Montag, 7. September 2020

07.09. - Biken zur Lauchernalp

Der Tag startete wieder sehr gemütlich, wie auch schon der Sonntag. Wir schliefen recht lange – und das auch zurecht, denn es war noch neblig am Morgen – und frühstückten dann recht lange und ausgiebig. Wir hatten einen weiteren Pausentag für unsere Verhältnisse geplant und wollten lediglich mit dem Mountainbike im Lötschental eine kleine Tour machen, um nicht ganz einzurosten.

Nach dem Frühstück machten wir uns abreisebereit, um vom hintersten Eck bei der Fafleralp ca. in die Mitte des Lötschentals zu fahren, nach Kippel. Doch unsere Abreise verzögerte sich dann etwas, da der Kiosk, wo man auch den Campingplatz zahlen muss, erst um 9:30 Uhr aufmachte. Tags zuvor hatte uns das niemand so gesagt und wir hätten sogar Brot für 8 Uhr bestellen können. Aber um 8 Uhr war da noch niemand. Auch andere Leute – die wohl offensichtlich Brot bestellt hatten – wurden langsam unruhig. War bei denen wohl der Hunger :-P. Schließlich konnten wir dann doch noch zahlen, nachdem ich zuerst recht unfreundlich abgewiesen wurde – um 9:25 Uhr oder so - … „wir öffnen erst um 9:30 Uhr, ich bin noch nicht bereit“ hat es geheißen.

Auf ging es also nach Kippel. Es war im Endeffekt gut, dass wir noch warteten. Der Nebel lichtete sich nämlich immer mehr und mehr und wir konnten so bei Sonnenschein mit dem Bike losradeln. So strampelten wir über die Hockustafel zur Lauchernalp, wo wir recht lange die super Aussicht auf das gesamte Lötschental genossen und dabei unsere Jause verspeisten. Der Blick dort schweift vom Eingang des Tals bis zum letzten Punkt auf der Lötschenlücke und der Hollandiahütte – alles überragend das Bietschhorn, mit 3.934m eine Bastion aus Fels und Eis. Die zahlreichen Gletscher die zu Tale schießen und all die Flüsse … einfach wunderschön.

Unser Pausentag war nach den ca. 700 Höhenmetern aber noch nicht beendet. Wir legten noch knapp 50 Höhenmeter dazu, um zum Berghaus auf der Lauchernalp zu strampeln, denn dort warteten ein Kaffee und ein frischer Marillenkuchen auf uns. Letzterer war sogar noch warm – frisch aus dem Ofen hat es geheißen.

Gut gestärkt ging es dann ab ins Tal und über Wiler wieder zurück nach Kippel. Die Bikes verstauten wir gekonnt in wenigen Minuten (wir werden immer schneller) und weiter ging unsere Reise nach Leukerbad, wo wir nun wieder einige Tage bleiben wollen, um die Bergwelt rundherum zu erkunden. Der Klettersteig des Daubenhorns steht schon lange auf unserer Liste und so die ein oder andere Tour in der näheren Umgebung machten uns diesen Ort schmackhaft.

Hier angekommen checkten wir zuerst am Camping ein und richteten uns wieder „häuslich“ ein um einige Tage zu bleiben. Danach ging es zum Einkauf nach Leukerbad. Wir schlenderten etwas durch das schöne Städtchen und kamen dabei auch an einer schönen Gelateria vorbei, zu der ich nicht nein sagen konnte. Schließlich kauft es sich mit „vollem“ Magen ja deutlich leichter ein, vor allem, wenn man die Einkäufe dann noch im Rucksack zurück tragen muss und man schon hungrig ist.

Nun haben wir schon die Rucksäcke gepackt, zu Abend gegessen und den Abwasch erledigt und glücklicherweise hat sich auch der Talwind gelegt. Wir hoffen nun auf eine gute Nacht und einen schönen (und hoffentlich windarmen) Tag morgen Dienstag!

Gute Nacht,

MaHa

Am Weg rauf: das Bietschhorn ist noch wolkenverhangen.

Ein sehr schönes kleines Kirchlein auf der Hockustafel.

Doppelt gemoppelt: das echte und das gemalte Bietschhorn.

Rasten am Heuschlitten

Aussicht genießen: links die Lötschenlücke

Wie wahr wie wahr. Ein schöner Spruch.

Die Lauchernalp mit dem Hockenhorn im Hintergrund, welches wir von Kandersteg aus an einem Tag als Bike and Hike bestiegen hatten. Jetzt schon ohne Schnee.

Blick zur Fafleralp und der Lötschenlücke. Man erkennt auch die Anenhütte vom gestrigen Tag und die Hollandiahütte links über der Lücke.

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