Mittwoch, 30. Oktober 2024

30.10.2024 - Koh Samui Tag 1

Ja was soll man zu diesem Tag schon groß schreiben, würde man meinen. Aber der Tag hat mich eines anderen belehrt.

Nach der Anreise von Kathmandu und dem Schlafmangel (Manu hat glaub keine Minute geschlafen im Flieger und später am Flughafen), schliefen wir beide wie Steine. Kurz nach 20 Uhr ins Bett, aufgwacht etwas vor 8 Uhr am Morgen. 😮
Der Hunger meldete sich und so gingen wir zur Strand runter, wo das Restaurant das Frühstück serviert. Um es schnell zu beschreiben: es gibt glaub alles. Normales Frühstück wie wir es kennen mit Brot, Süßspeisen, Kaffee, Kuchen, Joghurts, Müsli, Cornflakes, usw. Pikant und herzhaft mit Wurst, Käse, usw. Fruchtsäfte in allen Varianten, Speck, Würstchen, Eier, ... puh, Crepes, Pancakes, ... Und noch Thai Frühstück: Reis, Hühnchen, Curry, Pasta, ... alles einfach.
Wir verbrachten gut eine Stunde dort und kosteten uns quer durch. 🤣

Danach gings ab an den Strand und ins Meer. Ein bisschen schwimmen und die Ruhe genießen. Die zwei Stunden in der Liege wurden auch nicht langweilig, hatten wir doch genug Zeug zum Lesen dabei.

Gegen Mittag brachen wir dann in Richtung Strandpromenade bzw. belebten Teil von Koh Samui auf - unser Resort ist etwa 3km ab vom Schuss. Puh, war das warm 🥵. Manu brauchte ein leichtes Kleidchen oder eine kurze Hose bzw. ein Shirt. Wir haben ja nur für kalte Regionen gepackt ursprünglich. Ich konnte noch in Kathmandu eine kurze Hose finden und Shirts habe ich. Flip Flops hatten wir schon.
Also gingen wir, und gingen, und gingen ...

Gleich zu Beginn der Märkte wechselten wir ein paar Dollar in Bhat um, damit wir auch zahlen konnten. Bald mal fanden wir Sonnenbrillen (unsere Bergbrillen sind uns für das Salzwasser etwas zu schade) und Manu ein Shirt. Ausgedorrt waren wir auch schon, also gabs was zu trinken.

Danach ging die Odyssee los. 🤪 Gefühlt gingen wir in jeden Laden, der Kleider hatte. Nie passte etwas. Nach etwa 8km Wegstrecke waren wir hungrig und durstig und gönnten uns am Strand von Bo Phut je einen Virgin Cocktail, Wasser und einen Snack. Shoppen macht halt hungrig.
Frisch gestärkt gings weiter. Quer durch das Fisherman Village. Nichts. Hunderte Stände, und Manu wurde nicht fündig, oder wollte nicht fündig werden.
Am Ende drehten wir um und gingen entlang der Hauptstrasse zurück ... und siehe da: ein Laden, wo zumindest mal eine kurze Hose passt. Deal!

Weiter gings, zurück zum Fisherman Village. Mittlerweile 11.5km auf der Uhr, sehen wir noch einen Laden. Und was für ein Wunder. Der hatte wirklich coole und passende Sachen. Also schlug Manu zu und konnte ein schönes Sommerkleidchen erstehen.
Ein Halt führte uns noch in einen 7eleven, bevor es dann an den Rückweg ging.

Manu meinte, es käme gleich mal ein Taxistand ... naja, das hat gedauert. Wir stiefelten am Ende 13.5km in Summe. Dann setzten wir uns in ein Taxi und fuhren zum Hotel zurück. 😝

Kurz vor dem Ende der Happy Hour bestellte Manu dann am Pool noch Cocktails, die wir genüsslich tranken. Nach einer weiteren Runde Schwimmen im Meer im Abendlicht gings zurück ins Zimmer und dann weiter zum Abendessen - heute ins rein thailändische Restaurant. Und wie gut wir heute aßen!? Hervorragend. ☺️

Gesättigt und zufrieden ließen wir den Abend am Balkon ausklingen, bevor wir müde ins Bett fielen.

Harald


Benzin in der praktischen 1L Flasche






Fleisch gefällig?

Legal in Thailand. Lokale gibts hier überall.




Sehr lecker. Unser Hauptgang, bestehend aus 5 Gerichten.


Dienstag, 29. Oktober 2024

29.10.2024 - Kathmandu nach Koh Samui

Das Boarding verlief reibungslos und mit dem Shuttle ging es dann zum Flugzeug. Da wir den Flug umgebucht hatten und keine normalen Economy-Plätze mehr vorhanden waren, flogen wir Economy-Plus 🙈. Ich glaube, der einzige Unterschied ist, dass wir etwas mehr Beinfreiheit hatten. 

Neben mir sass eine Australierin, die sich ständig die Nase hochzog - bis Harald ihr ein Taschentuch reichte. Dann war Schluss, auch wenn sie es nicht benutzte 😅.
Kurz nach dem Start wurde auch schon das Essen serviert. Ich hatte überhaupt keinen Hunger und war nur müde, Harald hat immerhin den Apfelkuchen gegessen. Obwohl ich zu schlafen versuchte, ging es nicht. Dafür schlief Harald neben mir sicherlich für eine Stunde. 

