Donnerstag, 3. September 2020

03.09. - Rendez-vous mit dem Blüemlisalphorn

 Manu und ich schliefen nach der ausgiebigen Tour vom Vortag hervorragend und der Wecker um 7:15 Uhr riss uns förmlich aus dem Schlaf. Abends hatte es noch geregnet und es war recht kalt geworden. In der Nacht klarte es auf und somit wurde es recht frisch im Bus. Keiner von uns wollte so recht die wohlige Wärme des Daunenschlafsacks aufgeben, um sich anzuziehen und zu frühstücken. Doch irgendwann mussten wir ja raus aus den Federn, und die Sonne braucht am Campingplatz doch bis ca. 8:45 Uhr, bis sie die ersten wärmenden Strahlen schickt.

Es war dann auch zu dieser Zeit, als wir direkt vom Camping aus losgingen, zuerst recht steil nach oben in Richtung der Bergstation der Oeschinenbahn. Schon darunter querten wir dann aber einen Wanderweg direkt zum Oeschinensee, den wir im Aufstieg rechts liegen ließen und direkt über den oberen Weg zum Oberbärgli aufstiegen. Die Aussicht dort auf die Blüemlisalp-Gruppe war hervorragend. Auch das Fründenhorn und Doldenhorn standen morgens schön in der Sonne.

Vom Oberbärgli führt dann nur noch ein Weg direkt zum Hohtürli und dann weiter zur Blüemlisalphütte, wo wir nach ca. 3:30h Wanderzeit eintrafen. Auf der Terrasse war es zwar sonnig, aber mit dem leichten Wind war es recht frisch. Unsere dickeren Windstopper und Primaloft-Westen kamen also gerade recht. Wir genossen die Aussicht auf die Wilde Frau, das Morgenhorn und das Blüemlisalphorn und versuchten mit dem Fernglas die Aufstiegsspuren auszumachen. Dazu gab es eine heiße Schokolade und Kuchen von der Alp.

Unser Rückweg führte uns dann von der Hütte zuerst wieder ab zum Hohtürli, von dort aber dann nicht direkt ins Tal, sondern noch auf einen blau-weiß markierten Weg in Richtung Schwarzhorn auf ca. 2.785m. Dorthin war niemand unterwegs. Es lag teils Schnee im Weg und am Gipfel steht keine bewirtete Hütte. Aber die Aussicht von dort oben auf die Berge der Blüemlisalp sowie auf Eiger-Mönch-Jungfrau, das Wetterhorn usw. ist dafür umso besser. Dort saßen wir so einige Zeit, genossen die Aussicht und dazu unsere Jause, bevor wir dann schweren Herzens doch den Abstieg antreten mussten.

Um nicht ganz gleich abzusteigen wählten wir nun den unteren Weg direkt beim Oeschinensee entlang, wo die hohen Berge dann im schönen Nachmittagslicht recht imposant über dem See emporragten. Am See gab es noch eine kurze Rast, bei der wir beobachteten, wie ein Tourist beinahe seine eigene Unterhose am Lagerfeuer anzündete, und weiter ging die Reise in Richtung Camping.

Auf Grund der Felssturzgefahr unter dem Doldenhorn sind nun ein paar der Wanderwege gesperrt und wir mussten anfangs entlang einer improvisierten Zufahrtsstraße absteigen, kamen aber später auf den normalen Wanderweg zurück, der uns beinahe direkt wieder zum Campingplatz führte.

Am Ende des Tages konnten wir uns wieder das Bier schmecken lassen nach fast 22km, etwa 1.860Hm und fast 9 Stunden.

Liebe Grüße,

MaHa

Der Weg ist das Ziel: die Blüemlisalphütte am Grat und rechts davon die Wilde Frau (der flache Berg)

Manu hoch über dem Oeschinensee mit dem Doldenhorn im Hintergrund

Oben lag noch Schnee im Wanderweg zur Hütte. Im Hintergrund die Blüemlisalpgruppe mit dem "Ufem Stock" davor

Wohl die bekannteste Hütte der Schweiz: Blüemlisalp

Unser nächstes Ziel schon vor Augen: das Schwarzhorn im Hintergrund am Grat

Alte Bekannte: links Eiger, in der Mitte Mönch, dann Jungfrau

Die Blüemlisalpgruppe: die Wilde Frau rechts, dahinter das Morgenhorn, die Wyssi Frau und das Blüemlisalphorn, im Vordergrund der "Ufem Stock" (der Berg heißt so :-P)

Schön ists :-)

Ein wilder Mann vor der Wilden Frau am Grat zum Schwarzhorn

Am Oeschinensee im Abstieg: ein letzter Blick auf Blüemlisalp und rechts das Fründenhorn

Und tschüss ... Abstieg nach Kandersteg


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...