen Firn. Unsere Oberschenkel hatten aber nach ca. 2300hm am Tag genug. So waren wir dann froh, als wir wieder beim Auto waren.

Es folgte noch ein kleiner Umweg, um schöne Fotos von den Bergen zu machen, bevor wir dann weiter nach Nygårdstranda zu unserem neuen AirBnB Häuschen fuhren. Dort angekommen, waren wir dann beide erstmals völlig baff vom Haus. Wunderschön gelegen, offen und hell, schön eingerichtet. Hier kann man sich wohlfühlen, auch wenns mal regnen sollte.

Harald











Freitag, 14. April 2023

14.04.2023 - Kavringtinden (1.289m)

Der stürmische Wind der Nacht liess in der Früh nach und die Sonne strahlte wieder vom blauen Himmel. 

Für den heutigen Tag stand der Kavringtinden (1289m) auf dem Programm - mit anschliessender Option auf den Rørnestinden (1081m). 1700hm laut Routenbeschrieb. Aber es kam mal wieder anders als geplant!

Los gings von Lyngseidet - entlang eines Weges zu einer Skihütte. Meine Oberschenkel waren müde und so ging es nur langsam vorwärts. Den Gipfel mit den zerspurten Hängen hatten wir bereits im Blickfeld. Nach der Skihütte ging es dann ziemlich zügig bergauf - sollten doch noch weitere 1000hm bis auf den Gipfel überwunden werden. Obwohl wir erst gegen 09:20 Uhr starteten, waren wir mal wieder die ersten, die den Gipfelaufschwung in Angriff nahmen. Prophylaktisch montierten wir die Harscheisen, war es doch einfach angenehmer, so zu gehen. Wir hatten sogar unsere Pickel dabei, nur so zur Sicherheit - gebraucht wurden sie zum Glück nicht!

Entlang eines Grates ging es dann fast eben dem Gipfel entgegen - dann wechselten wir für die letzten paar Spitzkehren in die eisige und abgeblasene Nordseite, ehe wir kurze Zeit später am Kavringtinden standen. Die Oberschenkel jubelten - und auch unser Skifahrerherz, als wir in die Südostflanke schauten und noch unverspurtes Gelände sahen. Schnell wurde die Idee mit dem Rørnestinden umgeändert in die Idee, diesen Hang abzufahren, um dann nochmals aufzufellen und auf den Punkt 1275m zu steigen, da uns von dort eine weitere unverspurte Rinne anlachte. Warum mit der Masse gehen, wenn man die Einsamkeit geniessen kann? 

Viel zu schnell waren die ca. 700hm Firn in der Abfahrt vorbei. Dann hiess es auffellen und erneut gings hinauf - mein Deal mit meinen Oberschenkeln, dass sie heute nur 1700hm durchhalten müssen, war geplatzt. Waren es bis zum Punkt 1275m dann doch fast an die 2000hm. Sie mögen es mir verzeihen! 

Die von uns zuvor ausgespähte Rinne ging es dann hinunter. Der Schnee war schon wieder ein wenig angezogen, war die Rinne doch ostseitig ausgerichtet, dennoch war der Fahrspass vorhanden! Auch hier erreichten wir viel zu schnell die Ebene, wo wir erneut auffellen mussten - aber nur für rund 80hm und nicht mal einen Kilometer. Dann endlich gings nur noch abwärts. 

Glücklich, aber ausgepowert, erreichten wir nach 6h15min, 2050hm und 16km wieder unser Auto.
Schnell ging es noch einkaufen und dann zurück in unser Häuschen zu Pizza und Bier ;-)

Manu

Donnerstag, 13. April 2023

13.04.2023 - Sørfjelltinden (1.468m)

Der Tag startete strahlend blau. Keine Wolke zu sehen. Und der Wind hatte sich über Nacht auch gelegt. Ein wenig war davon noch zu spüren. Also folgten wir dem Plan und fuhren gen Süden, nach Overgård, von wo aus unsere heutige Tour auf den Sørfjelltinden startete. Anfangs stand noch ein Start von Kila aus am Plan, aber alles im Schatten aufsteigen wollten wir auch nicht. So wählten wir den Anstieg über die Westschulter.

Anfangs durch lichten Wald und dann einer Art Forststraße folgend, gewannen wir rasch an Höhe und standen schon nach 50min überhalb der "Baumgrenze", was wirklich gut ist. In mäßiger Steigung ging es dann über das Vidjit hoch zur Schulter des Sørfjelltinden. Das dauerte aber, denn die Weiten hier sind nicht zu unterschätzen.
Von der Schulter weg bis zum Gipfel sind es noch 150hm auf 1.5km Strecke. 

Schon am Gipfelplateau staunten wir nicht schlecht über den Pulver oben auf. So verging die kleine Reise zum Gipfel wie im Fluge. Oben angekommen, bestaunten wir die umliegenden Berge und machten für eine halbe Stunde Pause. Das Wetter war aber so toll und so meinte Manu, es würde sich ja nicht auszahlen, jetzt einfach abzufahren, wenn wir doch 40min Anreise hatten. 

Also entschlossen wir, die Nordwestrinne abzufahren und dann nochmals etwas anzusteigen, um den Firnhang zum Auto zu erwischen. Schon der flache Rücken bis zur Einfahrt in die Rinne war schön zu fahren mit gut drehendem Pulver. Dann fing der Spaß aber erst richtig an. Von oben bis unten Pulver vom Feinsten und kaum andere Spuren. Auf Höhe Forelvholet fanden wir quasi den ganzen Hang unverspurt vor. Die Entscheidung war dann einfach. Aus dem kurzen Gegenanstieg musste ein neuerlicher Aufstieg bis zum Gipfelplateau werden.

Wir querten also hoch zurück auf die Westseite, montierten die Felle und starteten quasi ein zweites Mal. Nochmals 800hm kamen dann dazu. 1450 hatten wir schon von davor. Aber es ging gut. Zwei Mal mussten wir aber eine Trinkpause einlegen, denn die Sonne brannte ziemlich herunter.

Nun nahmen wir schon früher die Einfahrt in die Rinne und genossen von oben bis unten nochmals hervorragenden Pulverschnee. Unten blickten wir wehmütig zurück, denn so viel unverspurter Hang war noch übrig, aber unsere Oberschenkel sagten nein. 

Also ab zum Auto. Wir querten auf die Westseite und konnten dann schönen Sulz genießen und kamen ohne große Mühen zurück zum Auto. So zügig wie sonst noch nie hier auf Lyngen. Nun waren wir hungrig und die Spaghetti riefen uns schon förmlich. Also nichts wie zurück und kochen. Mahlzeit.

Harald













17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...