Freitag, 15. November 2024

15.11.2024 - Tokyo - Tag 1

Der Tag startete wie ein typischer Herbsttag - mit Nebel und Regen! Damit wir fürs Frühstück nicht anstehen müssen, standen wir dennoch kurz nach 7 Uhr auf. Dafür trödelten wir anschliessend etwas länger, da laut Wetterbericht der Regen erst um 09 Uhr nachlassen sollte. Harald checkte uns für die morgigen Flüge ein und schon war ich genervt - von Tokyo nach Dubai (ein fast 12h-Flug) sassen wir etwa fünf Reihen voneinander entfernt! Und der Flug war komplett ausgebucht, also keine Chance, die Plätze zu wechseln. Für mich bereits ein Grund, nie mehr mit Emirates zu fliegen, obwohl es bis anhin meine Lieblingsfluggesellschaft war 🙈.
Harald rief dann bei Emirates an und schilderte unser Anliegen. Die Dame dort meinte, sie könne nichts machen, würde aber ihre Kollegen vor Ort (also Tokyo) informieren. Für mich eh klar, dass da nichts passiert, bei Thai Airways wars ja auch so!
Aber... (Spoileralarm) - Am Abend hat Harald unsere Sitzplätze gecheckt und tataaa: Nebeneinander! Somit hat Emirates den Status meiner Lieblingsfluggesellschaft beibehalten 😄.

Gegen 09:30 Uhr stiefelten wir in Richtung U-Bahn, wo wir unser 48-Stunden-Ticket, welches wir am Vorabend noch online gekauft hatten, einlösten.

Dann fuhren wir zur Tokyo-Station, wo sich der Kaiserpalast befindet. Dort war alles abgesperrt und alle Führungen waren abgesagt - Staatstrauer! Die Prinzessin Yuriko ist nämlich heute gestorben - und das im stolzen Alter von 101 Jahren! Nun gibt es nur noch 16 Mitglieder der Kaiserfamilie, davon vier Männer. Das stellt ein grosses Problem dar, denn die männliche Erbfolge ist gesetzt. Wird irgendwann kein männlicher Nachfahre mehr gezeugt, wird das letzte Kaiserreich der Welt wohl auch zu Ende gehen 🙈. Oder es werden die Frauen an die Macht gelassen!

Für uns ging es also zur nächsten U-Bahn-Station und von dort weiter zum Tokyo-Tower, der etwas Ähnlichkeit mit dem Eiffelturm hat. Im Vorhof des Tokyo-Towers war eine Weihnachtslandschaft mit geschmückten Tannenbäumen und einem Tokyo-Tower im Miniformat aufgestellt. Wir haben uns das alles angeschaut und dann gings schon weiter nach Akihabara, dem Elektronik und Manga/Anime Viertel.

Da die Zeit bereits fortgeschritten war, also nach 12 Uhr, kauften wir in einer französischen Bäckerei ein paar Kleinigkeiten, bevor wir in den Yodobashi (Elektromarkt) sind. Huiii, da gehts rund! Auf sieben Stockwerken findet man alles, was man braucht (oder auch nicht braucht) in etwa 100facher Ausführung! Da kann ein Mediamarkt einpacken 🙈. Reizüberflutung schlechthin! Und wagt man sich dann, sich auf einer Etage umzuschauen, muss man am Ende garantiert die Rolltreppe suchen gehen!

Preislich gesehen sind die Sachen aber teurer oder zumindest gleich teuer wie bei uns. Schnäppchen gibt es keine. Aber es war trotzdem mal spannend, in solch einem Kaufhaus unterwegs zu sein. Aber müde macht das alles! Also musste ein Starbucks her! Frisch gestärkt klapperten wir ein paar Animeläden ab. Überall kann man irgendwelche Figuren kaufen. Einige zu erschwinglichen Preisen, andere weniger. Einige mehr bekleidet, andere weniger 😅.
Ebenfalls findet man überall Läden mit Sammelkarten (z.B. Pokemon), da reichen die Preise bis 400'000 ¥ (ca. 2'300 CHF).
Wir haben 350 ¥ für zwei Mangas ausgegeben - Lesestoff für den morgigen Flug?