Nach gut drei Stunden war der Flug vorbei. Die Landung verlief reibungslos und wir waren nun auf thailändischem Boden. Wir mussten unsere Rucksäcke holen und haben sie dann kurz danach für den nächsten Flug wieder aufgegeben.

Anschliessend gabs ein Frühstück - Käffchen und Gipfeli. Und dann ging die Warterei los - vier weitere Stunden mussten überbrückt werden. Wir sind dann erst noch durch den Security Check und haben uns danach in die Wartehalle gesetzt. Harald hat noch das Resort angerufen, wo wir unser Zimmer gebucht hatten, denn es war uns per Zufall aufgefallen, dass sie eine falsche Ankunftszeit notiert hatten. Anschliessend verbrachte er ein wenig im Land der Träume, während ich auf unser Handgepäck aufpasste.

Kurz vor 10 Uhr konnten wir boarden und pünktlich gings los. Die Flieger starteten und landeten im Minutentakt! Kaum waren wir in der Luft, wurde schon wieder Essen serviert. Ich war aber einfach nur müde und mehr als einen Fruchtsaft mochte ich nicht. Trotz Müdigkeit war wieder kein Schlaf zu finden. 

Eine gute Stunde später landeten wir auf Koh Samui. Unser Gepäck hatten wir ruckzuck geholt und dann gings zum Meeting Point, wo unser Flughafentransfer schon bereit stand. In nur 10 Minuten gings zum Melati Beach Resort. Dort wurden wir mit einem Getränk und Kokoseis erwartet - damit überbrückten wir die 40 Minuten, bis wir in unser Zimmer konnten.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, gings runter zum Strand bzw. erst an die Poolbar. Der Magen knurrte! Wir teilten uns Quesadillas und tranken je einen Fruchtsaft. Dann gings ins Meer. Wow, das Wasser war richtig warm - so schnell war ich noch nie im Wasser 🙈. Nach dem Planschen erholten wir uns ein wenig vom strengen Tag 😅.

Kurz nach 17 Uhr gabs einen Happyhour Cocktail und dann auch schon bald das Abendessen - ein Dreigänge-Menü vom Feinsten! Wirklich sehr lecker!

Kurz nach 20 Uhr waren wir dann auch schon bettfertig - ich schlief schon fast im Stehen ein!

Gute Nacht!
Manu

Fazit Nepal

MANU

Wer einmal die hohen Berge des Himalayas sehen möchte, für den eignet sich unser Trek gut. Auf jeden Fall ist der drei Pässe Trek zu empfehlen, da dieser nicht so überlaufen ist wie der Standardtrek zum Everest Base Camp. Wir haben den Trek im Uhrzeigersinn gemacht, was den Nachteil hat, dass unser Aufstieg immer westseitig war und wir somit erst auf der Passhöhe in die Sonne kamen. Dafür liefen wir immer auf die hohen Berge zu und der Everest als "Höhepunkt" kam gegen Ende. Zudem fanden wir es fürs Akklimatisieren passend. Gut war sicherlich, dass wir in Thameteng einen zusätzlichen Akklimatisationstag eingelegt haben, an dem wir auf 4900m aufgestiegen sind, um danach nochmals auf 3900m zu schlafen.

Pässe

Wenn man mich fragt, welcher Pass am strengsten war, war es sicherlich der Renjo La, also unser erster Pass. 1000 Höhenmeter galt es zu erklimmen - bis auf 5350m hinauf. Und das ohne davor auf der Höhe unterwegs gewesen zu sein! Gleichzeitig wars aber auch der schönste - vom Pass aus hatten wir die ersten Blicke auf den Everest und Co. Und unter uns schimmerte blau der Gokyo-Lake (#3). Der Cho La und der Khongma La waren von der Schwierigkeit etwa gleichzusetzen. Wenn man etwas berggängig ist, halten sich die Schwierigkeiten sehr in Grenzen. Die Pässe waren zwar schneebedeckt, aber die Trittspuren waren hervorragend. Beim Khongma La waren die ersten 50 Höhenmeter ostseitig hinunter sogar schneefrei. Das wäre sonst wohl der schwierigste Teil bei Eis und Schnee!

Von den drei Pässen hat mir der Cho La am wenigsten zugesagt, und das aus zwei Gründen: Erstens ist auf der Passhöhe die Aussicht eher eingeschränkt und nicht so weitsichtig wie auf den anderen beiden Pässen. Und zweitens, was für mich noch ausschlaggebender ist, es hatte sehr viele Leute sowohl im Auf- als auch im Abstieg. Viele gehen nach Gokyo und machen anschliessend den Cho La um zum Everest Base Camp zu gelangen (und umgekehrt). Die beiden anderen Pässe waren da viel einsamer.

Highlights

Ein Highlight des Treks war erstens einmal die Wanderung auf den Ngozumpa Tse auf 5553m. Wir starteten vom komplett überlaufenen Gokyo und verbrachten den Tag mutterseelenalleine. Geplant wäre das Cho Oyu Basecamp gewesen und spontan entschieden wir, unseren ersten 5000er hier im Himalaya zu machen. Der Gipfelaufstieg war streng, Blockkletterei auf einer Höhe von über 5000m gar nicht so ohne! Und die letzten Meter zum Gipfel setzten Schwindelfreiheit voraus, dafür war die Aussicht atemberaubend! Man steht am Ende direkt gegenüber des knapp 8200m hohen Cho Oyus. 

