Da wir
heute in eine Südostroute einsteigen wollten, standen wir etwas früher als am Vortag
auf, wussten wir ja, wie heiss es in der Sonne werden kann! So waren wir bereits
um 09 Uhr beim Ausgangspunkt unserer heutigen Route, der nur etwa fünf Fahrminuten
von dem Campingplatz entfernt liegt, auf dem wir die letzten zwei Nächte verbracht
hatten. Wir montierten unsere Klettergurte und rüsteten uns je mit einem
kleinen Rucksack aus – diese wollten heute auf die Route mitgenommen werden! Steil
bergauf ging der Pfad, der uns zum Arête de Corte führte. Nach gut einer halben
Stunde erreichten wir den Einstieg der heutigen Route – ein Meer aus Tafonis
erwartete uns!
Da die Seillängen
mit maximal 40m angegeben waren und beim Absichern viel Eigeninitiative gefordert
war, begnügten wir uns mit dem 30m Einfachseil, konnten die Stände ja flexibel
gesetzt werden. Ich startete in die erste Steillänge und erfreute mich über die
bizarren Felskreationen! Bei einem Baum setzte ich den ersten Stand und
sicherte Harald nach. So kletterten wir abwechslungsweise die sieben Seillängen
und waren nach gut 1h20min am Ende des gesicherten Grates angelangt. Eine
einfache, aber wirklich schöne Kraxelei! Nur die Friends hätten wir im Auto
lassen können, war es doch wirklich nicht von Nöten, einen von diesen zu setzen!
Fürs
Abseilen hatte Harald noch die Rapline in petto, welche wir mit unserem Seil
verknoteten und so die 25m und 30m Abseilstellen schnell überwinden konnten. Zu
Fuss ging es dann wieder steil hinunter und so erreichten wir nach gute drei
Stunden (ab Start) wieder das Auto.
Unsere
Reise führte dann weiter in Richtung Süden – Corte stellte ja nur einen kurzen Zwischenstopp
dar! Das Ziel war weiterhin der Bavellapass. Doch es war schon nach Mittag und
unsere Mägen knurrten. So stoppten wir im Küstendörfchen Ghisonaccia und assen
bei Barneys einen Salat mit Hühnchen. Gesättigt ging es weiter und gegen 14:30
Uhr erreichten wir den Camping für die heutige Nacht – den U Ponte Grossu. Wir suchten
uns gleich ein Plätzchen, was bei der Grösse gar nicht so einfach war, und
fuhren dann weiter zur Polischellu-Brücke in Richtung Bavellapass. Früher
konnte man überall am Strassenrand parken, aber praktisch alle Parkbuchten sind
nun versperrt – dafür gibt es einen grossen Tagesparkplatz für 5 Euro. Den nahmen
wir aber nicht, sondern fuhren nach der Brücke noch 700m weiter und fanden dort
eine gute Parkmöglichkeit (eigentlich suchten wir nach einer Möglichkeit, um zu
wenden). An der Strasse gings dann bewaffnet mit Badehose bzw. Bikini zurück
zur Brücke, wollten wir doch die Polischellu-Schlucht hinaufwandern, was auch
Wasserkontakt zur Folge haben könnte. Aber über den zweiten Wasserfall kamen
wir nicht hinaus – zumindest ich nicht. Für mich waren die rutschigen Steine
eine ziemliche Herausforderung und das Umgehen der Wasserfälle an steilen
Hängen fand ich auch nicht so prickelnd. Harald ist dann noch weiter zum dritten
Wasserfall, aber für mich war es dann auch schon genug und so schauten wir dann
einer Canyoning-Gruppe zu, ehe wir wieder zurück zum Auto gingen.
So waren
wir dann kurz vor 17 Uhr zurück beim Camping und nach der wohltuenden Dusche
gabs ein Rummy und im Anschluss Wraps und dann einen gemütlichen Abend im Büssli
:-)
Manu












Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen