Als wir bei Edith und Chrigl aufbrachen, war es in Kerns noch leicht bewölkt und die Berge steckten noch tief in den Wolken. Unser ursprünglicher Plan, eine Wanderung von der Fluonalp bei Giswil aus zu machen, musste somit geändert werden.
Chrigl kam aber mit
dem Vorschlag, von Interlaken aus in Richtung Habkern zu biken, und dort unter
dem Gemmenalphorn und dem Niederhorn vorbei in Richtung Beatenberg. Die
Aussicht dort auf die hohen Berge des Berner Oberlandes sei wohl hervorragend -
wenn man sie denn sieht :-P
Wir fuhren also über
den Brünigpass in Richtung Brienz und dann am See vorbei nach Interlaken, wo
wir uns noch kurz mit einer Jause für den Tag eindeckten. Geplant waren zwar
nicht 10h Wanderung, aber man weiß ja nie, was uns beiden so einfällt. Weiter
ging es danach zum Ausgangspunkt unseres Tagesprogramms: Unterseen bei
Interlaken.
Von dort radelten wir
zuerst am Lombach entlang die Straße nach Habkern nach oben. Diese ist zum
Glück nicht wirklich stark befahren und ab der Ortschaft Habkern befindet man
sich dann auf einer Mountainbike-Route. Die ersten paar Kilometer in den Ort
waren noch recht steil, aber dann ging es dafür schön gemütlich auf und ab bis
zum Bühlbach. Landschaftlich eine sehr schöne Strecke und jederzeit zu empfehlen.
Auch das Ortsbild von Habkern ist schön und ursprünglich, wie man sich ein kleines
Dorf in den Bergen des Berner Oberlandes so vorstellt.
Da unser Hunger nach
Bewegung noch nicht gefüllt war, entschlossen wir uns, einen „Abstecher“ zum
Gemmenalphorn einzulegen. Wir radelten also nicht direkt nach Beatenberg, wie
von Chrigl empfohlen, sondern nahmen einen kleinen Umweg über das Alpigle und
Guggihürli nach Gstapf auf ca. 1677m, wo wir unsere Bikes abstellten und auf
Fußbetrieb umstellten. Von dort waren es noch schöne 400Hm auf den Gipfel des
Gemmenalphorns auf 2.061m, von wo aus der Blick auf Eiger-Mönch-Jungfrau und so
manch andere hohe Berge traumhaft sein muss. Leider blieb uns dieser Blick verwehrt.
Lediglich die Jungfrau zeigte sich ab und an. Eigentlich komisch, dass der
Mönch scheu ist und sich die Jungfrau gerne zeigt. Oder anders rum?
Wir wanderten zurück
zu den Bikes, wo nach der Jause am Gipfel noch ein Nussgipfel auf uns wartete.
Frisch gestärkt setzten wir die Helme auf und sausten talwärts, um später auf
der Forststraße, wo wir zuvor die Abzweigung genommen hatten, weiter in
Richtung Beatenberg zu fahren. Eigentlich erwarteten wir ein gemütliches Bergabrollen
mit den Rädern, aber stattdessen ging es immer wieder rauf und runter, bis wir
endlich talwärts nach Unterseen fahren konnten.
Am Ende der Tour hatten
wir gut 1750Hm und 43km zu Buche stehen. Unser Abendessen war also mehr als
verdient.
Wir packten die Bikes
wieder auf den Fahrradträger und verstauten unsere Ausrüstung um dann über
Krattigen und Aeschi direkt ins Kandertal zu fahren, wohin unsere weitere Reise
nun führen soll. Ein letzter Einkauf, um unsere Vorräte aufzufüllen, wurde dann
direkt in Kandersteg gemacht, bevor es zum Camping unter dem Oeschinensee ging,
von wo aus wir unsere kommenden Touren starten werden.
Schöne Grüße,
MaHa
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