Ein weiteres Highlight war der Sonnenuntergang auf dem Kala Patthar. Auf gut 5600m zu stehen und auf der gegenüberliegenden Seite zu sehen, wie der höchste Punkt der Welt in sanftes Abendrot getaucht wird - Gänsehautfeeling pur!

Ein kulinarisches Highlight gabs auch noch - frische Zimtschnecken (Eigeninterpretation) in der Lodge Beyul in Pangboche!

Gepäck

Wir haben unser Gepäck komplett selber getragen und ich würde bei einem weiteren Mal auf jeden Fall mein Gepäck wieder selber tragen, weil alles andere mein Stolz und meine Einstellung nicht zulassen würden. Ich hatte meinen Guide Tour 35+ Rucksack, dessen Volumen zu 1/3 von meinem Carinthia Cuin 600 Schlafsack ausgefüllt wurde. Ich hatte etwa 11 Kilogramm zu tragen, hätte aber noch circa einen Kilo einsparen können, wenn ich zum Beispiel auf meine Goretexjacke und -hose verzichtet hätte. Gebraucht haben wir sie nicht. Auch mein grosses Handtuch oder das Paar zusätzliche Socken hätte es nicht gebraucht. Alles in allem war ich aber zufrieden mit meinem Gepäck. Wie bereits erwähnt, würde ich auch bei einem weiteren Trip meinen Rucksack selber tragen, auch wenn es streng war und ich mehrmals an meine Grenzen gekommen bin. Grad gegen Ende hin habe ich gemerkt, dass meine Energiereserven nicht mehr vorhanden sind. Meine Hüft- und Rückenknochen hatten ein paar unangenehme Druckstellen. Da wir immer mal wieder Tagestouren unternommen hatten, konnte ich so meine lädierten Stellen schonen. Unterhosen, Socken und Shirts konnten wir ab und zu im Wasser ausspülen, in der Sonne trockneten sie schnell wieder ab. Ganz wichtig war auch der Buff, welchen wir häufig als Staubschutz vor Mund und Nase hatten. Ich bin stolz, das so durchgezogen zu haben, denn 98% der Touristen hatten nur einen Tagesrucksack und liessen ihr Gepäck von Trägern mitschleppen. Und obwohl ich meine ganze Ausrüstung selber getragen habe, wurde ich kein einziges Mal von einem anderen Touri überholt, egal, wie langsam ich unterwegs war. 🤔

Guide

Wir waren mit einem Guide (Pasang) unterwegs und dies hauptsächlich, da Harald ihn von einem früheren Trip kannte und mit ihm via Facebook die Jahre über in Kontakt blieb. Einerseits war es angenehm, sich um nichts kümmern zu müssen (Flug nach Lukla, Permits, Control Stations, Rücktransport nach Kathmandu,...), andererseits ist es auch gut ohne Guide machbar. Es gibt überall Lodges und Guesthouses und dass alles überfüllt ist, ist kaum möglich. Zum Glück war Pasang offen für all unsere Ideen und konditionell konnte er gut mit uns mithalten. Bei einem weiteren Trip würde ich es wohl auf eigene Faust versuchen.

Essen und Trinken

Zu Beginn des Trips war ich begeistert vom nepalesischen Essen - Momos, gebratene Nudeln bzw. gebratener Reis und natürlich das legendäre Dhal Bat! Aber mit der Zeit wurde es etwas fad. Jeden Mittag und Abend praktisch das gleiche - und wirklich ausgiebig war es nicht! Die Portionen konnten noch so riesig sein bzw. beim Dhal Bat gilt 'all you can eat', aber zwei bis drei Stunden nach dem Essen knurrte der Magen erneut. Auf Fleisch haben wir komplett verzichtet, ebenfalls auf Mineralwasser, da dieses in Plastikflaschen abgefüllt ist. Bei den Lodges bekommt man aber immer abgekochtes Wasser. Zusätzlich hatten wir einen Wasserfilter dabei, welcher aber nur ein paar wenige Male im Einsatz war. 
In den Lodges tranken wir meistens Tee. Wenn auf der Karte "Tea" steht, heisst es automatisch, es basiert auf Schwarztee, was wir erst mal lernen mussten 😅. Nachmittags oder abends teilten wir meistens einen grossen Pot "Hot Lemon" oder "Ginger Honey Lemon", das waren ca. 2.5 Liter Flüssigkeit. Die Getränke waren immer extrem gesüsst und im "Ginger Honey Lemon" war häufig anstelle von Honig Zucker drin. Für ein nächstes Mal würden wir von zuhause einen Pack Früchteteebeutel mitnehmen, um auch mal etwas anderes (Ungesüsstes) zu trinken zu haben. 

