Dienstag, 7. Oktober 2025

07.10.2025 – Genusskraxelei auf den Punta Zurmulu (V+)

Da wir heute in eine Südostroute einsteigen wollten, standen wir etwas früher als am Vortag auf, wussten wir ja, wie heiss es in der Sonne werden kann! So waren wir bereits um 09 Uhr beim Ausgangspunkt unserer heutigen Route, der nur etwa fünf Fahrminuten von dem Campingplatz entfernt liegt, auf dem wir die letzten zwei Nächte verbracht hatten. Wir montierten unsere Klettergurte und rüsteten uns je mit einem kleinen Rucksack aus – diese wollten heute auf die Route mitgenommen werden! Steil bergauf ging der Pfad, der uns zum Arête de Corte führte. Nach gut einer halben Stunde erreichten wir den Einstieg der heutigen Route – ein Meer aus Tafonis erwartete uns!

Da die Seillängen mit maximal 40m angegeben waren und beim Absichern viel Eigeninitiative gefordert war, begnügten wir uns mit dem 30m Einfachseil, konnten die Stände ja flexibel gesetzt werden. Ich startete in die erste Steillänge und erfreute mich über die bizarren Felskreationen! Bei einem Baum setzte ich den ersten Stand und sicherte Harald nach. So kletterten wir abwechslungsweise die sieben Seillängen und waren nach gut 1h20min am Ende des gesicherten Grates angelangt. Eine einfache, aber wirklich schöne Kraxelei! Nur die Friends hätten wir im Auto lassen können, war es doch wirklich nicht von Nöten, einen von diesen zu setzen!

Fürs Abseilen hatte Harald noch die Rapline in petto, welche wir mit unserem Seil verknoteten und so die 25m und 30m Abseilstellen schnell überwinden konnten. Zu Fuss ging es dann wieder steil hinunter und so erreichten wir nach gute drei Stunden (ab Start) wieder das Auto.

Unsere Reise führte dann weiter in Richtung Süden – Corte stellte ja nur einen kurzen Zwischenstopp dar! Das Ziel war weiterhin der Bavellapass. Doch es war schon nach Mittag und unsere Mägen knurrten. So stoppten wir im Küstendörfchen Ghisonaccia und assen bei Barneys einen Salat mit Hühnchen. Gesättigt ging es weiter und gegen 14:30 Uhr erreichten wir den Camping für die heutige Nacht – den U Ponte Grossu. Wir suchten uns gleich ein Plätzchen, was bei der Grösse gar nicht so einfach war, und fuhren dann weiter zur Polischellu-Brücke in Richtung Bavellapass. Früher konnte man überall am Strassenrand parken, aber praktisch alle Parkbuchten sind nun versperrt – dafür gibt es einen grossen Tagesparkplatz für 5 Euro. Den nahmen wir aber nicht, sondern fuhren nach der Brücke noch 700m weiter und fanden dort eine gute Parkmöglichkeit (eigentlich suchten wir nach einer Möglichkeit, um zu wenden). An der Strasse gings dann bewaffnet mit Badehose bzw. Bikini zurück zur Brücke, wollten wir doch die Polischellu-Schlucht hinaufwandern, was auch Wasserkontakt zur Folge haben könnte. Aber über den zweiten Wasserfall kamen wir nicht hinaus – zumindest ich nicht. Für mich waren die rutschigen Steine eine ziemliche Herausforderung und das Umgehen der Wasserfälle an steilen Hängen fand ich auch nicht so prickelnd. Harald ist dann noch weiter zum dritten Wasserfall, aber für mich war es dann auch schon genug und so schauten wir dann einer Canyoning-Gruppe zu, ehe wir wieder zurück zum Auto gingen.

So waren wir dann kurz vor 17 Uhr zurück beim Camping und nach der wohltuenden Dusche gabs ein Rummy und im Anschluss Wraps und dann einen gemütlichen Abend im Büssli :-)

Manu














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