Gestartet sind wir ganz gemütlich in den Tag und fast hatten wir sogar schon vom Morgen weg Sonne. Beim Frühstück schien sie dann schon in den Bus und wärmte uns bzw. trocknete das Aufstelldach ab.
Um 9 Uhr gings dann los in Richtung Pragser Wildsee, unserem Ausgangspunkt für heute.
Zuerst fuhren wir ganz hoch und staunten nicht schlecht, wie viele Autos schon auf den Parkplätzen standen. Beim letzten Parkplatz fuhren auch wir rein und sogleich wieder raus. 10 Euro für 3h, danach stündlich 50 Cent. Schöne "Abzocke". Der Platz darunter - ca. 500m Gehdistanz - kostete uns dann 6 EUR für den ganzen Tag. Deal.
Flotten Schrittes - es war mit knapp 7 Grad frisch im Schatten - ging es dann vorbei am See, wo sich schon sehr viele Leute tummelten. Wir steuerten direkt den Dolomitenhöhenweg Nr. 1 an, der uns als erstes in die Sonne brachte und dann weiter nach oben ins Nabige Loch. Dort zweigten wir dann steil rechts ab und folgten dem direkten Weg in den Ofenpass, von wo aus die Seekofelhütte einen Katzensprung entfernt ist, der Gipfel aber noch gut 430hm.
Manu witterte dann die Chance auf eine Zeit unter 2:30h und gab somit Gas. Ich versuchte dranzubleiben. Der Aufstieg ist anfangs steil und teils mit Ketten gesichert, da der Fels Babypopo glatt poliert ist. Also viel begangen der Weg. Wir überholten noch ein paar Leute und steuerten dann gerade auf den Gipfel zu, der noch weit entfernt am anderen Ende des Plateaus lag. Nach 2:29:30 standen wir dann am Gipfel.
Leider war das Wetter im Süden nicht so gut und so waren viele der tollen Dolomitengipfel in den Wolken. Während wir unsere Jause aßen, konnten wir aber dennoch einige Gipfel ausmachen und schwelgten in Erinnerungen, wo wir schon überall drauf standen oder eine Skitour gemacht hatten.
Mit den Daunenjacken ausgerüstet - es war windig am Gipfel - stiegen wir dann wieder in den Pass ab. Dort entschieden wir uns dann für eine direkte Variante ins Fosses Riedl (ein Sattel) um ein paar Höhenmeter zu sparen. Es sollten noch einige folgen. Dort angekommen waren 1:30h in die Gamsscharte angeschrieben, von wo aus wir dann wieder ins Tal absteigen konnten.
Und so folgten wir dem Weg 28, der uns unter dem Großen Jaufen vorbeiführte, wo wir schon mal mit Skiern drauf gestanden sind. Im Rücken hatten wir immer die Rotwand und die Hohe Gaisl, welche aber leider in den Wolken war. Auf und ab führte uns der Weg dann doch noch die Gamsscharte, wo unsere Uhren 1780hm anzeigten. Den Gipfel des Großen Rosskopfes ließen wir damit ausfallen, wir wollten ja zurück auch mal.
Steil ging es dann im Schotter ab in den Weißlahnsattel, wo wir aber auch zuerst wieder gegenansteigen mussten. Somit waren wir schon bei über 1800hm. Unter dem Herrstein ging es dann aber endlich direkt ab zum Pragser Wildsee. Man quert dann unter dem Herrstein Turm und dem Hauptgipfel. Was für eindrucksvolle Wände. Hoch über dem Pragser Wildsee sahen wir dann einige Boote am See und dahinter den Seekofel, wo wir noch ein paar Stunden davor waren.
Unter den 12 Aposteln querten wir die letzten Meter in ein Schotterfeld und gingen dann zügig ab zum See, wo nun die Hölle los war. Leute aus allen Herrenländern. Wir machten noch ein paar Fotos und steuerten dann den Parkplatz an, den wir dann nach 6:48h, 22.82km und 1860hm wieder erreichten.
Jetzt gings zurück zum Camping mit einem kleinen Stopp bei der Bäckerei, um für die Nachspeise heute zu sorgen. Und nach der Dusche gabs das wohlverdiente Abendessen und ein paar Runden Rummy zum Nachtisch, oder umgekehrt ;-)
Harald
Dienstag, 11. Oktober 2022
11.10.2022 -- Seekofel 2.810m vom Pragser Wildsee
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