Samstag, 15. Oktober 2022

15.10.2022 - Klettern im Vinschgau / Latsch

Nach der Rückreise in den Vinschgau legten wir noch einen Halt in Naturns ein, wo wir am Waldcamping für eine Nacht blieben, um nächsten Tag noch die Gneiswände des Latscher Klettergartens unsicher zu machen. Doch zuerst musste mich am Abend Manu beim Minigolf besiegen. Was für eine Schande für mich - und alles nur wegen eines Loches.

Naja, nächsten Tag am Fels war das Ganze vergessen und wir konzentrierten uns auf die Griffe und Tritte. Schon früh stiegen wir zu und stiegen in die ersten Routen ein. Und so schafften wir dann doch 9 Routen - alle aber an die 30 Meter lang. Nachdem es schon nach 16 Uhr war und unsere Finger schmerzten ging es zurück nach Latsch, wo wir in der Konditorei Helene eine gute Buchweizentorte verspeisten, ehe es dann über den Ofenpass zurück in die Schweiz ging.

Und gut war es, dass wir erst so spät fuhren. So leer wie zu dieser Abendzeit hatten wir den Pass noch beinahe nie für uns vorgefunden. Auch über den Flüela kamen wir zügig voran und so konnten wir uns schon vor neun Uhr abends mit einer Pizza vom Adler und einem Bierchen auf die Couch setzen und auf unsere schönen Ferien anstoßen.

Harald

Ungewohnte Ausrüstung: was soll man damit schon machen?


Die 16 am Loch 4 sollten gestrichen werden, dann passts doch schon besser.


Freitag, 14. Oktober 2022

13. & 14.10.2022 - Wanderung um die Drei Zinnen und dem Pragser Wildsee

Am Mittwochabend haben wir uns mit meinen Eltern in Innichen getroffen um gemeinsam zwei Tage in den Dolomiten zu verbringen. Geplant waren eine Wanderung um die Drei Zinnen und eine Wanderung um den Pragser Wildsee - quasi die Highlights der Dolomiten rund um Innichen.

Drei Zinnen

Am Donnerstag ging es schon früh rauf zum Rif. Auronzo, denn das Wetter war eigentlich nur vormittags gut angesagt. Und wir wollten die Drei Zinnen schon noch ohne Wolken sehen. Gemeinsam mit gefühlt hunderten anderen fuhren wir die Mautstraße rauf zum Rifugio und starteten unsere Wanderung am Südfuß der Drei Zinnen. 
Manu und ich waren ja vor etwa 5 Jahren schon einmal hier, ca. zur selben Jahreszeit. Damals waren wir beinahe alleine unterwegs und hatten unsere seelige Ruhe auf den Klettersteigen auf den Paternkofel und am Weg zurück rund um die Drei Zinnen. Nicht so an diesem Tag. Einige Reisebusse karrten noch mehr Leute hoch, die alle dieses Naturspektakel bewundern wollten.
Aber wie in so einigen Wanderführern geschrieben: wenn man diesen Flecken Natur erleben will, dann sollte man die Menschenmassen ausblenden und sich für die Zeit auf die Natur konzentrieren. Und so versuchten auch wir den Fokus auf die Gipfel der Zinnen zu legen und ließen uns nicht von den anderen Leuten stressen.
Gemütlich ging es dann über den Paternsattel vorbei an den Zinnen zur Drei Zinnen Hütte, wo wir eine Pause einlegten und dann auf der Westseite der Zinnen wieder zurückwanderten zum Auto. Begeistert von der Aussicht und Ansicht der Zinnen waren wir alle und stiegen mit einem Lächeln wieder ins Auto ein.
Am Weg zurück legten wir noch einen Stopp am Dürensee ein, wo es Kaffee und Kuchen für uns gab.









Pragser Wildsee

Am Freitag folgte eine kleinere Wanderung rund um den Pragser Wildsee mit einem Abstecher zur Grünwaldhütte, die sogar noch offen hatte. Da wir aber alle nachmittags wieder weiterfahren wollten, legten wir keine Pause dort ein, sondern wanderten zurück zum See und dann den Rest rundherum. Am Hotel gab es dann einen Kaffee und Kuchen und dann fuhren wir wieder zurück nach Prags, wo wir uns verabschiedeten und meine Eltern wieder ins Lavanttal aufbrachen und wir uns nach Westen in Richtung Vinschgau/Naturns weiterbewegten.







