Unser Pausentag startete ganz gemütlich. Wir schliefen aus und genossen ein größeres Frühstück als normal. Zumindest aßen wir beide etwas mehr für unsere Verhältnisse. Für mich gab es sogar noch ein Joghurt am Morgen 😉 Und all dies konnten wir mit ruhigem Gewissen machen. Draußen war es recht neblig und bewölkt – also gerade recht um zu entspannen. Und weil wir Zeit dafür hatten, schmiedeten wir auch Pläne für die nächsten Tage, schließlich will das gute Wetter ja nicht ungenutzt bleiben.
Nachdem wir unseren
Bus aber dann wieder abfahrtsbereit gemacht hatten und den Campingplatz gezahlt
hatten, organisierten wir noch unsere geplante Weiterreise. Ich kaufte online das
Ticket für den Autoverlad am Lötschenbergtunnel und Manu schaute sich um einen
Campingplatz um, den wir ansteuern wollten. Geplant war eine Fahrt durch den
Lötschenbergtunnel, die uns nach Goppenstein im schönen Lötschental brachte. Dort
wollten wir entscheiden, ob wir spontan ans Ende des Lötschentals fahren oder
doch lieber gleich weiter in Richtung Leukerbad – unserer nächsten größeren
Station.
Da das Wetter im
Lötschental aber recht schön und aufgelockert war, entschieden wir uns spontan
zur Fafleralp zu fahren und von dort eine gemütliche Wanderung zur Anenhütte zu
machen. Die Route hatte ich schon am Vorabend in einem der Wanderführer
ausfindig gemacht und sie erschien uns als „Pausentagprogramm“ gerade recht:
ca. 600 Höhenmeter und in etwa 12 Kilometer Wegstrecke.
Gesagt getan. An der
Fafleralp angekommen checkten wir gleich auch noch am Campingplatz dort ein.
Ein schöner Camping direkt am Fluss mit toller Aussicht. Somit ist unsere Nacht
auch schon gesichert. Wir packten unsere Rucksäcke und aßen noch vor dem
Abmarsch eine Nudelsuppe, um frisch gestärkt „spazieren zu gehen“.
2:10h stand am
Wegweiser angeschrieben zur Anenhütte. Wir gingen wirklich sehr langsam und
genossen die schöne Natur im Lötschental und die Aussicht zur Lötschenlücke und
den hohen Bergen. Im Aufstieg wählten wir die Gletschertour – eine Wanderung
entlang des Lang-Gletschers, wo man auch teils im Fels am „Felsenweg“ gehen
bzw. kraxeln muss. Landschaftlich wunderschön und abwechslungsreich führte uns
der Weg entlang von rauschenden Gletscherflüssen und dem Gletschertor hinauf
zur Anenhütte, die 2007 erst von einer Lawine komplett zerstört und im Jahr
darauf wieder neu aufgebaut wurde.
Der geplante Gipfel
des Tages war ja ein Nussgipfel, oder Mandelgipfel. Aber leider hatten sie auf
der Hütte „nur“ Kuchen. So gab es halt für Manu einen Schokoladenkuchen und für
mich einen Aprikosenkuchen (Marillen). Da es aber nun zugezogen hatte, konnten
wir die Aussicht auf der Hütte nicht so recht genießen, es war kalt und windig.
Wir machten uns also
bald an den Abstieg und gingen über den Guggisee zurück zur Fafleralp, wo ein
Bierchen auf uns wartete. Beim Apero mit Bier und Chips wurden dann noch zwei
Runden Rummy gespielt ehe wir uns auf das Abendessen freuten: Tortelloni mit Spinat
und Ricotta, dazu Salat und eine Nachspeise.
Nun muss nur noch der
morgige Tag geplant werden. Das geschieht aber bei einem Kniffel in aller Ruhe.
Wir freuen uns auf eine schöne Nacht am rauschenden Bach!
Cheers,
MaHa

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