Medikamente

Von zuhause nahmen wir eine ganze Schachtel voller Medikamente mit: Ibuprofen, Breitbandantibiotikum, Immodium, Kohletabletten usw. Zum guten Glück blieben die Medikamente unangebrochen. Was wir zu Beginn je zweimal brauchten, war ein Aspirin gegen die Kopfschmerzen. Die Halsschmerztabletten wurden auch aufgebraucht und auch die eine oder andere Aspirin C Tablette. Vor allem gegen Ende des Treks hatten wir mit Husten und verstopfter Nase zu kämpfen. Apropos Husten - es gab kaum eine Lodge, in der wir waren, in der nicht fürchterlich gehustet und gerotzt wurde. Das war für mich jedes Mal eine Stresssituation, weiss ich doch, wie anfällig ich auf solche Dinge bin 😖.
Bei einem nächsten Trip würde ich noch was gegen Verstopfungen mitnehmen, da ich zu Beginn mehrere Tage Probleme mit der Verdauung hatte. 
Gut war, dass wir einen Pack Ricola dabei hatten - hat den Hals beruhigt! 

In Thameteng hatten wir mit einem Vorarlberger gesprochen, dessen Freundin zu Beginn in Namche krank wurde und so hohes Fieber bekam, dass sie mit dem Hubschrauber nach Kathmandu gebracht werden musste. 

Als wir zurück in Namche waren, trafen wir das deutsche Pärchen vom Beginn wieder, mit denen wir am Flughafen von Manthali gesprochen hatten. Diese wollten ebenfalls den 3-Pässe-Trek machen. Unterhalb des Renjo La mussten sie allerdings abbrechen, da es ihm so schlecht ging. Zurück in Namche gings zum Arzt, wo ihm Antibiotikum verschrieben wurde. Nach mehreren Tagen in Namche gings dann immerhin noch nach Gokyo und wieder zurück.

Wenn ich solche Geschichten höre, bin ich einfach nur dankbar, dass wir unseren Trek wie geplant durchführen konnten! 

Hygiene

Ich bin bereits davon ausgegangen, dass die Hygiene nicht top sein wird. In manchen Lodges hatten wir ein eigenes Klo, was besser war, als das Klo mit x anderen Touris zu teilen, was teilweise echt ekelhaft war. Wir hatten Pocketseife dabei, damit wir uns zumindest immer mal wieder die Hände waschen konnten. Je höher man kam, desto seltener hatte man fliessendes Wasser. 
Die Klos waren meistens mit Kloschüssel, nur selten gabs das berühmte Loch im Boden, was durchaus hygienischer sein konnte als die Kloschüssel. 
Die Bettwäsche kann verständlicherweise nicht gewaschen werden und wird zur 'Reinigung' an die frische Luft gelegt. Wir waren überrascht, überhaupt Decken und Kissen vorzufinden. Wir haben die Decken immer beiseitegelegt und ich habe über das Kissen meinen Plo gespannt. Im Schlafsack liess es sich super schlafen. Nur in einer Nacht war mir kalt. Aber wir waren ja auch relativ früh in der Saison unterwegs. Wer keinen dicken Schlafsack mitschleppen möchte, könnte wahrscheinlich darauf verzichten und einen Hüttenschlafsack mitnehmen. Nur in Surke waren keine Decken vorhanden!

Weiteres

Der Umgang mit der Natur hat mich wirklich schockiert. Selbst im Nationalpark konnte man auf den Hauptrouten keine zehn Meter gehen, ohne dass man auf Müll gestossen ist. Und es sind nicht die Touristen, die den Müll hinterlassen. Das meiste kommt von den Trägern. Die Menschen hier haben kein Verständnis dafür, wie schädlich Plastik oder auch Zigarettenkippen für die Natur sind. Es müsste mal eine grosse Aufklärungskampagne durchgeführt werden! 

Die Porter (teilweise aber auch Touris) haben häufig eine Box bzw. zumindest ihr Smartphone dabei, mit dem sie sich und ihre Umgebung beschallen. Teils noch diskret, teils aber in einer Lautstärke, in der man sich fragt, ob das den wirklich nötig ist. Respekt vor anderen scheint ein Fremdwort zu sein!

Die Armut ist immer wieder sichtbar, nichtsdestotrotz läuft jeder mit einem Smartphone herum. Der Spagat ist einfach riesig - in der einem Hand ein Smartphone, in der anderen einen Stein, um einen Nagel einzuschlagen, weil entsprechendes Werkzeug nicht vorhanden ist.

Die Nepali haben ein ganz anderes Verständnis im Bereich Benehmen. Sie rotzen und spucken, was das Zeug hält. Selbst bei Tisch ziehen sie die Nase geräuschevoll hoch - grad dass sie da nicht auf den Boden spucken, sondern in die Serviette rein... Schmatzen zeigt, dass das Gericht schmeckt. Und wenn gehustet wird, dann nicht in die Armbeuge oder zumindest weggedreht, sondern häufig sogar mit Zunge draussen 🫣.

HARALD

Allgemein

Mit etwas Abstand zum Trek an sich, würde ich schon meinen, dass der 3-Pässe-Trek zu empfehlen ist. Man muss einfach wissen, auf was man sich einlässt. Körperlich sehr fordernd, wenn man keine Träger hat (selbst für uns, obwohl wir viel wandern und auch trekken), teilweise kalt, abgelegen und in großen Höhen. Dafür bekommt man unglaubliche Momente geschenkt, wenn auch noch das Wetter stimmt. Auf alle Fälle ist man aber auf den Pässen einsamer unterwegs, als am normalen EBC Trek, der einfach überlaufen ist. Darauf muss man sich einstellen. Gokyo, Lobuche, Gorakshep, Dingboche etc., überall dort steppt der Bär. Den Trek wie wir im Uhrzeigersinn zu machen bringt zwar kalte und schattige Aufstiege auf die Pässe mit sich, ist aber weniger begangen und "steigert das Erlebnis", da man dem höchsten Berg immer näher kommt, als davon wegzugehen. Anders rum hat man am Anfang das Highlight und geht die Aufstiege zwar in der Sonne, aber die schönen Berge immer im Rücken. 

