So erreichten wir erst kurz vor 11 Uhr unser Klettergebiet, aßen flott etwas und packten dann zusammen, um die 100m Zustieg zu machen. Im Führer steht sogar 0 Minuten Zustieg.
Der Fels hoch über Bastia ist ein ganz anderer. Heller Granit und viel von Löchern, aber keinen Tafonis, durchsetzt. Wir starteten mit einer 6a zum Aufwärmen und gewöhneten uns schnell an den Fels. So folgten dann einige 6a+, 6b und 6b+. Als wir alle schönen Routen in diesem Sektor geklettert hatten, wechselten wir weiter in einen anderen, wo ich dann in eine 6c eingestiegen bin. Selten so geschwitzt, aber nicht wegen der Route alleine, sondern wegen der Sonne. Diese stand nun hoch über uns und die Wand war schön SW exponiert (und nicht wie ursprünglich gedacht SO ... naja ... französisch West = Oest ... SO ist also südwest, nicht südost). Die Schuhe fanden an den kleinen Leisten bzw in den Dellen schon fast keine Grip mehr und schmierten schon ab. Der Fels war einfach zu warm geworden. Aber die Route schafften wir dann beide noch :-) Danach gabs noch zwei Routen zum Ausklettern, bevor wir nach einem kurzen Spaziergang nach Bastia fuhren.
Dort erwartete uns der helle Wahnsinn. Chaotischer Verkehr, verstopfte Straßen und ein Supermarkt, in dem gefühlt tausende Leute wuselten. Froh waren wir, als wir unsere sieben Sachen hatten und wieder draußen waren. Nach einem Stopp an der Tankstelle gings dann zum Camping, auf dem wir weniger zahlten als die Nacht davor, obwohl es ein schöner 4* Camping ist ;-)
Leider gabs kein Restaurant in Gehnähe, das offen hatte. Gerne hätten wir noch einmal am Meer guten Fisch gegessen. Aber nochmals ins Auto steigen, wollten wir auch nicht mehr.
Übrigens hat Manu ihren Buff wiedergefunden - er steckte im Ärmel eines Merinoshirts, welches sie heute das erste Mal angezogen hat...
Die Fahrräder sind abmontiert und bereit für den Transport und alles andere ist auch schon größtenteils verstaut für die Fahrt mit der Fähre. Jetzt hoffen wir nur, dass diese morgen um 8 Uhr auch wirklich ablegt nach Nizza.
Harald
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