Freitag, 10. Oktober 2025

10.10.2025 – Monte San Petru (1400m)

Die Finger wollten heute geschont werden – nach vier Klettertagen hatten sie auch das Recht dazu! Darum stand heute eine Wanderung auf dem Programm. Da das Wetter morgens bewölkt sein sollte und je länger der Tag, desto besser werden sollte, starteten wir wieder gemütlich in den Tag und fuhren gegen 9 Uhr los auf den Bavellapass. Dort erwartete uns richtig garstiges Wetter – es nieselte, die Berge waren komplett im Nebel und zusätzlich wehte ein ungemütlicher Wind. Und der Wetterbericht versprach nun auch nicht mehr sonderliche Besserung in den nächsten Stunden. So war die Entscheidung schnell getroffen, dass wir unsere Wanderung nicht wie geplant machen werden. Stattdessen schauten wir, welche Möglichkeit wir in Küstennähe hatten, da alle hohen Berge im Nebel waren.

So fuhren wir wieder vom Bavellapass runter und weiter zum Col de St. Eustache auf knapp 1000m, welchen wir nach gut 40 Minuten Fahrt erreichten. Die Strasse war wieder gesäumt von Kurven und so war das Tempo eher limitiert. Auf dem Pass war der Wettercharakter um einiges freundlicher und wir montierten unsere Trekkingschuhe und schon ging es los in Richtung Monte San Petru. Auf dem Wegweiser standen 2h angeschrieben, doch laut Rother-Wanderführer waren es nur knapp 400hm und 4km. Das ging für uns gut in einer Stunde. Der Hauptgipfel konnte in einer kurzen Kraxelei erklommen werden, was das „Schwierigste“ an dieser Wanderung war! Jedoch wehte ein kräftiger Wind, weshalb wir uns ein windgeschütztes Örtchen suchten, wo wir unsere Jause geniessen konnten, schrie der Magen doch schon wieder nach Essen! Nachdem wir ihn besänftigt hatten, gings zurück zum Auto. Der Bavellapass lag weiterhin in einem dichten Wolkenmeer und wir konnten sogar Regenschauer erahnen, die im Gebirge niederprasselten – gut, waren wir in Küstennähe! Der Rückweg ging gleich zackig wie hinauf, obwohl wir beim Col de Velica in Richtung Foci Stretta gingen und somit einen kurzen Umweg in Kauf nahmen, dafür mussten wir nicht genau den gleichen Weg zurückgehen.

Es war kurz vor 13:30 Uhr, als wir wieder beim Auto waren. Wir wollten dann nicht schon gegen 14 Uhr beim Camping sein und beschlossen darum, noch einen Umweg über Propriano zu nehmen, was an der Küste liegt. Die Hoffnung bestand, dort noch ein Eis zu ergattert! Zügig gings voran, da es wieder eine L-Strasse war, die besser ausgebaut und somit schneller befahrbar war. Jedoch hatten wir nicht mit den korsischen Arbeitern gerechnet, die mit 50km/h in der Gegend rumtuckerten und bei den doch kurvigen Strassen nicht zu überholen waren! Nun gut, wir kamen dann irgendwann auch in Propriano an und da wir direkt in Strandnähe einen Parkplatz fanden und es 28°C hatte, war der Plan natürlich naheliegend, noch schnell ins Meer zu gehen. Also Bikini bzw. Badehose montiert und schon stand dem Plan nichts mehr im Weg, wäre da nicht das kalte Wasser gewesen. Harald war hart im Nehmen und stürzte sich schon nach kurzer Zeit todesmutig in die Wellen. Bei mir ging alles dreimal so lang, aber schliesslich tauchte ich dann doch unter. Nachdem wir ein paar Züge geschwommen sind, gings zurück an den Strand, wo wir uns kurz auftrocknen liessen, ehe es zurück zum Auto ging. Nachdem wir uns umgezogen hatten, schlenderten wir durch das Städtchen, wobei die meisten Restaurants geschlossen waren. Bei einem Bistro, das sowohl Eis als auch Crêpes anbot, liessen wir uns schliesslich nieder und gönnten uns ein Eis – bei dem heissen Wetter die richtige Wahl!

Anschliessend gings zurück nach Zonza, wobei wir unterwegs in einem Carrefour einkaufen gingen. Erst mussten wir einen Umweg fahren, bis wir die Einfahrt fanden, dann dauerte der Einkauf wieder gefühlt eine Stunde, da wir erneut eine halbe Ewigkeit an der Kasse warten mussten. Immerhin ging die Fahrt zurück recht zackig und so waren wir bereits kurz nach 17 Uhr wieder auf dem Camping. Nachdem wir das ganze Meersalz bei einer warmen Dusche abgespült hatten, gabs eine Runde Rummy und dann das Abendessen.

Nun planen wir die nächsten Tage und hoffen, dass das Wetter weiterhin mitspielt!

Manu

Wie auch immer man dort überhaupt mit dem Fahrzeug hinkommen soll.

Schöne Natur und schöne Stimmung.


Hier ist das Wetter gut, etwas windig, aber sonnig.

Am Pass schauts hingegen nicht so rosig aus.

Der Gipfel des Monte San Petru

Unser Pauseplätzchen.

Die Wegweiser muss man fast suchen, so klein sind sie.

In Propriano schauen wir etwas das Städtchen an.

Und verputzen dann ein Eis :-)


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