Mittwoch, 12. Oktober 2022

12.10.2022 - Klettern am Dürrenstein

Für heute haben wir uns wieder eine Kletterei ausgesucht mit einem gemütlichen Zustieg von ca. 45 Minuten. Gestartet sind wir von der Plätzwiese, die über das Pragser Tal errreichbar ist, aber nicht zwischen 10 und 15 Uhr. Da ist die Auffahrt verboten. Wir hatten aber sowieso Glück, denn neuerdings ist die Einfahrt in das Pragser Tal nur noch nach Voranmeldung und einer Reservierung des Parktickets möglich - in der Hauptsaison zumindest.

Nach dem Zahlen der Maut fuhren wir hoch zur Plätzwiese, wo wir unseren Bus neben einigen anderen Autos parkten und sortierten unser Zeug zusammen, ehe wir losstapften in Richtung Hotel Plätzwiese und später weiter zum Dolomiten Höhenweg, dem wir dann ein paar Minuten folgten, ehe wir steil nach oben abbogen und auf die Südwestwand des Dürrenstein zusteuerten.

In einingen engen Serpentinen ging es hoch bis zum Wandfuß. Von Südosten drückte schon die Sonne etwas durch, doch mussten zuerst noch einige Wolken weichen, bis wir wirklich in der Sonne klettern konnten. Ein paar Routen waren anfangs sogar noch leicht nass, weswegen wir etwas ausweichen mussten.

Je länger der Tag dauerte, desto mehr schmerzten unsere Finge aber destro trockener wurde auch der Fels und desto mehr drückte die Sonne durch, leider aber nie so ganz, sodass es immer recht frisch blieb. Gegen Ende hin waren dann ein paar tolle lange Routen aufgetrocknet und wir wagten uns noch an diese und wurden sogar noch mit Sonnenschein belohnt.

Fazit: traumhafter Fels in super Ambiente mit Blick zum Monte Cristallo und der Hohen Gaisl im Hintergrund. Da nimmt man den Zustieg von 45 Minuten sehr gerne in Kauf.

Harald

Die Hohe Gaisl im Hintergrund

Der Monte Cristallo

Die Wand des Dürrenstein





Wunderschöne Routen in traumhaftem Dolomit. Da schlägt das Klettererherz höher.

Vorstieg in der Route "Gandalf".


Am Abend wäre das perfekte Kletterwetter gewesen. Sonne und perfekte Temperaturen, aber wir mussten ins Tal.


Dienstag, 11. Oktober 2022

11.10.2022 -- Seekofel 2.810m vom Pragser Wildsee

Gestartet sind wir ganz gemütlich in den Tag und fast hatten wir sogar schon vom Morgen weg Sonne. Beim Frühstück schien sie dann schon in den Bus und wärmte uns bzw. trocknete das Aufstelldach ab.
Um 9 Uhr gings dann los in Richtung Pragser Wildsee, unserem Ausgangspunkt für heute.

Zuerst fuhren wir ganz hoch und staunten nicht schlecht, wie viele Autos schon auf den Parkplätzen standen. Beim letzten Parkplatz fuhren auch wir rein und sogleich wieder raus. 10 Euro für 3h, danach stündlich 50 Cent. Schöne "Abzocke". Der Platz darunter - ca. 500m Gehdistanz - kostete uns dann 6 EUR für den ganzen Tag. Deal.

Flotten Schrittes - es war mit knapp 7 Grad frisch im Schatten - ging es dann vorbei am See, wo sich schon sehr viele Leute tummelten. Wir steuerten direkt den Dolomitenhöhenweg Nr. 1 an, der uns als erstes in die Sonne brachte und dann weiter nach oben ins Nabige Loch. Dort zweigten wir dann steil rechts ab und folgten dem direkten Weg in den Ofenpass, von wo aus die Seekofelhütte einen Katzensprung entfernt ist, der Gipfel aber noch gut 430hm.

Manu witterte dann die Chance auf eine Zeit unter 2:30h und gab somit Gas. Ich versuchte dranzubleiben. Der Aufstieg ist anfangs steil und teils mit Ketten gesichert, da der Fels Babypopo glatt poliert ist. Also viel begangen der Weg. Wir überholten noch ein paar Leute und steuerten dann gerade auf den Gipfel zu, der noch weit entfernt am anderen Ende des Plateaus lag. Nach 2:29:30 standen wir dann am Gipfel.

Leider war das Wetter im Süden nicht so gut und so waren viele der tollen Dolomitengipfel in den Wolken. Während wir unsere Jause aßen, konnten wir aber dennoch einige Gipfel ausmachen und schwelgten in Erinnerungen, wo wir schon überall drauf standen oder eine Skitour gemacht hatten.

