Die Autos standen dicht an dicht und wir hatten echt einen weniger optimalen Platz zugewiesen bekommen. Wir waren so eingeparkt, dass wir warten mussten, bis alle Autos weg waren, ehe wir rückwärts ausmanövrieren konnten. Es waren dann praktisch schon alle Autos weg und wir auch schon in den Startlöchern, nur das Auto hinter uns blockierte uns noch. Da klopfte es an meinem Fenster und eine Frau sagte auf Englisch, dass es ihr leid tue, aber ihr Auto spränge nicht an. Wir schauten dann auf die Autonummer - Berner. Wahrscheinlich wieder mal solche, die nicht wussten, wo sie ein schwarzes Nummernschild einordnen sollten! Harald gelang es schliesslich doch, den VW-Bus aus der engen Lücke zu manövrieren. Wir hielten dann neben den Bernern, um ihnen Starthilfe zu geben. Die Schiffscrew war schon ganz nervös und wuselte um uns herum. Der eine wollte dann gleich die Überbrückungskabel an unsere Autobatterie anschliessen, aber Harald stoppte ihn noch, bevor er den Minuspol an die Batterie steckte. Dann begann die grosse Suche nach der Autobatterie der Berner. Da es ein gemieteter Nissan-Camper war, hatten die beiden keine Ahnung, wo die Batterie sein könnte. Also das Benutzerhandbuch raus und die Suche begann. Endlich fand Harald die Batterie unter einer Abdeckung versteckt und die Starthilfe gelang! Es war schon 07:45 Uhr, als wir die Fähre endlich verlassen konnten.
Von Bastia gings dann gen Norden nach Erbalunga, von wo uns eine Strasse ins 'Bergdörfchen' Pozzu führte. Auf dem dortigen Wanderparkplatz kochten wir uns erst einmal einen Kaffee und frühstückten gemütlich draussen. Dann packten wir unsere sieben Sachen und wanderten los in Richtung Monte Stellu. Begleitet wurden wir immer wieder von einem Hund, den zwei weitere Wanderer vor uns aufgegabelt hatten und der wohl Freude daran hatte, Wanderer auf der Wanderung zu begleiten. Nach gut 2h erreichten wir den 1307m hohen Gipfel. Leider war die Sicht etwas beschränkt, da immer wieder Nebelschwaden bzw. Wolken uns einhüllten. Da auch ein unangenehmer Wind wehte, machten wir uns bald an den Abstieg - es sollte ja eine Rundwanderung werden!
Wir folgten dem rotmarkierten Weg in Richtung Norden. Laut Karte gibt es vom Gipfel auch nur zwei Wege - den einen sind wir hoch und den anderen runter; dachten wir zumindest! Nach gut 200hm und circa 20 Minuten kam uns die Sache dann doch etwas komisch vor. Wir verifizierten unseren Standort und tatsächlich, waren dem falschen Weg gefolgt! Typisch! Aber in der Karte sahen wir, dass von der Senke ein Weg relativ höhehaltend zurück in den Weg führte, den wir eigentlich nehmen wollten! Also los!
Leider gab es x Schafspfade, die uns immer wieder in die Irre führten. Mühsames Gestrüpp erschwerte das Durchkommen und vor allem ich war sehr langsam. Irgendwann gaben wir w.o., weil sich besagter Weg einfach nicht finden lassen wollte! Also zurück auf den Wanderweg und entlang dessen zurück Richtung Monte Stellu, bis wir schliesslich abkürzen konnten und endlich im Abstiegsweg standen. Zehrte alles aber ziemlich an der Motivation, brachte uns der 'Umweg' doch einen Zeitverlust von über 1h30min ein! Zudem wanderten wir nunmehr nur noch in den Wolken.
Der Weg runter war dann auch mühsam, eine breitere, teils recht ausgewaschene Strasse - staubig und rutschig! Uncool! Um die Runde abzuschliessen, mussten wir am Ende noch der Strasse entlanglaufen. Auch das zog sich nochmals ewig. Am Ende waren wir 5h50min für 1300hm und 20km unterwegs - dabei sollte es nur eine kurze Runde werden! Das geplante Klettern für den Nachmittag war damit auch gestrichen und so fuhren wir nur noch nach Sisco zum Camping. Dort gönnten wir uns eine heisse Dusche und nach einem Bierli und einem Rummy (nicht mein Rummytag - 3:0 für Harald!) spazierten wir noch zum Meer und kauften uns noch einen Muscat. Abends kochten wir dann beim Büssli, planten den morgigen Tag und liessen den Abend gemütlich ausklingen!
Bonne nuit!
Manu
Bonne nuit!
Manu
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