Wetter und Saison/Zeit

Das Wetter ist immer so eine Sache. Tendentiell werden die Tage im Spätherbst immer klarer und stabiler, aber es wird auch empfindlich kälter, selbst in den Tälern und Lodges - die Tage sind auch kürzer. Temperaturen von ca. -5°C an den Pässen waren es jetzt bei uns. Im November kann man etwa 10 Grad weniger rechnen, oder mehr. Das bringt mehr Gepäck mit sich und somit noch mehr Anstrengung und Gewicht. Vor allem der Schlafsack muss dann mehr Reserven bieten.
Von dem her würde ich meinen, passt Mitte bis Ende Oktober ganz gut. Man muss eventuell ein paar Reservetage einplanen, um dann vor allem bei dem hohen Bergen und Pässen Wetterglück zu haben.
Mit dem EBC muss man Glück haben, um es als Zeltstadt zu sehen. Im Mai ist immer Vollbetrieb dort, aber auch am Trek. Im Herbst gibt es nicht jedes Jahr Expeditionen. Bei uns war es ja leer. Aber das Ama Dablam BC war dafür gut gefüllt.

Pässe

Die Pässe an sich zu machen und nicht nur den EBC würde ich auf alle Fälle empfehlen. Alle drei sind unterschiedlich. Im Uhrzeigersinn sind sie auch anstrengender aus mehreren Gründen. Erstens geht man am Morgen beim Aufstieg westseitig und somit im Schatten, und es ist kälter. Zweitens sind meist mehr Höhenmeter aufwärts zu machen. Und drittens schläft man meist tiefer im Westen als im Osten. Vor allem beim Renjo La kommt das zum Tragen, muss man doch etwa 1150hm rauf machen, geht dann aber nur 700 oder so ab.
Am anstrengesten fand ich den Renjo La, da man dort am wenigsten akklimatisiert ist. Dafür ist das WOW Erlebnis dort unfassbar cool, weil man zum ersten Mal die 8000er sieht und Gokyo mit dem See vor sich hat.
Am schönsten hätte ich fast den Kongma La eingestuft, da man den Khumbugletscher quert, unter der Nuptsewand vorbeigeht, den Lhotse sieht und den Makalu, und dazu noch die Ama Dablam einfach so toll sieht, wie selten am Trek.
Der Cho La ist lange, man geht lange im Schatten und muss nochmals absteigen, bevor es endgültig nach oben geht. Bei Schnee und Eis gar nicht so ohne. Das Erlebnis am Pass ist etwas getrübt, sieht man doch anfangs fast nichts. Erst später, wenn man unter dem Cholatse vorbeigeht, öffnet sich das Tal mit Lobuche East und West, dem Cholatse und der Ama Dablam.

Highlights

Für mich sicherlich der Sonnenuntergang am Kala Patthar. Den Everest rot-glühend zu sehen in diesem Gesamtpanorama war atemberaubend schön. 
Die Ama Dablam ebenfalls im Sonnenuntergang zu sehen und später am Vormittag vor der riesigen Südwestwand zu stehen war toll.
Unsere kleine Besteigung des Ngozumpatse bei Gokyo war toll, konnten wir doch auf 5.500m etwas klettern, und das vor dem Cho Oyu.

Gepäck

Etwa 10kg wogen unsere Rucksäcke am Anfang. Viel leichter wurden sie nicht, wenige Gramm vielleicht. 200g Ricola fehlten bei mir am Ende sicher 😛.
Wir hatten beide unsere Goretex Sachen dabei, aber nie ausgepackt. Die 3-Lagen Goretex Jacke und die Regenhose zusammen wiegen locker 1kg. Hier waren wir begünstigt. Wir hätten das Zeug weglassen und eventuell durch einen Regenponcho ersetzen können. Oben regnet es sowieso weniger. Wenn, dann braucht man eher einen Windschutz. Dafür war ich dann sehr froh um die leichte Windstopperjacke, da diese angenehm zu tragen ist, auch mit Kaputze.
Beide hatten wir eine zweite leichte Hose für die Lodges dabei. Das war sehr bequem, nach dem Wandern aus der sperrigen und meist staubigen Wanderhose zu kommen. Eventuell kann hier eine lange Unterhose mit einer ultraleichten kurzen Hose kombiniert werden, um Gewicht zu sparen.
Das Rummy ist schwer, aber es bietet einen guten Zeitvertreib. Das Kniffelset mit den sechs Würfeln und ein paar Blätter haben immer Platz.
Den Feldstecher würde ich eventuell weglassen. Es war schön, alles nahe sehen zu können, aber das Ding wiegt 650g. 
Das Theraband war zwar nicht oft im Einsatz, bot aber die Möglichkeit, etwas zu dehnen und Übungen für den Oberkörper zu machen. Zudem hat es fast kein Gewicht.
Auf alle Fälle sind Stöcke zu empfehlen. Sie helfen beim Aufstieg, nehmen Gewicht von den Knien beim Abstieg und dienen auch noch zur Stabilisierung, wenns eisig oder schneeig wird.
Was wirklich gut war war der Thermobeutel für die SIGG Flasche. Dadurch blieb das heiße Wasser oder der Tee länger warm und man konnte den Beutel am Hüftgurt aufschnallen, womit man einfach trinken konnte.
Eine kleine Powerbank ist für die hohen Dörfer wie Lobuche oder Gorakshep zu empfehlen, da man sonst viel Geld fürs Aufladen zahlen muss (1000 Rupies = 7 EUR pro Gerät).
Ich hätte das Gewicht wohl auf ca. 8kg drücken können, notwendig wars nicht. Somit hatten wir etwas Luxus am Trek.

