Nach dem gestrigen
Regen- und somit auch Pausentag waren wir heute wieder voller Tatendrang! Heute
sollte es der Ramsauer Klettersteig werden, der über die Hohe Gamsfeldspitze,
die Scheichenspitze und die Hohe Rams führt.
Der Wecker klingelte
um 07:00 Uhr, jedoch war draussen noch stockdicker Nebel. Ohne grosse Eile
frühstückten wir und um 08:20 Uhr radelten wir los – heute waren es nur circa 2
Kilometer und 170 Höhenmeter bis zum Gasthof Edelbrunn. Dort ketteten wir
unsere Bikes an und im Nebel stapften wir los über den Jungfrauensteig. Jungfrauen
sahen wir keine, jedoch Felsgebilde, die im Nebel aufragten und die wohl dem
Steig seinen Namen gaben. Der Weg war steil und nass, aber wir machten fleissig
unsere Höhenmeter! Erst auf 1900m, als wir im Edelgrießkar ankamen, wich der
Nebel und wir sahen die Türlspitzen in voller Pracht. Weiter ging es ziemlich
steil ein Schuttfeld nach oben – da hiess es einen Schritt vor, einen halben
wieder zurück! Das zehrte ganz schön an der Kraft und die Waden krampften, doch
endlich erreichten wir die Edelgrießhöhe und somit auch die Sonne! Wir mussten
noch etwas ansteigen, bevor wir zum Einstieg des Ramsauer Klettersteigs gelangten.
Nach einer kurzen Stärkung stiegen wir ein. Der Klettersteig führt am Grat
entlang über drei Gipfel. Nach einer halben Stunde erreichten wir die Hohe
Gamsfeldspitze, eine weitere Stunde später den höchsten Punkt der Tour, die
2667m hohe Scheichenspitze. Da es bereits nach 12 Uhr war, legten wir hier die
Mittagspause ein und genossen die herrliche Aussicht. Hinter uns der Hohe
Dachstein, vor uns der Eselstein, der Grimming, sogar bis zur Rax und zum
Schneeberg sahen wir. Jedoch hob sich der Nebel immer mehr in die Höhe und
einige Gipfel waren bereits verhangen. So setzten wir unseren Weg um 13 Uhr
fort. Es gab einen letzten kurzen Anstieg auf die Hohe Rams, bevor es bis zur
Gruberscharte runterging. Teils war der Steig versichert, aber nur selten
brauchten wir noch unser Klettersteigset. Anschliessend stapften wir die gut
drei Kilometer zurück zur Edelgrießhöhe, von wo aus wir den Abstieg in Angriff
nahmen. Runter ging es durch das Schuttfeld viel einfacher – ein Schritt, zwei
Meter rutschen!
Wir beschlossen, über die
Austriahütte abzusteigen – dort machten wir nämlich noch einen kurzen Halt, um
uns mit Holundersaft und Kuchen zu stärken! Über den Rossegger-Steig ging es
dann zurück zu unseren Bikes. Obwohl wir wieder einmal 2000 Höhenmeter in den
Beinen hatten und schon recht müde waren, ging es nicht direttissima zurück zum
Camping, sondern erst einmal nach Ramsau rein, um unser Abendessen
(Spinatknödel) zu sichern!
Nun sind wir gesättigt
und freuen uns, uns bald hinzulegen. Das Wetter soll in den nächsten Tagen vielversprechend
sein – und die Touren hier gehen nicht aus!
Manu
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Kurz vor dem Edelgrießkar lichtete sich der Nebel.
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Das Edelgrießkar mit den Türlspitzen und dem Koppenkarstein.
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Oben hui, unten pfui.
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Ein Teil unseres Tagesprogramms: der Grat vom Scheichenspitz zur Hohen Rams.
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Wir genossen Sonne pur am Grat und kaum ein Lüftchen war zu spüren.
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Mit max. B/C Stellen ist der Steig super zu klettern. Eigentlich kann alles frei geklettert werden.
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Und immer weiter am Grat entlang, teils auch Gehgelände.
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Am höchsten Gipfel der Tour: Scheichenspitze.
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Im Abstieg zur Hohen Rams.
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Angekommen in der Gruberscharte, nun alles wieder unten rum zurück.
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Links die Türlspitzen. Rechts schon ein Teil unseres Klettersteiges.
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Vom Tal sieht man fast den gesamten Grat, den wir kletterten.
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