Egal. Das Dörfchen wo wir zum Klettern hinwollten ist ja laut Karte auch etwas größer. Also hofften wir auf einen Laden dort. In Bucugnà angekommen wurden wir dann eines Besseren belehrt. Einzig eine Bäckerei fanden wir vor, also zumindest Brot gabs.
Wir fuhren dann aber trotzdem zuerst nach Busso, von wo aus der Zustieg zum Gebiet "A Richiuasa" startet. Nach ca. 25 Minuten erreichten wir unseren ausgewählten Sektor "La Source". Der Weg dorthin folgt mehr oder weniger der Schlucht, die durchaus sehenswert ist und auch von Anbietern zum Canyoning genutzt wird - wie auch heute ... brrrr. Durch die Schlucht pfiff ein schneidiger Wind und wir waren froh, dass die Wand mehr oder weniger in der Sonne war. Nur die unteren Meter waren kurz im Schatten der Bäume.
Im linken Wandteil fingen wir zum Aufwärmen an und kämpften uns dann nach rechts weiter, die Schwierigkeitsgrade immer leicht steigernd. Der erste Teil der Wand war eher von Auflegern und Reibungskletterei geprägt. Kaum mal ein Henkel oder eine Leiste. Im Führer zu den Mehrseillängen wird hier auch von Kartoffelbouldern gesprochen. Das gefiel Manu jedenfalls, weshalb etwas Seltenes geschah. Manu wollte in den Vorstieg und dann noch gleich eine 6a. Sie meisterte ihre Route souverän und kam überglücklich zurück. Da hatte jemand eine große Freude.
Wir wechselten dann in den rechten Wandteil, wo die Routen eher kraftig athletisch sind, geprägt von vielen Henkeln und Überhängen. Dort kletterten wir dann noch drei längere und schwerere Touren, bevor unsere Finger und Unterarme dann meinten, wir sollten aufhören. Immerhin wieder acht durchaus schöne und anspruchsvolle Touren in einem schönen Sektor sind uns gelungen.
Zurück beim Auto packten wir flott zusammen. Es war 15:45 Uhr und wir wollten früher am Platz sein und unseren Apero vielleicht noch in der Sonne genießen. Am Col de Vizzavona fanden wir dann kein passendes Plätzchen und zudem ist auf allen Parkplätzen das Übernachten verboten. Wir fuhren weiter nach Vizzavona und fanden auch dort nichts passendes. Der Camping etwas weiter war schon zu und so blieb uns nur der Platz in der Nähe von Venaco, wo wir aber ein sehr schönes Plätzchen fanden.
Dann gabs noch in der Sonne ein paar Runden Rummy und anschließend eine heiße Dusche, bevor sich Manu um das Abendessen kümmerte. Kräftige Brühe vom Freilandhuhn mit Nudeln, gefolgt von Risotto Porcini und einem Nachtisch: Schokobrötchen vom Bäcker. Mahlzeit :-)
Harald
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