Guide

Die Frage aller Fragen, also fast. 
Wir hätten den Trek gut ohne machen können, sind wir diesen Herausforderungen doch eigentlich gewachsen. Zudem kann man sich nicht verlaufen. Es gibt gute Wege und es sind andere Leute unterwegs. Karten findet man überall. Von dem her keine Notwendigkeit für einen Guide.

Aber ...
Pasang war sehr zuvorkommend und hilfsbereit am Trek. Er kümmerte sich immer um eine super Lodge und um das Essen. Zudem hat man jemanden an der Seite, der einem etwas mehr zu Land, Leuten, Kultur, den Bergen usw. erzählen kann.
Ich kannte ihn schon von vor 12 Jahren hier und wusste, dass man mit ihm gut auskommen kann. Zusätzlich unterstützt man eine Familie in Nepal. Der Verdienst ist sehr gutes Geld für den Guide.
Sollte es zudem sprachlich Probleme geben, ists einfacher. Man spricht zwar fast überall Englisch, aber eben auch nicht so gut.

Essen und Trinken

"Dhal Bat Power 24 Hour" ... so das Motto hier. Im Prinzip gibt es alles, was man will, am Trek. Burger, Pommes, Fleisch, Pizza usw.
Aber: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Nepali können das nicht kochen. Wie soll man Pommes auf 4500m ohne Strom und genügend Fett knusprig frittieren?
In der Höhe braucht der Körper viel Energie, um Fleisch zu verdauen. Zudem muss alles Fleisch nach oben getragen werden, da im Sherpa-Land eigentlich kaum Tiere getötet werden. Auch sind die hygienischen Bedingungen nicht danach. Gemüse verdirbt hingegen schwer, wird immer gut durchgekocht und liegt nicht schwer im Magen.
Gebratener Reis mit Gemüse, gebratene Nudel mit Gemüse, wahlweise noch mit Ei, und natürlich Dhal Bat. Ab und zu vielleicht so eine Art Röstkartoffel mit Gemüse. Man kann abwechseln, auch wenn alles irgendwann gleich schmeckt, wegen der Gewürze.
Das Frühstück ist im Vergleich zum normalen Essen sehr teuer. Pancakes gibts überall. Ebenso Chapatti (Fladenbrot) mit Honig oder so. Für mich der Klassiker war das Porridge. Sättigt gut, hält an, wärmt am Morgen.

Zum Trinken haben wir in der Höhe immer Tee getrunken, kaum normales Wasser. Dieses hätten wir zwar filtern können (Platypus Filter), aber es ist einfach kalt und trinkt sich schwerer.
Mit der Zeit hat man aber die Schnauze voll von der Hot Lemon oder dem Ginger Honey Lemon, weil das alles sehr süß ist.
Heißes Wasser, welches abgekocht wurde, gibts immer. Ein paar normale Teebeutel wären also super gewesen.
PS: fast alle Tees sind auf Schwarzteebasis!

Medikamente

 Wir hatten eine Reiseapotheke dabei, bestehend aus:
• Aspirin Express und Aspirin C: haben wir gebraucht. Vorsicht mit der Höhe - Blutverdünner
• Schmerzmittel: Dafalgan und Mefenezid, Voltaren. Nichts gebraucht.
• Etwas Starkes gegen Durchfall, etwas gegen Übelkeit und Erbrechen. Zum Glück nicht gebraucht.
• Kohletabletten. Nicht gebraucht.
• Breitband Antibiotikum: zum Glück nicht gebraucht. 
• Ein paar Magnesium-Sticks.
• Halsschmerzmittel: unbedingt ein paar mehr. Die trockene und kalte Luft reizt den Hals und Rachen sehr. Zudem wird in den Lodges oft mit Yakmist geheizt. Das schlägt auch auf den Rachen. NeoAngin wären noch gut.
• Ricola waren top und goldwert. Da hätte es eine zweite Packung dein dürfen. Sonst noch Mentholtabletten für eine freie Nase usw.
• Eventuell etwas als Abführmittel, wenn der Reis mal nicht raus will. 😝

