Mittwoch, 15. Oktober 2025

15.10.2025 - Capu Borba (2.305m)

Es regnete am Vorabend noch, dann lockerte es langsam auf über Corte. Unser Plan zum Sportklettern im Restonicatal stand also noch. Doch als es am Morgen um ca. 6 Uhr nochmals regnete, war die Hoffnung dahin. Also umplanen.

Wir schliefen aus und fuhren nach dem Frühstück schon los in Richtung Haut-Asco, auf der Nordseite des Monte Cinto. Dort sollte das Wetter schon besser sein laut Prognose. Und so war es dann auch. Als wir bei Ponte Leccia in Richtung Asco fuhren, gab es schon blauen Himmel. Die Idee war nun, dass wir die zwei Wanderungen einen Tag früher machten und es dann nochmals zum Sportklettern zurück nach Corte geht. So viele Kilometer sind das ja auch nicht.

Kurz nach Asco hielten wir, um unsere Wanderung zur Bergerie de la Tasinetta zu starten, von wo wir weiter zur Bocca di l'Ondella und auf den Monte Corona wollten. Doch dieser Ausflug endete nach 100 Metern bei der Brücke über den Stranciacone. Jagd- und Wildschutzgebiet. Zugang von 21. September bis zum 21. Juni nicht gestattet. Nachdem wir auch bei uns Wildruhezonen usw. respektieren, machten wir also kehrt.

Weiter gings mit dem Auto ca. 1km der Straße entlang, bis wir zur Brücke über den Rau. de Manica kamen. Dort parkten wir am Straßenrand und starteten Versuch Nummer 2. Immer dem Fluss entlang ging es bis zur alten Bergerie de Manica, wo der Weg dann den Fluss überquert und man in fast direkter Linie zur Bocca Borba kommt. Bis zur Bergerie und kurz danach sahen wir 8 (!!!) Feuersalamander am Weg. Welch schöne Tiere.

Als wir aus dem Wald kamen war unser Gipfel in der Sonne, der Monte Cinto aber wolkenverhangen. Auf der anderen Talseite sahen wir den Pass und den Monte Corona in der Sonne. Wir mussten aber im Schatten gehen. Na toll.

Es ging aber flott voran, auch über die durchaus schwierigeren Stellen in der Steilstufe, und so standen wir alsbald in der Bocca und somit vor einer Geröllhalde, die zum Gipfel führt. Wir quälten uns dort hoch, mittlerweile mit etwas Wind im Rücken. Nach gut 2h30min hatten wir die 1370hm geschafft und suchten ein windstilles Plätzchen, um unsere Jause zu genießen.

Da der Wind nicht nachließ und auch die Sonne zunehmends verschwand, stiegen wir bald wieder ab. Nach gut 2h kamen wir beim Auto an und waren glücklich, doch eine so lange Tour gemacht zu haben bei dem Wetter. Unsere Beine waren jedenfalls müde.

Wir fuhren weiter in Richtung Haut-Asco, zum Camping Monte Cinto. "Ouvert" stand am Schild, welches bei der Straße stand. Beide waren wir happy. Also doch keine Nacht am Parkplatz des Skigebiets, denn wir vermuteten, dass der Camping schon zu hat. An der Rezeption war mal niemand und die Türen waren verschlossen. Bei den Duschen stand aber, dass ab 16:30 Uhr geöffnet sei. Also beschlossen wir mal, einen Platz zu suchen. Ein anderer Camper war auch dort.

Ein lauschiges Plätzchen gefunden, packten wir das Rummy aus, richteten den Apero und spielten ein paar Runden. So war es dann bald 17:45 Uhr, es kamen ein paar Campingbusse und fuhren wieder. Die Rezeption machte aber nie auf. Na gut. Also doch nicht "offen". Wir blieben dann aber, wuschen uns am Brunnen und kochten dann das Abendessen. 

Abends wurde es deutlich kühler und mit all der feuchten Luft im Bus vom Kochen liefen unsere Fenster an. Also starteten wir mal unsere Standheizung, kam sie doch sowieso schon lange nicht mehr zum Zug. So konnten wir innen alles abtrocknen, bevor wir uns zum Schlafen richteten.

Gute Nacht,
Harald

Edle Tiere am Wegrand: Feuersalamander.

Die zwei "Wegwagl" machen wohl ein Rennen.

Herbst unter dem Monte Cinto.

Hug a Tree! Korsische Kiefern (Schwarzkiefer) werden bis zu 800 (!) Jahre alt.


Die Geröllhalde zum Schluss.

Das wäre die andere Talseite gewesen, wo wir eigentlich hin wollten.

Etwas kühl am Gipfel, aber wir sind glücklich.

Dann macht es wieder zu und wir steigen ab.

Und genießen noch etwas den Herbst und seine Farben.

Dusche gefällig?



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