Dienstag, 12. November 2024

12.11.2024 - Fuji-Q Highland-Park

Die Nacht war wenig erholsam. Ich war schon ab 6 Uhr munter und Manu schlief auch nicht sonderlich gut. Vielleicht etwas Anspannung vor dem heutigen Tag? 
Um halb acht gingen wir zum Frühstück, das heute, obwohl üppig und umfangreich, eher dezent ausfiel. Der Magen wollte etwas geschont werden 😜.

Um 8:30 Uhr standen wir dann als erste beim Eingang zum Park und hörten uns eine medizinische Einweisung auf japanisch an. Hochinteressant 🤣. Nach der Gesichtserkennung (das funktioniert super hier, man braucht dann kein Ticket mehr), sprinteten wir zum Takabisha Roller Coaster - anscheinend die steilste Achterbahn der Welt mit 121 Grad Gefälle (also wie das steiler als 90 Grad ist, soll mir einer erklären; sind halt -31° bzw. +59°, nur am Kopf 😝). Wir stellten dann fest, dass diese Bahn heute leider nicht in Betrieb ist, warum auch immer 🤬. Wartung gabs keine, also ich hab den ganzen Tag keinen Techniker dort gesehen. Gut gibts noch drei andere TOP Bahnen hier.

Also liefen wir direkt weiter zum 4D Eejanaika Roller Coaster. Was für ein Gefährt 😱. Max. 126 km/h, 3.67 G, und zu den Loopings noch 14 zusätzliche Drehungen mit dem Sitz als Ganzes 😅. Gut also, habe ich weniger gefrühstückt. Wir waren alleine dort, liefen durch zum Einstieg, dann durch den Sicherheitscheck (wie am Flughafen), legten all unser Zeugs inkl. Schuhe in den Locker (man darf nichts, absolut nichts in den Taschen haben) und bekamen dann auf japanisch eine Sicherheitsunterweisung. Keine Ahnung, was die Dame da gesagt hat, aber am Bild stand was von "Sicherheitsbügel schließen und festhalten" - passt somit schon 😝. Privatfahrt für uns, erste Reihe fußfrei, und los gehts!
Etwas angespannt waren wir beide, hatten wir doch gestern noch ein paar Fahrten davon gesehen. Rückwärts fährt man nach oben und "fällt" dann quasi kopfüber bzw. im Kopfstand nach unten, bevor es in unzählige Loopings, Drehungen und Windungen geht. Was für ein Adrenalinschub 😲. Wie genial. Noch zittrig von der Fahrt fragten wir nach, ob wir gleich nochmal dürfen. Es war ja weiterhin keiner da. Aber nein. Wir mussten raus und nochmal rauf. Egal. Ging ja schnell. So waren wie wieder vorne. Ein paar andere Leute noch dabei. Aber keine Wartezeit.
Beim dritten Mal mussten wir vielleicht ein paar Minuten anstehen, konnten dann aber gleich wieder fahren. Danach brauchten wir eine Pause, so durchgeschüttelt waren wir.

Unsere nächste Bahn war dann die Zokkon. Diese mussten wir fahren, ist sie doch von Intamin geplant worden, also ein Stück Liechtenstein (Schaan) in Japan. Zwar gibts hier nur 3.1G am Körper, aber das Besondere ist der Stil der Bahn: man sitzt wie am Motorrad drauf (es sind auch quasi kleine Motorräder als Wagen auf der Bahn). Man ist nur nach unten gegurtet.
Hier hatten wir etwas Pech. Es gab anscheinend irgendein Problem und so mussten wir länger warten als angegeben. Aber das hat sich dafür gelohnt. Eine richtig coole Bahn. Und das Feeling in den Steilkurven usw. ist top. 

Danach gabs wieder eine klassische Achterbahn: Mit dem Fujiyama Coaster wird man auf 79m gezogen, bevor es mit 130 Sachen 2.045m lang abgeht. Vor allem die Kompressionen und kleinen Hügel, wo man schwerelos wird, sind genial. Über lange Zeit war das anscheinend eine der höchsten Bahnen dieser Art. So gut, dass wir gleich zweimal gefahren sind. 

