Für den heutigen Tag hatten wir uns mal wieder etwas Längeres ausgesucht – gut 35km und 1900 Höhenmeter sollten es werden. Zum Glück aufgeteilt in Biken und Wandern.
Aufgestanden sind wir
um 07:30 Uhr. Draussen war es eisig kalt, es lag sogar Frost (auch auf unseren
Velo-Sätteln ☹). Unser Ofen spendete glücklicherweise
ziemlich schnell Wärme und so konnten wir gemütlich frühstücken und unseren
Cappuccino trinken.
Kurz nach 9 Uhr ging
es direkt vom Campingplatz aus los – erst noch dick eingepackt mit Handschuhen
und warmer Jacke. Aber nachdem wir die ersten zwei Kilometer in der Ebene
zurückgelegt hatten und es anschliessend zu steigen begann, entledigten wir uns
ziemlich schnell allen überflüssigen Kleidern. Über Grubenwald und Hofstetten
ging es ziemlich zügig hinauf. Harald jammerte ein bisschen, da ihm der Rücken
und anderes schmerzte. Naja, da musste er eben durch – von nichts kommt nichts 😊! Nach
950 Höhenmetern erreichten wir den Meieberg. Dort legten wir eine kurze Pause
ein, bevor es für 250 Höhenmeter zügig hinabging. Der Weg führte unter dem
Niderhore durch, an dessen Südwänden mehrere Kletterrouten nach oben führen.
Wir waren heute aber nicht zum Klettern da, sondern setzten unseren Weg fort,
denn weitere 200 Höhenmeter standen an, bevor wir auf 1800m eine Alp
erreichten, bei der wir unsere Bikes anketteten.
Zu Fuss ging es dann
weiter in Richtung Gipfel. Da der Weg hauptsächlich nordseitig war, war es
teilweise noch gefroren oder auch rutschig. Doch wir passten gut auf und nach
einer Stunde erreichten wir das 2.280m hohe Seehore. Zwei andere Wanderer waren
bereits am Gipfel, den sie auch für sich beanspruchten und sich in einer
Lautstärke über Gott und die Welt unterhielten. Da die Fernsicht nicht so gut
war (die hohen Berge waren wolkenverhangen), stiegen wir vom Gipfel ab und
suchten uns anderswo ein sonniges Plätzchen, wo wir unsere Brötchen assen. Da
wir wussten, dass noch ein ziemliches Stücken Weg vor uns lag, machten wir uns
alsbald wieder an den Abstieg. Runter brauchten wir etwa gleich lang wie hoch.
Vorsicht war angebracht! Ohne grössere Zwischenfälle erreichten wir unsere
Bikes.
Nun verliessen wir das
erste Mal die asphaltiere Strasse – ein breiter Wanderweg führte uns am Seebergsee
entlang zum Bergrestaurant Stierenseeberg, welches aber nicht mehr bewirtet
war. Nun wurde der Weg zunehmende schlechter – steil, eng und vor allem
matschig ging es noch einmal auf 1987m hoch. Wir schoben unsere Bikes, die
Reifen wurden zu Schlammmagneten, die Bikes immer schwerer. Ausser Atem
erreichten wir den Sattel, von dem es dann nur noch bergab ging. Teilweise
mussten wir nochmals schieben (vor allem ich 😊), aber grösstenteils konnten wir nun fahren.
Nachdem wir die Alp Hinter-Chumi passiert hatten, wurde der Weg wieder breiter
und nach weiteren 300 Höhenmetern sogar asphaltiert. So bretterten wir zurück
zu unserem Camping um die Bikes vom Schlamm zu befreien und wo diesmal Harald
seine Hinterbremsen austauschen musste. Ich kümmerte mich zwischenzeitlich um
den Einkauf.
Den Abend liessen wir
gemütlich bei Bier, Lachsnudeln, Rummy und Kniffel ausklingen!
Manu
| Im Hintergrund das Niderhore, wo man schön klettern kann. |
| Im Aufstieg nordseitig wars grösstenteils schneefrei. |
| Der Ausblick zu den hohen Berner Alpen blieb uns heute leider verwehrt. |
| Blick ins Flachland. Rechts erkennt man ganz leicht den Thunersee. |
| In der Sonne gehts ja noch, aber es wird langsam kalt, selbst meinem Mann. |
| Der Seebergsee (links ist ein See :-P) |
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