Mit den Daunenjacken ausgerüstet - es war windig am Gipfel - stiegen wir dann wieder in den Pass ab. Dort entschieden wir uns dann für eine direkte Variante ins Fosses Riedl (ein Sattel) um ein paar Höhenmeter zu sparen. Es sollten noch einige folgen. Dort angekommen waren 1:30h in die Gamsscharte angeschrieben, von wo aus wir dann wieder ins Tal absteigen konnten.

Und so folgten wir dem Weg 28, der uns unter dem Großen Jaufen vorbeiführte, wo wir schon mal mit Skiern drauf gestanden sind. Im Rücken hatten wir immer die Rotwand und die Hohe Gaisl, welche aber leider in den Wolken war. Auf und ab führte uns der Weg dann doch noch die Gamsscharte, wo unsere Uhren 1780hm anzeigten. Den Gipfel des Großen Rosskopfes ließen wir damit ausfallen, wir wollten ja zurück auch mal.

Steil ging es dann im Schotter ab in den Weißlahnsattel, wo wir aber auch zuerst wieder gegenansteigen mussten. Somit waren wir schon bei über 1800hm. Unter dem Herrstein ging es dann aber endlich direkt ab zum Pragser Wildsee. Man quert dann unter dem Herrstein Turm und dem Hauptgipfel. Was für eindrucksvolle Wände. Hoch über dem Pragser Wildsee sahen wir dann einige Boote am See und dahinter den Seekofel, wo wir noch ein paar Stunden davor waren.

Unter den 12 Aposteln querten wir die letzten Meter in ein Schotterfeld und gingen dann zügig ab zum See, wo nun die Hölle los war. Leute aus allen Herrenländern. Wir machten noch ein paar Fotos und steuerten dann den Parkplatz an, den wir dann nach 6:48h, 22.82km und 1860hm wieder erreichten.

Jetzt gings zurück zum Camping mit einem kleinen Stopp bei der Bäckerei, um für die Nachspeise heute zu sorgen. Und nach der Dusche gabs das wohlverdiente Abendessen und ein paar Runden Rummy zum Nachtisch, oder umgekehrt ;-)

Harald




















Montag, 10. Oktober 2022

10.10.2022 - Klettern im Rienztal

In der Früh war es noch ziemlich kalt und im Schlafsack kuschelig warm, darum standen wir erst kurz nach 8 Uhr auf. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und fuhren zum Dürrensee, welchen wir gestern an unserem Reise- bzw. Pausetag bereits zu Fuss umrundet hatten (waren auch nur 2.5 Kilometer). Eigentlich wollten wir beim Eingang zum Rienztal parken, dort ist aber eine Tagesgebühr von 15€ fällig und beim See parkt man im Moment gratis. So nahmen wir auch gerne den etwas längeren Fussmarsch in Kauf (5 Minuten xD). Heute war übrigens Klettern angesagt, die Schonfrist für unsere Finger war vorbei! Circa 40 Minuten dauerte der Anstieg durchs Rienztal bis zum heutigen Kletterspot. In der Früh war es noch teils sonnig, aber wir hatten das Pech, dass sich alsbald eine dunkle Wolke vor die Sonne schob und es darum auch nie richtig warm wurde. Und wir waren ja auch wieder auf 1600m unterwegs.

Gestartet hat Harald mit einer 5a namens "Alles wird gut" - laut Topo 35 Meter lang bis zum Zwischenstand. Der Zwischenstand kam aber bereits nach nicht einmal 20 Metern und so schickte ich Harald weiter. Allzuweit kam er aber nicht, da er in einer 7a steckenblieb - und mit kalten Fingern konnte er sich schlecht an den kleinen Griffen halten. Also wieder zurück zum Zwischenstand und runter zu mir. Als nächstes gings weiter mit einer 6a, einer 5c+ und einer 6b. Dann kletterte Harald solide eine 6b+ im Vor- und ich im Nachstieg. Nun suchte sich Harald eine noch schwierigere Route, eine 6c+. Nach zwei kleineren Stürzen erreichte er das Top und im Anschluss war ich gefordert bzw. ich war ziemlich überfordert. Irgendwie hangelte ich mich (inkl. vieler Pausen) dann doch empor und war dann ziemlich k.o. So gab es zum Ausklettern nur noch eine 5c. Immerhin war es bereits kurz vor 17 Uhr  und um 11 Uhr waren wir an der Wand.

