Bevor die angekündigte
Kaltfront übers Land zieht und Schnee in den Bergen bringt, wollten wir heute
zum Abschluss in dieser Region auf die Kammspitze wandern. Tagwache war um 07:00
Uhr. Der Wetterbericht kündigte einen freundlichen Tag an mit viel Sonne und nachmittags
wieder Quellwolken und eventuell Gewittern. Im Tal lag in der Früh allerdings
noch Nebel, darum konnten wir nicht ausmachen, wie es oberhalb der Nebelgrenze aussieht.
Nach dem Frühstück
packten wir unsere sieben Sachen zusammen und fuhren nach Gröbming, von wo aus
die heutige Tour startete. Auf dem Wegweiser stand „Kammspitze Direktanstieg 3h“.
Und der Anstieg war wirklich direkt! Steil ging es durch den Wald nach oben,
die Höhenmeter rasten trotz schwerer Beine nur so dahin! Nach gut einer Stunde verliessen
wir den Wald und kamen in Schuttfelder, umgeben von Latschen. Kurze Zeit später
standen wir bereits unter dem felsigen Gipfelaufbau. Durch eine rinnenartige
Verschneidung legten wir die letzten 50 Höhenmeter zurück und standen nach 1h45min
auf der Kammspitze! Den Nebel hatten wir schon lange unter uns gelassen, jedoch
war der Himmel bewölkt und es fielen beim Aufstieg sogar einige wenige Tropfen!
Auf dem Gipfel legten wir eine längere Rast ein und siehe da – die Sonne zeigte
sich immer mehr und wärmte unsere kalten Glieder! Über dem Hohen Dachstein
türmten sich aber schon wieder die ersten Quellwolken auf. Nach der ausgiebigen
Rast machten wir uns auf den Weiterweg – erst ging es steil, aber gesichert,
nordseitig durch eine Rinne und über eine etwas brüchige Rippe runter, dann
folgte eine längere Querung. Wir folgten dem Weg erst bis „Zirmel“, von wo aus
wir zur Kammalp abstiegen. Auf einem netten Bänkchen mit Ausblick auf die
Kammspitze assen wir dort dann unsere Jause.
Weiter ging es zum Miesbodensee
und dann über die Viehbergalm zur Rahnstube. Der Weg war etwas mühsam,
teilweise einfach ein breiter Fahrweg und wir legten Kilometer um Kilometer
zurück. Die Wegweiser trugen auch nicht sonderlich zur Motivation bei – hiess es
bei der Abzweigung Zirmel noch „Gröbming - 3h15min“, waren es beim Miesbodensee
noch immer „3h15min“. Bei der Rahnstube dann endlich „Gröbming – 45min“. Die
Freude währte nur kurz, denn nach weiteren 20min erreichten wir den nächsten
Wegweiser: „Gröbming – 1h15min“.
Unser Weg führte weiter
durch die „Öfen“, einer Klamm, durch die sich eine steile Strasse schlängelt und
die nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Filmemachern beliebt ist! Wir
liessen die Klamm aber relativ schnell hinter uns, da wir zurück zu unserem
Auto wollten. Haralds Oberschenkel krampften und Hunger hatte er auch! Es ging
dann noch ein gutes Stück der Fahrstrasse entlang, ehe wir in den Gröbminger
Höhenweg einbiegen und auf diesem die letzten Kilometer zurücklegen konnten. Nach
5h30min Gehzeit erreichten wir nach 20 Kilometern und 1400 Höhenmetern wieder
unser Auto.
Dann gings noch kurz
einkaufen und der Abend wurde mit Relaxen verbracht!
Manu
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Ein "Wegwaggl" (Feuersalamander) am Weg nach oben. Er stieg bergauf ;-)
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Unten noch neblig. Drüber auch noch nicht sonderlich gutes Wetter.
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Links der Stoderzinken vom Vortag. In der Mitte der Hohe Dachstein.
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Kurz vor dem Sattel und dem letzten Aufschwung zum Gipfel.
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Leichte "Kraxelei" im ersten Grad zum Gipfel.
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Es lockert etwas auf. Die Aussicht zum Dachstein wird besser.
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Der Aufstieg nun schon in der Sonne.
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Der Abstieg nach Norden hin war anfangs steil und teils sogar versichert.
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Ausblick auf den Zirml und den Grimming (links).
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Rückblick auf den Abstieg.
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"Jausnplatzal" bei der Kammalm, etwas über dem Miesbodensee.
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Der Miesbodensee.
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Die sehr kurvige Straße durch die "Öfen" am Ende. Sehr bekannt durch einige Serien und Filme.
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