Kurz nach 7 Uhr gingen wir zum Frühstück. Die Dame gestern beim Checkin meinte, vor 8 Uhr sei es ganz okay, danach "very busy". Bald sollten wir wissen warum 🙈. Das Hotel hat 20 Stockwerke, 18 davon mit Zimmer voll. Auf unserem Stockwerk sinds 47 Zimmer. Man kann selbst überschlagen, wie viele Gäste hier schlafen können. Nun kommt man zum Frühstücksraum und sieht etwa 25 Plätze, vielleicht noch 10 mehr in einem Extraraum. Was für eine Fehlplanung 😝. Naja, uns wars egal, es war noch kaum was los. So konnten wir unsere 40min auskosten, so lange darf man maximal sitzen. Prinzipiell ist das Frühstück aber okay, es gibt alles, was man will. Japanisch und westlich. Was verwundert: sie haben genau 2 normale Kaffeemaschinen - DeLonghi Vollautomaten, die dort "herhalten" müssen. Dass diese noch nicht kaputt sind, verwundert fast etwas.
Danach brachen wir zur Keio Bahnstation auf, welche ebenfalls im Bahnhof Shinjuku integriert ist. Von dort fährt der Zug zum Bahnhof nach Takaosanguchi, direkt am Fuße des Mount Takao, quasi dem Hausberg von Tokio. Das Kaufen des Tickets ging trotz der sehr komplizierten Maschinen flott, obwohl wir es nicht geschafft haben, mit der Karte zu zahlen. Das Auffinden des richtigen Bahngleises war dann eher problematisch, doch an der Information konnte man uns weiterhelfen. So saßen wir bereits um 8:51 Uhr im Zug, der recht voll war.
Mit ein Mal umsteigen gelangten wir dann zur Endstation und waren gleich etwas geschockt. Früh(er) am Tag, ein Donnerstag, nicht so sonderlich gutes Wetter, aber dennoch wuselte es nur so. Manu kämpfte sich dann gleich vor und bog auf den Weg namens "Imariyama" ab, da dieser am wenigsten begangen wird bzw. die schönsten Herbstfarben haben soll laut Japan Guide 🤣. Beides stimmte nicht wirklich, aber okay.
Der Weg war von unten bis oben über weite Strecken komplett mit Stiegen oder Stegen verbaut. Richtig mühsam 😡. Entweder zu kurz hintereinander oder so kleine Stufen, sodass man nicht jeden Tritt nehmen konnte, aber zwei dann fast doch zu weit war. So machte das keinen Spaß. Bis auf den Gipfel waren es 1820 nummerierte Tritte. Die Leute am Weg machten es dann noch etwas mühsamer.
Überall hingen dann noch Schilder herum. Achtung, fallende Äste. Achtung, fallende Bäume. Kopf einziehen. Weg nicht verlassen. ... 🤣
Am Mount Takao war dann die Hölle los. Nach Tokio konnten wir nicht sehen, zu dunstig war es und zu bewölkt. Aussicht also quasi null.
So gingen wir gleich weiter zum Mount Kobotoke Shiroyama, um festzustellen, dass die Wege weiterhin wie Stiegen und Stege sind. Nicht attraktiv also. Wir machten Pause am Gipfel, aßen unsere Jause und entschieden uns, einen anderen Weg zurück zu gehen.
Anfangs gut erkennbar, folgten wir dann irgendwo den falschen Bändern und bogen rechts ab und kamen in steiles Gelände, waren aber noch immer auf einem Weg. In der Karte gabs den nicht, aber die Richtung passte: zum Bach ab. Also folgten wir weiter dem Steig und kamen dann recht gut ab zur Straße. Mit etwas Gegenanstieg waren wir dann wieder am Gipfel des Mount Takao, von wo aus wir dann anfangs dem breiten Weg folgten, wollten wir noch die Tempel anschauen gehen. Diese waren dann nichts Spezielles mehr. Tempel halt. Aber es wimmelte nur so von Leuten.
Weiter unten bogen wir dann nochmals auf einen kleinen Steig ab, da dieser zu einem kleinen "Wasserfall" führte. Was für ein Wasserfall! 🤬 ... wenn man einen 10 Liter Eimer mit Wasser über eine 5m hohe Mauer runterleert, hat man mehr gesehen. Also gefühlt zumindest. Absolut nichts Spezielles.
Zurück beim Zug kauften wir uns die Rückfahrtstickets (430 Yen übrigens, also etwa 2.60 EUR für 55min Zugfahrt) und hockten uns in den anfangs leeren Zug, der gegen Ende hin recht voll wurde. Von Shinjuku aus kannten wir den Weg nun bereits zum Hotel.
Nach einer heißen Dusche und Rast suchten wir uns ein Lokal zum Abendessen aus. Wir wollten wieder Tempura essen und Manu fand gleich zwei Straßen weiter ein gutes japanisches Restaurant. Dort genossen wir dann ein mehrgängiges Menü. Jeder Gang kam zudem mit einer Anleitung für uns Touris, damit wir wussten, wie man das nun korrekt isst 🤣. Lecker wars.
Anschließend durchstreiften wir noch etwas die belebten Straßen hier. Wir sind ja im Ausgeh- bzw. "Rotlicht"-Viertel, da ist auf den Straßen so einiges los und überall leuchtet und blinkt es. Fast schon zu grell für die Augen.
Jetzt planen wir noch etwas für morgen, bevor es ins Bett geht.
Harald










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