Gemütlich gings zurück zum Büssli und dann nach Toblach auf den Camping, wo eine heisse Dusche und im Anschluss eine leckere Pizza auf uns wartete :-)

Manu

Samstag, 8. Oktober 2022

08.10.2022 - Rund um die Cima dei 12 Apostoli

Unsere Beine waren schon etwas müde von den Tagen davor, aber das Wetter sollte vor dem Umschwung noch einmal gut werden. So planten wir eine kleinere Wanderung zum Rif. dei 12 Apostoli und somit einer Umrundung der gleichnamigen Cima. 

Von der Malga Cioca sind es ja nur knapp 750 Höhenmeter zum Rifugio, also quasi nichts. Die Meter sind aber der Netto-Höhenunterschied. Wir sollten noch rausfinden, wie viele Täler man auf einer 1:50.000er Karte nicht genau ausmachen kann.

Weil wir ja mit weniger gerechnet hatten starteten wir gemütlich und fuhren los in Richtung Pinzolo und dem Ristorante Pra Rodont. Doch schon nach wenigen Minten stand da so ein blödes rundes Schild mit rotem Rahmen mit dem Zusatz "exclusivo autorizio" (oder so ähnlich). Manu hatte aber auf der Homepage des Restaurants gefunden, dass man mit dem Auto auffahren kann. Also suchten wir nach einer anderen Straße, aber alle in der Karte verzeichneten hatten ein Verbot drauf. In Pinzolo sah ich dann den Infopoint und ging dort mal rein. Der nette junge Herr telefonierte dann mit jemandem und meinte dann nur "you can drive, it is just a sign". Okay. Also warum nicht.

Nach 20 vergeudeten Minuten standen wir also wieder vor dem Schild und fuhren dann einfach vorbei. Ist ja nur ein Schild. Die Straße schlängelte sich dann ewig nach oben. Als wir beim Restaurant waren sahen wir noch keinen Wanderweg und auch keine Parkplätze, also fuhren wir einfach weiter. War ja kein Fahrverbot drauf. So gelangten wir dann bis auf ca. 1700m knapp unter die Malga Cioca, wo dann aber wirklich nochmals ein Schild stand und auch schon andere Autos parkten. Alles "Autorisierte" also, wie wir auch.

Wir stiefelten dann mit schweren Beinen los und kamen zur Bergstatiom Dos del Sabion, von wo aus man im Sommer die Wanderung starten kann. Nach fast 400hm rauf ging es dann 250hm runter. Naja, werdens halt 1000hm haben wir gedacht. Am Passo Bregn de l'Ors standen dann noch 2h angeschrieben bis zum Rifugio und diese knackten wir auch. Leider aber auch weiter unzählige Höhenmeter rauf und runter, denn der Weg war ein ständiges Auf und Ab.

Nach ca. 1.5h kamen wir oben an und waren schon vom Aufstieg überwältigt. Die schroffen Türme, der Ausblick auf die Cima Tosa, das Rifugio. Echt sehenswert. Wir legten unsere Pause ein und genossen bei herrlicher Aussicht die Jause und die warmen Sonnenstrahlen auf knapp 2500m. Los war einiges rund um die Hütte. So viele andere Wanderer haben wir die ganze Woche über nicht gesehen.

Wir stiegen dann über den Passo dei 12 Apostoli ins Val di Sacco ab und umrundeten so die Cima, in welche eine Kirche zum Andenken an die vielen Gefallenen gehauen wurde. 

Schon beim Abstieg kam es mir Spanisch vor, dass wir unter 1800m kamen. Der Pass war doch auf 1848m. Naja. 50m mehr. Was solls. Aber es ging wieder ständig auf und ab und so kamen wir recht erschöpft am Pass an und hatten doch wieder an die 1400hm gemacht. Jetzt mussten wir aber noch auf die andere Seite des Berges, was aber dann glücklicherweise doch gut höhehaltend ging.

So kamen wir dann nach gut 5:30h wieder beim Auto an. War also doch nicht so lange die Wanderung :-P

Da wir schön in der Sonne geparkt hatten lüfteten wir das Auto mal gut durch und stellten das Dach auf, damit die Feuchtigkeit mal raus konnte. Morgens war immer alles angelaufen innen, hatte es nachts doch nur so um die 7 Grad. Und da wir dann meistens gleich losfuhren, konnte das Dach nie gut austrocknen.

Während wir dann einen Apero machten und uns mit 3 Runden Rummy die Zeit vertrieben, konnte all unser Zeug gut austrocknen, sogar die Wanderschuhe, welche es dringend nötig hatten.

Zurück beim Camping gabs dann eine Dusche, bevor wir zum Abschluss unserer Zeit in der Brenta noch einmal ins Restaurant essen gingen - Pizza, was sonst :-D

Harald











17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...