Unter anderem waren wir noch in einem, sagen wir mal, Erotikshop. Spannend war, dass die obersten zwei Etagen nur für Männer reserviert waren - Frauen verboten! Ich habe Harald raufgeschickt, weil es mich interessierte, was es da so zu sehen gibt, dass Frauen da nicht rauf dürfen.
Anscheinend kann man dort Sexpuppen für die eigenen Bedürfnisse konfigurieren lassen. Weitere Angaben gibt es von mir nicht, wer sich aber näher dafür interessiert, kann sich gerne an Harald wenden 🤣.

Alsbald hatten wir genug gesehen - weiter gings mit der U-Bahn zur Asakusa-Station.
Dort gings zum Kaminarimon-Tor und von dort weiter zum Asakusa-Schrein, dem Tempel der Göttin des Mitgefühls. Hier war wieder so einiges los und darum verweilten wir auch nicht zu lange da.
Mittlerweile dunkelte es bereits ein und so machten wir uns auf den Weg zum Tokyo-Skytree. Ich hatte gelesen, dass es dort ein Bambuslaternenfest gebe, und tatsächlich, an einigen Orten waren aus Bambus Gebilde geschnitzt/gebunden worden, die erleuchtet wurden. Diese säumten unseren Weg zum Skytree. Auch dieser war in unterschiedlichen Farben beleuchtet und von weit her gesehen - besitzt er doch eine stolze Höhe von 634m! Er ist der höchste Fernsehturm und das dritthöchste Gebäude der Erde! Wow! Impostant! Und die Spitze ragte sogar bis in die Wolken (okay, diese hingen auch ziemlich tief 😅).

Zurück gings via Ushijima-Schrein, wo es noch mehr Bambuslaternen gab 🎋.
Dann stiegen wir wieder in die U-Bahn und erneut ging es zum Tokyo-Tower. Auch dort hatte ich von einer Beleuchtung gelesen und tatsächlich erstrahlte er in Orangetönen. Die Miniaturausgabe wechselte die Farbe, was von Musik untermalt wurde. Das war noch ganz nett anzusehen!

Zu Fuss gings dann nach Roppongi - mittlerweile knurrte der Magen wieder und erst wollten wir Sushi essen gehen. Das Restaurant, welches wir anpeilten, sagte uns aber nicht so zu. Also gingen wir noch etwas weiter und kamen zu einem Ramen-Restaurant - Hidaka. Wir konnten die Speisekarte zwar nicht entziffern, aber Bilder schauen geht immer! Es war ziemlich voll und gedrängt, aber wir bekamen noch einen Platz! Mithilfe der englischen Speisekarte gaben wir unsere Bestellung via Tablet auf - das Bier kam im Nu und auch auf den Rest mussten wir nicht lange warten. Wir beide wählten ein Ramen-Set, was aus einer grossen Schüssel Ramennudeln, einer kleineren Schüssel Reis mit Yakitori (Hühnchen) und sechs Gyoza (gefüllte Teigtaschen) bestand. In Summe war es ziemlich viel, aber auch sehr gut! Wir haben für alles zusammen nicht einmal 20 CHF bezahlt!

Zufrieden und mit gefüllten Mägen gings dann noch zu den Christmas Winter Lights in Midtown bei Roppongi. Dort erwartete uns eine weitere Lichtershow mit Musik, Nebel und Seifenblasen. Weihnachtsstimmung garantiert! Nur war es etwas warm und der Glühwein und die Marroni fehlten!

Die Beine waren vom langen Tag müde und so kehrten wir ins Hotel zurück - die Uhr zeigte eh schon wieder 21 Uhr an! Wir stiessen noch mit einem Sapporo-Bier (um die Weihnachtsstimmung beizubehalten mit der Sonderedition "The winters tale") an und nun ist es Zeit zu schlafen!

Manu







Hunderte Animie Stores mit tausenden Figuren. Und teilweise richtig viel wert. 🙈


Ein neues Multimeter vielleicht?








Der Tokyo Skytree







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