Den Tag starteten wir etwas später als sonst, da es sowieso am Morgen noch leicht nieselte.Wir tauschten auch das Wasser beim Bus und leerten das Abwasser.
Danach ging es in Richtung Südwesten nach Porto. Immer der D84 folgend ging es der schönen Passstraße entlang auf den fast 1500m hohen Col de Vergio, wo es nun auch schon düster und regnerisch war. Unsere Optionen auf eine Wanderung entlang des Weges verwarfen wir.
Von Porto aus folgten wir der Straße nach Süden, immer der Küste entlang, die hier wirklich schön ist. Roter Granit bricht steil ins Meer ab. Nach weiteren 20 Minuten erreichten wir unseren Ausgangspunkt für die ausgewählte Wanderung: das "Stadion" von Piana. Also ein kleiner Fussballplatz, der nicht mal ordnungsgemäße Tore hat. Von dort startete unser Weg.
Zuerst ging es das Tal entlang nach hinten auf einem etwas mühsamen alten Fahrweg, doch schon bald endete dieser und wir konnten die schönen Wälder bis zur Foce d'Orto genießen. Dieser kleine Pass bzw. Übergang liegt auf 998m und hat zu seiner Linken dann den Capu d'Orto und zur Rechten den Capu di u Vitullu. Wir stiegen dann nach links auf zum Orto.
Der Weg gestaltete sich dann sehr abwechslungsreich. Schönes Kraxelgelände wechselte mit super Tafonis und Ausblicken auf die Wände des Orto ab. Der Weg an sich ist nicht mit Wegweisern sondern nur mit Steinmännern markiert, aber auch ohne diese würde die Linie klar zu finden sein.
Am Vorgipfel angekommen legten wir eine Pause ein und aßen unser Brot, nachdem wir sahen, dass am Hauptgipfel deutlich mehr Betrieb herrschte. Wir kraxelten dann noch auf die letzten Blöcke rauf um eine super Aussicht auf den Gipfel des Orto zu haben.
Danach ging es ab zum normalen Wanderweg, der uns in wenigen Minuten (also weil Manu so schnell ging) auf den Gipfel brachte. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die hohen Berge im Innland und auch auf das Meer und den Golf von Porto. Da wir ja schon am Gipfel davor lange pausiert hatten, machten wir nur ein paar Fotos und stiegen dann wieder ab. Wir wollten eine Rundtour machen und noch vor dem Regen wieder unten sein.
Im Abstieg machten wir noch mehrmals an den Felswänden halt und bestaunten die Tafonis oder kraxelten gar hinauf. Sehr eindrücklich diese Dinger. An der Bocca di Piazza zweigten wir wie geplant rechts ab für die Rundtour und stiegen wieder leicht auf, bevor es dann endlich nur noch bergab in Richtung Bocca Larga und Le Lion ging.
Dort angekommen gefiel uns das Wetter so gar nicht und wir kürzten die Tour etwas ab, da wa bereits leicht nieselte. Zurück beim Auto stellten wir dann fest, dass sich das meiste vom Regen schon wieder verzogen hat. Und kurze Zeit später fuhren wir wieder in der Sonne gen Süden.
Abends gab es dann am Campingplatz "A Marine" einen gemütlichen Apero und ein Glas Muscat am Meer zum Sonnenuntergang, bevor wir den Abend ausklingen ließen.
Harald
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