Hygiene

Das ist so eine Sache. Wer Sauberkeit liebt und sich ekelt, ist falsch am Platz. Vor allem die Toiletten sind halt meist dreckig bzw. ein Loch im Boden. 
Zudem gibts hoch oben kaum mal ein Waschbecken, eher einen Eimer mit Wasser, zum Waschen. 
Duschen geht sowieso kaum bzw. ist auch, selbst wenn möglich, nicht zu empfehlen. Zu groß ist für uns europäische Weicheier die Chance auf eine Erkältung danach. 
Klopapier sollte selbst mitgetragen werden, außer man machts im Nepal Style. Wir hatten für die unmittelbare "Intimpflege" Feuchttücher dabei. Das reinigt und erfrischt zugleich.
Für das Händewaschen hatten wir Seifenblätter von PocketSoap dabei. Damit kann man super Hände und Gesicht waschen und sie sind biologisch abbaubar.
Was uns am Ende ausging waren die Taschentücher. Solche hätte es mehr gebraucht. Die staubige Luft forderte so seinen Tribut.

Weiteres

Am Trek wird man vor allem in den Lodges immer wieder auf hustende Menschen treffen. Viele davon haben einen Reizhusten würde ich meinen. Seltener ist ein verkühlter oder kranker Gast dabei. 
Ein Buff ist nicht nur beim Gehen super, um den Hals oder Nacken zu wärmen bzw. den Staub abzuhalten, sondern kann auch in den Lodges gut als Mund- und Nasenschutz verwendet werden. Alternativ kann man vielleicht noch eine FFP2 Maske einpacken.
Mit den Manieren der Nepalis muss man umgehen können. Spucken, rotzen, husten, all das steht hier an der Tagesordnung. 

Trotz allem konnten wir uns extrem glücklich schätzen, dass alles so geklappt hat. Wir sind mehr oder weniger gesund geblieben und hatten kaum Probleme. Wir trafen in Namche ein deutsches Paar wieder, die mit uns gemeinsam in Manthali gewartet auf den Flug gewartet haben. Sie mussten ihren Trek im Aufstieg zum Renjo La abbrechen, da er krank wurde und nicht mehr weiter konnte. Die Höhe und andere Faktoren zwangen sie zur Umkehr. Zurück in Namche bekam er dann Antibiotika verschrieben und kam anscheinend knapp an einer Lungenentzündung vorbei. 🤕

Montag, 28. Oktober 2024

28.10.2024 - Kathmandu Tag 2

Meine Nacht verlief nicht sonderlich gut. Mir lag der Tofu im Magen, zumindest war es jener, der mir fast wieder hochkam 😝. Fast eine Stunde war ich in der Nacht wach und auch später schlief ich kaum mehr, störten mich doch die Blinklichter von draußen zu sehr.

Am Morgen gings gegen 7 Uhr zum Frühstück. Heute nur Schonkost: Toast mit etwas Butter und Honig. Mein Magen wollte geschont werden. Wir trafen nochmals Simon Gietl, der sich kurz zu uns setzte, um mit uns zu plaudern.

Pasang holte uns um 8 Uhr ab und wir spazierten zum Durbar Square, dem kulturellen Hauptplatz, wo die großen Tempelanlagen stehen. Am Weg dorthin gings durch die Straßen Kathmandus, wo reges Treiben herrschte. Überall Lebensmittel am Boden oder in den "Läden". Fleisch (Rind und Schwein) gemeinsam mit Huhn bei 25 Grad in der Sonne, unverpackt, mit Fliegen garniert. Jegliches Gemüse, Gewürze, Tofu, Säfte, Obst ... alles, was das Herz begehrt quasi, unser Magen aber sicher mit einer Lebensmittelvergiftung verdankt. 🤣

Am Platz angekommen, bekamen wir den Touri-Stempel aufgedrückt, indem wir so orange Ausweise tragen mussten - unsere Eintrittskarte quasi. Wir schauten uns die Tempelanlagen an, von welchen so manche stark vom Erdbeben 2015 gezeichnet ist. Vor allem das Wahrzeichen, der mehrstöckige Tempelturm, hat Federn lassen müssen, fehlen ihm doch oben zwei Stockwerke oder so. Vieles wird aber wieder aufgebaut und saniert. Aber halt in Nepali-Geschwindigkeit und Sorgfalt 😒. Innert 9 Jahren hätten sie wohl schon fertig sein können. Arbeitskräfte sollte es doch genug geben.

Gegen 9:30 Uhr schlenderten wir zurück zum Hotel. Wir mussten noch duschen und auschecken sowie packen. Gegen Mittag hatten wir dies dann erledigt und wir gingen in ein Cafe, um eine Kleinigkeit zu essen bzw. eben einen Kaffee zu trinken.

Danach wollten unsere Rupien verprasst werden. Manu lebte voll im Handeln auf und erwarb noch eine coole Jacke. Auch ich wurde noch fündig und konnte mir eine kurze Hose besorgen, die ich wohl noch brauchen werde in naher Zukunft. Das letzte Geld ging dann für ein kleines Ölgemälde drauf, welches uns als Andenken dienen wird. Ama Dablam mit dem Blick zu Everest, Lhotse und Nuptse. Etwas abstrakt, aber schön. Hoffentlich überlebt es die Flüge unbeschadet.

Zurück beim Hotel warteten wir dann auf Pasang, der uns zum Abendessen zum Koreaner brachte. Manu hatte etwas mehr Glück bei der Wahl. Mein Menü war etwas sehr dürftig und nicht besonders schmackhaft. Aufgegessen habe ich nicht, war ich auch noch etwas skeptisch gegenüber all dem eingelegten Gemüse.