Nach einer Kaffeepause, die wir dringend nötig hatten, wollten wir etwas Magenschonendes fahren. Wir entschieden uns für die PaniClock. Im Prinzip eine riesige Pendeluhr, wo man vor und zurück pendelt. Dort trieb mich dann eine von den Angestellten in den Wahnsinn. Alles muss aus den Taschen raus, heißt es. Verstehe ich, wenns offene Taschen sind, oder man zB Schlabberhosen anhat, wie viele im Park. Ich hatte meine Fjällräven Zip-Off Hose an, die vorne zwei, mit Reißverschluss zu schließende, Taschen hat. Dort waren Taschentücher und meine Kreditkarte sowie Bargeld (nur Papier) drinnen und ein Refreshtuch von der ThaiAirways. Beim Securitycheck mit dem Handstab piepste meine Hose. Sie fragte, was ich in den Taschen habe. Ich habe dann gemeint, meine Kreditkarte und Bargeld. "Das muss raus". Also raus damit - klar, kann ja rausfallen und jemanden erschlagen 🤨. Zurück vom Locker scannt sie wieder. Piiiiieps. Wieder: "What is in the pockets?". Ich: "Taschentücher. Die können nicht piepen. Es ist der Zip der Hose." (Ich weiß vom Flughafen schon, dass diese Hose piepst, wegen der Zips). Sie: "Diese müssen raus." ... Also nochmals zum Locker. Zurück, scannt sie wieder. Piiiieps. Was ich noch drinnen habe? Nichts! Es ist der Zipper 😡. Dann hat sie es glaub verstanden.
Als die Fahrt dann endlich losgehen konnte, war ich schon auf 180. Die Fahrt alleine hätte meinen Puls nicht so hoch gebracht. Eher fad.

Gleich daneben gibts einen 50m Free Fall Tower, den wir im Anschluss gleich machten. Hier hatte Manu glaub am meisten Schiss am ganzen Tag. Der Fall ist auch nicht so ohne. Mit 4G wird man in die Schulterbügel gepresst. Ganz lustig, aber sehr kurz.

Wir wollten nochmal den 4D Coaster probieren, also stellten wir uns dort an. Es ging schneller voran als gedacht und so waren wir wieder beim Security Check. Drei Mal bin ich davor mit Taschentüchern in der Zip Tasche gefahren. Nun wurde das bemängelt. Also auch hier. Taschentücher raus 😜. Die Fahrt war wieder genial. Dieses Mal ganz hinten. 

Hungrig sind wir in der Zwischenzeit geworden, so holten wir uns einen Snack und stellten uns damit bei der Zokkon nochmals an. Beim Essen warten ... oder umgekehrt ... geht leichter. Bald schon standen wir bei den Türen und konnten die Fahrt in Angriff nehmen, leider erneut ganz hinten. Aber spaßig wars dennoch wieder.

Bei den großen Coastern war nun viel los. Dafür öffneten nun andere Anlagen. So liefen wir zum Tentekomai. Das ist im Prinzip ein Turm, der so Krakenarme hat, an denen kleine "Flieger" hängen. Diese sind lose gelagert und haben bewegliche Flügel, die man selbst bewegen kann. Wenn man sie in der Mittelstellung belässt, passiert nicht viel. Man dreht sich mit dem Turm im Kreis. Wenn man damit aber das kleine Fliegerchen steuert, kann man es ins Rotieren bringen. So kann man dann wie ein Kamikazeflieger Drehungen machen. Manu hatte den Dreh nicht so raus und schaffte keine einzige, sie war aber auch auf der Innenbahn, wo das schwieriger ist. Ich konnte schon bald genug Schwung für den Überschlag holen und schaffte dann 52 Rotationen. Rang 3 an diesem Tag. Gott war mir schwindelig danach, und alles Blut im Kopf. Manu war gar nicht happy. 🤭

Mit einem etwas flauen Magen, also meinem, stellten wir uns nochmals bei der Fujiyama Bahn an. Die Wartezeit tat gut 😂. Die Fahrt war dann aber heftiger als jene zuvor. So brauchten wir beide eine Pause. Ich holte mir trotz des flauen Magens einen Snack, und dann fuhren wir das Riesenrad 🤣. Das dreht sich so schön langsam. Und warten mussten wir auch nicht. 

Es wurde langsam dunkel. Also noch einmal zur Zokkon. Vielleicht nun vorne weiter einen Wagen bekommen? Nicht ganz. Es wurde Nummer 5 von 7 😝. Aber es war nun dunkel und so war die Fahrt speziell. Leider konnten wir dann nicht mehr anstehen, da die Bahn quasi bis Schluss voll war. 

Somit gings noch zum Tondemia. Einem Pendel, wo die Sitze im Kreis und nach außen schauend angeordnet sind. Während das ganze Ding pendelt, drehen sich noch die Sitze. War zum Abschluss ganz lustig, muss ich sagen. 

