Nach unserer zweitägigen Pause sollte es heute etwas Gemütliches werden, um die Beine langsam wieder in Gang zu bringen! Schwer waren sie nämlich noch immer! Wir entschieden uns, mit dem Bike die Ramsau Runde zu machen - 1200 Höhenmeter und ca. 36 Kilometer. Das hörte sich vielversprechend an!
Um 8 Uhr sind wir aufgestanden, die Nacht war solala, waren doch auf dem Camping ganz in unserer Nähe drei junge Männer, die sich bis in aller Früh bei Gin-Tonic an ihrem Lagerfeuer lautstark unterhalten hatten. Wir hatten in der Früh also keine Eile und brachen so gegen 09:30 Uhr auf. Erst ging es entlang des Märchenwegs hinauf auf den Rittisberg. Immer wieder standen Holzfiguren am Strassenrand - viele bekannte Märchenfiguren (Schneewittchen, Hänsel und Gretel,...), aber auch wieder solche, die wir nicht zuordnen konnten. Sogar Heidi und der Alpöhi standen im Wald, obwohl wir uns einig waren, dass das kein Märchen ist!
Wir fuhren bis zum "Gipfelkreuz" des Rittisbergs und konnten von dort schon die ersten Blicke auf den Hohen Dachstein werfen, der sich in der Früh noch in Nebelfeldern versteckt hielt! Anschliessend gings über die Sonnenalm wieder ins Tal und dann wieder hoch über den Kulmberg, bevor es wieder runter ging. Der Weg wechselte sich ab, meistens war es ein Forstweg, hin und wieder ein Wander- und selten ein Asphaltweg. Immer wieder kamen wir an Aussichtspunkten vorbei, die zum Verweilen einluden, jedoch dauerte es ein wenig, bis die Berge aus dem Nebel waren! Zum Schluss gings nochmals 500 Höhenmeter nach oben, bis zur Talstation der Hohen Dachstein Seilbahn. Dort machten wir Pause und assen unser Jausenbrötchen. Bei der Kasse fragten wir nach, wie die momentanen Bedingungen beim Hohen Dachstein seinen. Die Dame dort gab uns direkt die Nummer des Bergführerbüros, wo Harald dann auch anrief, um zu erfahren, dass keine Steigeisen für den Gletscher notwendig seien. Morgen werden wir sehen, ob die Information korrekt war!
Da der Hunger noch nicht gestillt war, kehrten wir im Restaurant Hunerkogel ein, wo wir bei Kaffee und Kuchen (bzw. Marillen-Pago) noch ein wenig den Sonntag genossen! Dann gings auf der Mautstrasse runter zurück zum Campingplatz. Harald ging dann zur Rezeption, um sich über unsere lauten "Nachbarn" zu beklagen und zu fragen, ob wir einen anderen Platz haben könnten. Die Verwirrung schien gross zu sein, da eigentlich gar niemand auf diesem Platz sein sollte. Ein Bauer, der grad auch dort war, meinte, er habe in der Früh, als er die Wiese mähte, erst einmal die Fahrräder dieser Männer wegräumen müssen, da diese einfach so rumlagen. Die Besitzerin war darüber gar nicht erfreut! Auf jeden Fall meinte sie, sie würde mit den Männern reden. Zudem konnten wir auch den Platz wechseln. Die Freude über einen ruhigen Platz war aber nur von kurzer Dauer - unsere Nachbarn gegenüber haben ein Auto mit einem eingebauten Marderschreck. Alle 10 Sekunden dringt nun ein penetranter, hoher Ton zu uns herüber. Ich bin ja gespannt, ob ich so schlafen kann. Aber zurück zu unserem Tag...
Nachdem wir den neuen Platz bezogen hatten, sind wir mit unseren Bikes noch ins Ortszentrum von Ramsau gefahren. Viel gibt es dort ja nicht zu sehen, aber die Bergrettungszentrale haben wir uns von aussen angeschaut. Dann schauten wir noch, wo es eine Einkaufsmöglichkeit für morgen gibt und zurück gings zum Campingplatz. Es war ziemlich heiss und es gelüstete uns nach einem kühlen Bier! Das gab es dann auch auf der Terrasse des Restaurants hier auf dem Camping.
Nun plant Harald noch die nächsten Tage und ich hoffe auf eine ruhige Nacht!
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