Teil 1: Ursprungalm – Steirische Kalkspitze
(2.459m)
Um 07 Uhr in der Früh
klingelte der Wecker. Heute wollten wir mit unserem VW-Bus zum Ausgangspunkt
unserer Wanderung, der Ursprungalm, fahren, da der Wanderbus erst nach 9 Uhr
dort ankommt und dann um 12:30 Uhr und anschliessend erst um 17 Uhr wieder
zurückfährt. Für uns somit nicht attraktiv, obwohl heute autofreier Tag in der
Steiermark war. So packten wir nach dem Frühstück zusammen und machten uns auf
den Weg zur Ursprungalm, die auf 1604m liegt. Im Gegensatz zu den vergangenen
Tagen lag heute kein Nebel im Tal. Gegen 08:30 Uhr erreichten wir den fast leeren
Parkplatz der Ursprungalm und wanderten dann auch schon los – erstes Ziel war
die Giglachseehütte, oberhalb der Giglacherseen. Der Weg führte auf einer alten
Römerroute hinauf und beim Sattel sahen wir bereits die ersten Nebelschwaden
über die Kuppen ziehen. Richtung Dachstein war noch das schönste Wetter, nur
bei uns sah es eher trist aus. Dennoch stapften wir weiter und erreichten
alsbald die Giglacherseen und kurze Zeit darauf den Znachsattel. Nebel umhüllte
uns und ein kalter Südwind pfiff uns um die Ohren. Wir kämpften uns durch den
Nebel und auch die Sonne kämpfte mit uns. Als wir die Akarscharte erreichten, siegte
die Sonne und die Steirische Kalkspitze zeigte sich in ihrer vollen Pracht. Der
Plan wäre eigentlich gewesen, erst auf die Lungauer Kalkspitze zu gehen und
anschliessend die Steirische Kalkspitze zu besteigen. Da sich die Lungauer
Kalkspitze aber weiterhin versteckt hielt, nahmen wir sofort die Steirische in
Angriff.
Bereits um 10:15 Uhr erreichten
wir das Gipfelkreuz – der Wind pfiff uns nur so um die Ohren und wir suchten
uns ein windgeschütztes Plätzchen, um kurz zu pausieren und uns über unsere
weitere Route klarzuwerden. Immerhin hatten wir vom Gipfel eine tolle Aussicht
gen Norden, also zum Hohen Dachstein. Im Süden stauten sich die Wolken. So
beschlossen wir, auf dem schnellsten Weg abzusteigen und uns in heiterere Gefilde
zu begeben. Über einen ausgesetzten Steig stiegen wir ins Brotrinnl ab und von
dort gings zurück zur Ursprungalm, welche wir um 12:00 Uhr erreichten. Der
Parkplatz war mittlerweile gut besetzt, viele Pensionisten tummelten sich rund
um die Ursprungsalm herum. Wir stiegen ins Auto und fuhren los…
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Die Giglachseehütte.
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Mit Blick auf die Giglachseen.
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Sie sehen, dass sie nichts sehen.
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Die Qual der Wahl.
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Richtige Entscheidung. Die Steirische zeigt sich langsam.
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Und siehe da, schön ists.
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Am Gipfel mit Aussicht auf den Dachstein.
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Der Abstieg vor uns.
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Kalt wars und ein schnittiger Wind wehte.
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Und dann zeigte sich auch noch die Lungauer Kalkspitze.
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Und siehe da, ein Brockengespenst.
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Teil 2: Reiteralm - Gasselseen
…Eigentlich wollten
wir mit dem Preunegg Jet auf die Reiteralm fahren, jedoch fährt die Gondel Ende
September nur noch am Wochenende. So fuhren wir eben mit unserem VW-Bus bis zur
Reiteralmhütte. Dort war relativ viel los und wir mussten uns auf die Suche
nach einem Parkplatz begeben. Da der Magen schon etwas knurrte, assen wir
unsere Jause, bevor wir um 13 Uhr unsere Nachmittagswanderung starteten. Erst
ging es gemütlich zur Gasselhöhe hinauf, dann weiter auf das 2126m hohe
Rippetegg. Wir blickten von dort zur Steirischen Kalkspitze zurück, wo sich der
Nebel zwar verzogen hat, aber dicke Wolken den Himmel bedeckten. Bei uns war
das Wetter zum Glück noch schön. Da auf dem Rippetegg recht viel los war,
verweilten wir dort nicht lange, sondern stiegen gleich zum Obersee ab, um anschliessend
nochmals die 200 Höhenmeter auf den Schober (2133m) in Angriff zu nehmen. Steil
wars! In leichter Gratkraxelei erreichten wir den Gipfel – endlich alleine!
Wir genossen die schöne
Aussicht aufs Dachstein-Massiv und machten uns dann auf den Rückweg – der Magen
knurrte schon wieder! Wir stiegen also wieder zum Oberen Gasselsee ab und dann
gings weiter zum Mittleren Gasselsee, dem sogenannten Spiegelsee. Wenn das
Wetter passt und die Oberfläche des Sees glatt ist, kann man dort eine tolle
Spiegelung des Dachsteins sehen! Da wir etwas Wind hatten, war der See leider
nicht glatt, nichtsdestotrotz war es wunderschön und wir verweilten einige Zeit,
um Fotos zu machen. Aber wieder knurrte der Magen und wir setzten unseren Weg
fort. Auf einmal regte sich etwas Schwarzes auf dem Boden – ich hatte ja schon
darauf gewartet! Nachdem Harald bereits gestern fast auf eine schwarze Schlange
getreten war, gabs heute schon wieder eine schwarze Schlange. Diesmal konnte
Harald sogar noch ein Foto von dem Kriechtier machen. Anscheinend handelt es sich
um eine schwarze Kreuzotter, eine sogenannte Höllenotter! Bereits die dritte
Schlange in drei Tagen – langsam reichts!
Bei der Reiteralmhütte
setzen wir uns in die Sonne und gönnten uns ein alkoholfreies Weizen, einen
Backhendlsalat (ich) und Spinatknödel (Harald). Somit konnten wir unseren Tag
mit den zwei Wanderungen gemütlich ausklingen lassen!
Manu
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Die nächsten Gipfel: der Schober links, das Rippetegg rechts.
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Am Gipfel des Rippetegg mit dem Schober im Hintergrund.
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Die Spiegelseen unter uns.
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Am Gipfel des Schobers war das Wetter noch nicht so gut.
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Im Abstieg zu den Spiegelseen. Im Hintergrund die Steirische Kalkspitze, wo wir noch wenige Stunden davor oben waren.
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Im Abstieg: das Rippetegg gegenüber.
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Anscheinend eine schwarze Kreuzotter oder auch Höllenotter.
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Verdient! Prost!
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