Danach war Schluss. Wir hätten aber eh nicht mehr wollen. 4x den 4D Coaster, je 3x Zokkon und den Fujiyama, und fünf andere Sachen. Für ca. 36 EUR für den Tagespass ganz okay. Schade, fuhr die vierte Achterbahn nicht. 
Die Priority Tickets lösten wir gar nicht. Man kommt gut durch und etwas Pause dazwischen braucht man auch. 

Fazit zum Park
Sehr lustig, viel Adrenalin, man kann sich gut einen Tag lang verweilen. 
Aber, die Abläufe sind schlecht. Viele der Bahnen könnten doppelt so viele Fahrten machen. Zum Beispiel wird beim Tentekomai (das Fliegerding) immer nur eine Gruppe abgefertigt. Das heißt, alle 24 Leute gehen durch den Check und werden geschult. Dann werden alle festgeschnallt und doppelt geprüft, ob alles zu ist. Die Fahrt dauert dann 2 bis 3 Minuten wenns hoch kommt. Anschließend werden alle wieder abgeschnallt, kommen raus, holen ihr Zeug und gehen.
Man könnte hier locker, während dem die eine Gruppe fährt, die nächste Gruppe durch den Check bringen. Und wenn die einen "gelandet" sind und ihr Zeugs aus den Lockern holen, könnten die anderen schon festgeschnallt werden.

Alles muss hier genau nach Plan laufen. Beim dritten Mal am Fujiyama hat sich der beim Eintritt verzählt und uns als Nr. 14 eingelassen. Unsere Wagen waren aber dann schon besetzt, wir mussten also warten. Da wir ja regulär, wenn der Typ richtig gezählt hätte, in der nächsten Gruppe zuforderst in der ersten Reihe gewesen wären, wollten wir vor. Dem Typen das zu erklären, dauerte, Englisch sprechen sie kaum. Er ging dann den Supervisor fragen. Nein. Das geht nicht. Dann habe ich gemeint, er muss sowieso bei der nächsten Gruppe nur 13 Reihen nehmen, sonst hätte er ja wieder eine Reihe zu viel. Also ging er wieder nachfragen. Nein. Geht nicht. Wir sind Nummer 14, das muss so sein. Okay.
Also warteten wir. Dann kamen alle rein, wir stiegen ein, und es waren vor uns 4 Plätze frei 😬. Fail.

Zurück im Hotel mussten wir uns mal ausruhen, bevor es zum Abendessen ging. Japanisch 😊. Manu bestellte Sushi und gemischte Tempura - so frittierte Fleisch-, Fisch-, oder Gemüse-Teile auf Reis. Ich nahm den Salat, Suhsi und Fuji-Schwein, frittiert, mit Reis. In dieser Reihenfolge, auch so gesagt.
Zuerst kam mein Schwein. Dann Manus Sushi gefolgt von meinem Sushi (5 Minuten später) und am Ende der Salat 🤨. Das können sie hier überhaupt nicht, also Bestellungen am Tisch gleichzeitig und in der Reihenfolge ausgeben. Was fertig ist in der Küche, wird gebracht. Und wie?
Immer mit einem "Thank you for waiting", wird das Gericht vor einem am Tisch reingeschoben. Manu hatte ihr Sushi auf den Stäbchen und das Teller davon vor sich. Als mein Salat kam, beugte sich die Dame über Manu hinweg zwischen uns durch über den Tisch, stellte den Salat ab, und die zwei Teller dafür schob sie einfach vor uns auf den Tisch. Sie schob Manus Sushi auf die Seite und quetschte das Teller vor sie hin, während Manu das Sushi im Mund hatte. Das geht einfach nicht 😒. Obwohl die Leute hier so höflich sind und so viele Zeremonien haben beim Essen, können sie das nicht wirklich. 

Was sie auch nicht können: nein sagen bzw. sagen, dass sie etwas nicht verstanden haben und nachfragen. Sie sagen dann einfach irgendwas oder halt "Thank you" oder "Sorry".
Auf die Frage, ob wir mehrmals mit unserem Ticket beim Park rein und raus können, da es ja Gesichtserkennung gibt, bekamen wir als Antwort, dass wir die Tickets ab 8:30 Uhr bei der Rezeption kaufen können. Ich sagte dann nur "forget it" 🙄.

Unsere mürben Knochen müssen nun geschont werden, damit wir morgen wieder fit sind.

Harald










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