Donnerstag, 7. Oktober 2021

Tag 3: Sportklettern Restonicatal

In der Nacht regnete und windete es teils noch ziemlich, doch der Tag startete dann ziemlich freundlich. Gemütlich frühstückten wir und dann gings auf der Schnellstrasse zügig nach Corte, von wo aus wir ins Restonicatal fuhren. Nach 5.5 Kilometern hatten wir den Ausgangspunkt unserer heutigen Aktivität erreicht - Sportklettern im Sektor Candide et Martin bzw. Bigoudaine. Vor fünf Jahren waren wir bereits mal hier und erinnern uns gerne an die tollen Tafonis zurück, durch die hier geklettert wird!

Der schmale Zustiegsweg schlängelte sich ziemlich steil hinauf und bereits da wussten wir, dass wir die eingepackte Daunenjacke wohl beim Auto hätten lassen können - es war in der Sonne ziemlich heiss!!

Ausser uns waren noch zwei Deutsche und später zwei Franzosen im Sektor, aber es gab ja genügend Routen, die erklettert werden wollten! Nach dem Rantasten mit einer 5c gings dann weiter mit 6a und 6a+ - Genusskletterei vom Feinsten in tollen Tafonis! Nach fünf Routen im Sektor Candide et Martin wechselten wir noch zum Sektor Bigoudaine. Dort stieg Harald in eine 6a ein. 35 Klettermeter und einmal Abseilen später meinte er, die Route sei schon sehr athletisch und brauche viel Oberkörperspannung. Gut, dass ich topropen durfte! Und es war wirklich streng! Meine Fingerkuppen schmerzten auch schon ziemlich, aber ich kletterte (inkl. zwei kleinen Rastern) durch. Da wir die 6a in dem Sektor doch recht anspruchsvoll fanden, stieg Harald anschliessend in die 5c daneben ein. Als er dann nicht zu dem von mir erwarteten Top kletterte, kam mir die Sache ein wenig seltsam vor. Nachdem wir unseren Kletterführer nochmals mit der davor gekletterten Route abgeglichen hatten, bemerkten wir, dass Harald nach dem ersten Drittel der Route in die daneben verlaufende 6b+ gestiegen war - kein Wunder also, dass sie so kräfteraubend war! Der heutige Abschluss und auch die abwechslungsreichste und schönste Tour bildete eine 6b. Nach 8 Routen à 30 - 35m waren unsere Finger durch und unsere Mägen leer!

Der Wind, der den ganzen Tag mal mehr, mal weniger kräftig blies, frischte weiter auf und aus dem Restonicatal wurden dunkle Wolken in Richtung Corte geblasen. Also machten wir uns an den Abstieg und fuhren dann mit dem Büssli zum Camping in Corte. Im Vergleich zu den beiden letzten Campingplätze war hier gleich einiges mehr los! Nach einer erfrischenden Dusche, einem Apéro und einer Partie Rummy gings nach Corte essen, womit wir den Abend gemütlich ausklingen liessen. Auf dem Heimweg regnete es und wir waren froh, als wir endlich das Licht ausschalten konnten um ins Land der Träume zu gleiten!

Manu

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