Mittwoch, 3. April 2024

03.04.2024 - Kalvenwand (3.061m)

Nach einer Kälteperiode und massig Neuschnee im Süden entschieden wir uns recht spontan dazu, den Winter noch etwas zu verlängern und ins Martelltal zu fahren.
So reisten wir am Dienstagnachmittag an, um den als bewölkt angekündigten Mittwoch zur Akklimatisierung zu nehmen. Die Kalvenwand ist dazu mit seinen Hängen auch eine gute Wahl bei einem 3er, wie er ausgegeben war.

Da das Wetter vormittags bewölkt angekündigt war und die Temperaturen niedrig waren, frühstückten wir ganz gemütlich zur normalen Zeit um 7:30 Uhr und brachen dann nach Hintermartell auf. Um kurz vor 9 Uhr starteten wir dort.

Beim Aufstieg war es leicht neblig und immer wieder bewölkt. Da es aber schon einige Spuren hatte, fanden wir unseren Weg recht gut. Zudem hatte es so viel Schnee im Wald, dass man wirklich gut dem Wanderweg entlang gehen konnte. An der Pederstieralm machten wir kurz Halt und stiegen dann zum ersten Mal links von der Alm durch die Rinnen auf, da dort auch die Spuren drinnen waren.

Diese Spuren führten aber nur bis zu einigen Anhöhen über der Alm. Anscheinend hatte dort jemand gekehrt, als es tags davor noch eine Lawinenwarnstufe 4 war. Wir querten dann in den uns bekannten Aufstieg und mussten von dort weg eigentlich alles neu spuren. Es waren zwar noch die alten Spuren zu sehen, aber darin laufen konnte man nicht mehr.

Je weiter wir gen Gipfel kamen, desto mehr machte sich die Höhe bemerkbar und wir wurden langsamer. Manu kämpfte sich wacker nach oben, war es doch ihre erste große Tour nach 5 Wochen Trainingspause. 2:50h kamen wir am Gipfel an und waren erstaunt, dass es langsam die Nebel lichtete.

Wir fellten rasch ab und warteten noch ein wenig, denn es wurde immer besser von der Sicht her. So fuhren wir dann letzten Endes sogar in der Sonne ab und freuten uns oben über gut 400Hm Pulverhänge. Danach folgte ein etwas mühsamer Übergang zum Harsch. Wir suchten die nordexponierten Stellen und kamen so ganz gut zur Pederstieralm zurück.

Dort machten wir dann etwas länger Pause in der Sonne und genossen die Aussicht auf die hohen Berge auf der anderen Talseite. Wir aßen unsere Jause und warteten noch zu, bis der Harschdeckel gut aufgeweicht war. Dann fuhren wir recht angenehm durch den Wald ab und zurück zum Ausgangspunkt. 

Was für ein Glück mit dem Wetter! Besser hätte der erste Tag nicht laufen können.

Harald

Etwas diffuses Licht, aber gut zu gehen.

Der Gipfel ist in Sichtweite.

Die letzten Höhenmeter für Manu.

3.061m - Kalvenwand

Oben: Pulver gut :-)



Blick zur Vorderen Rotspitze und den Veneziaspitzen.

Blick in Richtung Zufrittspitze: Schnee hat es genug im Gebiet.


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