Donnerstag, 24. September 2020

24.09. – Kammspitze (2139m)

Bevor die angekündigte Kaltfront übers Land zieht und Schnee in den Bergen bringt, wollten wir heute zum Abschluss in dieser Region auf die Kammspitze wandern. Tagwache war um 07:00 Uhr. Der Wetterbericht kündigte einen freundlichen Tag an mit viel Sonne und nachmittags wieder Quellwolken und eventuell Gewittern. Im Tal lag in der Früh allerdings noch Nebel, darum konnten wir nicht ausmachen, wie es oberhalb der Nebelgrenze aussieht.

Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen zusammen und fuhren nach Gröbming, von wo aus die heutige Tour startete. Auf dem Wegweiser stand „Kammspitze Direktanstieg 3h“. Und der Anstieg war wirklich direkt! Steil ging es durch den Wald nach oben, die Höhenmeter rasten trotz schwerer Beine nur so dahin! Nach gut einer Stunde verliessen wir den Wald und kamen in Schuttfelder, umgeben von Latschen. Kurze Zeit später standen wir bereits unter dem felsigen Gipfelaufbau. Durch eine rinnenartige Verschneidung legten wir die letzten 50 Höhenmeter zurück und standen nach 1h45min auf der Kammspitze! Den Nebel hatten wir schon lange unter uns gelassen, jedoch war der Himmel bewölkt und es fielen beim Aufstieg sogar einige wenige Tropfen! Auf dem Gipfel legten wir eine längere Rast ein und siehe da – die Sonne zeigte sich immer mehr und wärmte unsere kalten Glieder! Über dem Hohen Dachstein türmten sich aber schon wieder die ersten Quellwolken auf. Nach der ausgiebigen Rast machten wir uns auf den Weiterweg – erst ging es steil, aber gesichert, nordseitig durch eine Rinne und über eine etwas brüchige Rippe runter, dann folgte eine längere Querung. Wir folgten dem Weg erst bis „Zirmel“, von wo aus wir zur Kammalp abstiegen. Auf einem netten Bänkchen mit Ausblick auf die Kammspitze assen wir dort dann unsere Jause.

Weiter ging es zum Miesbodensee und dann über die Viehbergalm zur Rahnstube. Der Weg war etwas mühsam, teilweise einfach ein breiter Fahrweg und wir legten Kilometer um Kilometer zurück. Die Wegweiser trugen auch nicht sonderlich zur Motivation bei – hiess es bei der Abzweigung Zirmel noch „Gröbming - 3h15min“, waren es beim Miesbodensee noch immer „3h15min“. Bei der Rahnstube dann endlich „Gröbming – 45min“. Die Freude währte nur kurz, denn nach weiteren 20min erreichten wir den nächsten Wegweiser: „Gröbming – 1h15min“.

Unser Weg führte weiter durch die „Öfen“, einer Klamm, durch die sich eine steile Strasse schlängelt und die nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Filmemachern beliebt ist! Wir liessen die Klamm aber relativ schnell hinter uns, da wir zurück zu unserem Auto wollten. Haralds Oberschenkel krampften und Hunger hatte er auch! Es ging dann noch ein gutes Stück der Fahrstrasse entlang, ehe wir in den Gröbminger Höhenweg einbiegen und auf diesem die letzten Kilometer zurücklegen konnten. Nach 5h30min Gehzeit erreichten wir nach 20 Kilometern und 1400 Höhenmetern wieder unser Auto.

Dann gings noch kurz einkaufen und der Abend wurde mit Relaxen verbracht!

Manu

Ein "Wegwaggl" (Feuersalamander) am Weg nach oben. Er stieg bergauf ;-)

Unten noch neblig. Drüber auch noch nicht sonderlich gutes Wetter.

Links der Stoderzinken vom Vortag. In der Mitte der Hohe Dachstein.

Kurz vor dem Sattel und dem letzten Aufschwung zum Gipfel.

Leichte "Kraxelei" im ersten Grad zum Gipfel.

Es lockert etwas auf. Die Aussicht zum Dachstein wird besser.


Der Aufstieg nun schon in der Sonne.


Der Abstieg nach Norden hin war anfangs steil und teils sogar versichert.

Ausblick auf den Zirml und den Grimming (links).



Rückblick auf den Abstieg.



"Jausnplatzal" bei der Kammalm, etwas über dem Miesbodensee.

Der Miesbodensee.


Die sehr kurvige Straße durch die "Öfen" am Ende. Sehr bekannt durch einige Serien und Filme.


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