Die Nacht war ziemlich
frisch und am Morgen waren wir froh um das Öfeli, welches ziemlich schnell
Wärme in den Camper brachte! Immerhin war es mal nicht neblig. Wir beeilten uns
heute mal, da wir erst noch eine Fahrt von gut einer Stunde vor uns hatten.
Luftlinie sind es vielleicht 10 Kilometer vom Schwarzsee bis zum Ort ‚Im Fang‘,
unserem heutigen Ausgangspunkt, aber auf der Strasse waren es dann doch fast
60km. Um 08:30 Uhr düsten wir dann los. In Plaffeien legten wir noch einen
Einkaufs-Stopp ein – Verpflegung für die nächsten zwei Tage musste her!
Entlang des Lac de la
Gruyère führte unser Weg weiter, vom See sahen wir aber nicht viel, da er sich
unter einer dichten Nebelschicht versteckte! Den Nebel liessen wir aber bald
hinter uns, vorbei gings an Charmey, welches wir ja noch vom Vortag kannten!
Dann erreichten wir den Weiler Im Fang auf 922m. Wir zogen uns warm an und
radelten dann los – Ziel war die Alp Schänis auf 1425m. Zwar wussten wir, dass
die Strasse zur Alp auch normal befahrbar ist, jedoch hätten wir nicht gedacht,
dass sie so stark befahren ist! Die Strasse war auch ziemlich schmal mit
wenigen Ausweichmöglichkeiten – und einige Autofahrer/innen können einfach
nicht überholen! So war die Stunde Fahrt bis nach Schänis recht mühsam! Der
Parkplatz war dann auch überfüllt. Wir ketteten unsere Bikes bei der Alp an und
wanderten dann gemütlich auf den 2146m hohen Cheval Blanc. Leider war es heute
etwas diesig, so dass wir die hohen Berge nur schemenhaft erkennen konnten.
Weiter gings auf das benachbarte Hochmatt auf 2151m. Dort gönnten wir uns dann
eine Pause und assen unsere Brötchen. Und fragten uns, warum manche Leute so
rücksichtslos sind. Wir setzen uns ziemlich abseits des Weges hin,
nichtdestotrotz kamen immer wieder Leute in nächster Nähe an uns vorbei und es
war ein Wunder, dass sie uns nicht noch auf die Füsse trampelten!
Zurück ging es dann
über die Alp Hochmatt und dann einem Forstweg entlang wieder zurück zur Alp
Schänis. Die Abfahrt mit dem Bike war kurz und wir waren froh, dass wir uns gut
angezogen hatten, denn kaum verlässt man die Sonne, wird es wieder kühl! Es war
erst 15 Uhr, als wir zurück beim Auto waren – endlich einmal etwas früher! Wir
entschieden uns dann nach langem Hin und Her, dass wir nicht auf dem Jaunpass
auf den Camping gehen, sondern runter nach Zweisimmen fahren. Dort ergatterten
wir dann einen der letzten freien Plätze – die Dame an der Rezeption meinte,
sie arbeite seit 40 Jahren hier und noch nie sei im November so viel los
gewesen!
Wir verköstigten dann
auch gleich das Simmentaler Bier und zum Znacht gibt es nun eine Asia-Pfanne
und ein Schlückchen Rotwein! Wir wollen es uns ja gutgehen lassen 😊
Manu
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Aussicht auf die Gastlosen-Nordseite. Leider etwas diesig.
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Der Aufstieg auf den ersten Gipfel war teils recht steil, aber schön zu gehen.
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Aussicht vom Gipfel auf die Gastlosen.
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Der Übergang vom Cheval Blanc zum Hochmatt folgt dem Grat.
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Gegen Süden und somit ins Wallis sah man eigentlich gar nicht.
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Röstigraben: links der deutschsprachige Teil von Freiburg, rechts der französischsprachige Teil.
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Am Ende wurde es doch noch etwas klarer.
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