Dienstag, 5. November 2024

05.11.2024 - Osaka

Obwohl wir zwei Stunden mehr Zeitverschiebung hatten, schliefen wir kurz nach 23 Uhr ein - so ein Reisetag macht eben müde! Das Bett ist einfach eng, aber irgendwie hatten wir uns arrangiert und als der Wecker um 07:30 Uhr klingelte, waren wir einigermassen ausgeschlafen.

Zuerst gings zum Frühstück - wir waren gespannt, hatte der Rezeptionist am Vortag noch gesagt "You have to be fast...". Das Frühstück lief aber ganz normal ab - man konnte zwischen asiatisch oder nicht-asiatisch wählen, zum Beispiel Croissants, Toast, Müsli,... Leider gabs mal wieder keinen Honig 🤷‍♀️. Aber ansonsten wars ganz lecker.

Gegen 09:30 Uhr spazierten wir zum zweiten Mal los in Richtung Osaka-Station. Das erste Mal mussten wir zurück, um meine Hose zu wechseln - war mir in der Stoffhose dann doch etwas zu frisch. Bei der Osaka-Station versuchten wir dann an einem Ticketautomaten, Sitzplätze für den Shinkansen am folgenden Tag zu reservieren. Irgendwie klappte es aber nicht. Also doch zu einem Ticketschalter. Während wir noch etwas ratlos herumstanden und uns zu orientieren versuchten, kam eine ältere Dame auf uns zu und fragte, ob sie uns helfen könne. Als sie unser Anliegen erfuhr, meinte sie nur: "Follow me - it takes two minutes", und dann schlängelte sie sich durch alle Leute und wir nach, bis wir vor dem Ticketschalter standen. Und weg war sie wieder! Wirklich sehr hilfsbereit! 🙏

Die Dame am Ticketschalter konnte im Vergleich zu unserer bis jetzigen Erfahrung ziemlich gut Englisch und so buchten wir für morgen nach Hiroshima und übermorgen nach Himeji unsere Sitzplätze im Zug. Das war übrigens kostenfrei!

Als nächstes stand das Umeda Sky Building auf dem Programm. Es liegt am Rande des Geschäftsviertels und besteht aus zwei Gebäuden, die miteinander verbunden sind. Bis in den 37 Stock kommt man so, für die weiteren Stockwerke (38, 39 und Rooftop) zahlt man Eintritt. Dafür hat man eine 360° Rundumsicht auf Osaka! War also ganz nett!
Nach gut 30 Minuten standen wir wieder auf der Strasse und da es bereits kurz vor Mittag war, gings in den Starbucks. Ich war vom Angebot ein wenig enttäuscht, kenne ich es anders (und zwar auch vom asiatischen Raum). Es gab dann einen Japanese Chai Latte für mich und einen Matcha Latte für Harald. Dazu ein Zimtküchlein. War aber alles nicht so der Hit!

Mit der JR-Line gings im Anschluss zur Morinomiya-Station, von wo aus wir zum Osaka Castle spazierten, welches im 16. Jahrhundert erbaut worden war. Zwischenzeitlich wurde es aber zerstört und wieder neu aufgebaut. Wir staunten über den doppelten Wassergraben, welche dem Schloss damals Schutz boten.

Beim Schloss war so einiges los, darum verweilten wir auch nicht zu lange dort. Wir schauten uns auch noch den Hokoku-Schrein an und dann gings zurück zur Morinomiya-Station, von wo aus wir weiter nach Tennōji fuhren.

Wir schlenderten durch den Tennōji-Park zum buddhistischen Isshin-ji Tempel aus dem 12. Jahrhundert. Im Tempel gibt es acht Okotsu-Butsu Statuen, welche aus der der Asche verstorbener Menschen geformt wurden. Anscheinend wurde die Asche von 2.5 Millionen Verstorbenen für 14 Statuen verwendet - die ersten sechs Statuen gingen aber im Krieg kaputt. Nur die Angehörigen der Verstorbenen, deren Asche in den Statuen sind, dürfen den Tempel betreten.

Da wir nun Hunger hatten, gings zurück zur JR-Station. Im Untergrund fanden wir auch ein nettes Restaurant, wo wir gut assen. Frittierte Krabben bzw. Hühnchen auf Reis und dazu eine Nudelsuppe. Wir hätten nicht mit so viel gerechnet! 🙈

Ich wollte mir dann noch den Shitennō-Ji Tempel anschauen gehen, leider war der innere Tempelbezirk bereits geschlossen. So sind wir nur aussen rum, was eigentlich auch schon gereicht hat. Den Schildkrötenteich haben wir zumindest nicht ausgelassen!

Anschliessend gings weiter in Richtung Tsutenkaku-Turm und dem Shinsekai-Markt. Ui, da steppte der Bär! Wir kamen uns vor wie auf dem Rummelplatz mit all den Schiessbuden! Dann ging es weiter ins Namba-Viertel. Bunt, laut, überfüllt! Wer möchte, kann shoppen und essen bis zum Umfallen! Es war ziemlich eindrücklich.

Spannend finde ich, dass es überall diese Gachapon-Automaten gibt - also Spielzeuge in Bällen. Man weiss im Vornherein aber nicht, was man bekommt. Also kauft man die Katze im Sack und hofft, etwas Cooles zu bekommen! Ebenfalls verbreitet sind die Greifautomaten - ganze Hallen sind damit gefüllt und es lässt sich alles Erdenkliche greifen - über Stofftiere, Mangafiguren, elektronische Geräte bis hin zu Pringels oder anderen Süssigkeiten! 🙈

Wir sahen auch einige Casinos, die alle zum Bersten voll waren! Für uns gabs auch einen Stopp in der Spielehalle - wir fuhren zwei Runden Mario Kart 🏎.

Schliesslich waren wir müde von all den Eindrücken und dem vielen Spazieren - hatten wir doch schon weit über 20 Kilometer gemacht! So gings erneut zu Fuss zurück zu unserem Hotel. In der Bäckerei neben dem Hotel holten wir uns noch eine Stärkung, die wir dann im Hotelzimmer verputzten.

Und jetzt gehts ins Bett, gute Nacht!

Manu


Das Sky Building





Osaka Castle
















Ausgestelltes Plastikessen, damit man weiß, was es gibt.


Es gibt solche ...

... und solche ...

... aber auch solche Automaten.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...