Bevor es dann zum Flughafen ging, verabschiedete Pasang uns noch traditionell mit weißen Schals. Mit dem Taxi gings in 20 Minuten zum Flughafen, wo wir zuerst mal warten mussten, bis der Check-In der Thai-Airways aufmachte. Alles etwas langsam(er) hier. Nachdem wir sichergestellt hatten, dass unsere Rucksäcke durch den Scan gekommen sind (von wegen gefährliche Güter an Board), setzten wir uns ins Flughafenrestaurant und bestellten eine Kleinigkeiten, um die Wartezeit zu verkürzen. Es war erst 21 Uhr, unser Flug ging um 00:25 Uhr.

Der Sicherheitscheck ging dann flott in 5 Minuten, um kurz danach wieder zu sitzen und zu warten. Und wenn die Nepalis die Sache mit der englischen Aussprache noch besser hinbekommen würden, so hätte auch ich verstanden, dass unser Flug auf Gate 6 zum Boarden ausgerufen worden ist 😛.

Nun ab in den Flieger und dann "gute Nacht".

Harald










Sonntag, 27. Oktober 2024

27.10.2024 - Kathmandu Tag 1

Der Morgen startete mit Strassenlärm und Autogehupe. So stand ich gegen 7:15 Uhr auf und verkrümelte mich erst einmal im Bad - "Beautyprogramm" 🤣 Nach gut drei Wochen ohne Haarewaschen verlor ich gefühlt ein Viertel meiner Haarpracht 🫣.

Das Frühstück nahmen wir im Hotel gegenüber ein, wo wir für kommende Nacht auch ein Zimmer haben. Das Buffet war ganz okay - Toast, Gipfeli, Eier, Pancakes, Muffins und Kuchen... Und auch Nudeln oder Kartoffelpuffer hätte es gegeben.

Lustiger Fakt - während des Frühstücks sahen wir einen ins Hotel kommen, komplett in Salewa-Ausrüstung. Harald fragte mich dann, ob das nicht Simon Gietl sei. Hmmm, schon möglich 🤔. Nach dem Frühstück sass er in der Lobby, Harald schaut ihn an und sagt so zu ihm, dass man ihn doch kenne. Und tatsächlich, es war Simon. Wir haben dann etwas mit ihm gequatscht, echt netter Typ!

Anschliessend checkten wir im einen Hotel aus und im andern Hotel ein. Wir bekamen ein grosszügiges Zimmer im fünften Stock. Nur der Safe funktionierte nicht. Also lief Harald die fünf Stockwerke wieder runter und hoch (als würde es keinen Lift geben 😄) und brachte den Code 9876# mit. Ging nicht! Also wieder runter. Kommt er mit dem Hotelangestellten zurück. Kommt auch dieser drauf, dass es nicht geht. Die Batterien seien leer. Er würde Batterien kaufen gehen, wir sollen warten. Kommt er 15 Minuten später mit den Batterien zurück. Harald weist ihn noch darauf hin, dass die Kontakte korrodiert seien. Das würde er wann anders reinigen, sei ja nicht so wichtig. Okay - Batterien rein, nichts geht 🤣. Also doch die Kontakte notdürftig reinigen. Schliesslich funktionierte unser Tresor und wir konnten uns mit Pasang treffen, der bereits in der Lobby wartete.

Wir liefen dann kurz durch die Strassen (es ist komplett chaotisch, Fussgänger, TukTuks, Mofas, Autos, ein riesen Gewusel - und doch funktioniert es irgendwie) um ein Plätzchen fürs Mittagessen zu finden. Pasang fragte uns, ob chinesisch okay sei und wir bejahten. Wo er uns aber hinführte, war das Himalayan Java-Tridevi Thamel - ein Café 😅. So sah dann auch die Speisekarte aus. Harald und ich wählten den Vegiburger und für Pasang gabs Pizza.

Nach der Mittagspause gings mit dem Taxi zur Swayambhu Stupa. Um diese zu erreichen, mussten 365 Stufen erklommen werden. Es war ziemlich heiss und es wimmelte nur so vor Leuten. Und überall wuselten Rhesusäffchen herum! Wir bestaunten kurz die Stupa, machten ein paar Fotos und schauten auf die Stadt hinunter. Crazy!!! Entlang von Marktständen ging es dann weiter in Richtung Swayambhu Buddha Park. Jeder wollte etwas verkaufen, alles nur Ramsch und Kram! Und dann wieder der Müll, der überall herumliegt! 😓
Wir schauten uns dann noch die drei goldenen Buddha-Statuen an, ehe es mit dem Taxi zurück in unser Viertel (Thamel) ging.
Pasang verliess uns und wir schlenderten durch die Strassen. Ich kaufte mir eine Hose und zu Haralds Erstaunen handelte ich sogar 😅!

Dann gings nochmals zum Café, das wir bereits vom Mittagessen kannten. Dort gabs für mich einen Honey Latte und einen Walnut Brownie und für Harald eine heisse Schocki und einen normalen Brownie. Welch ein Zuckerschock! 😵‍💫

Anschliessend schlenderten wir weiter, Harald war auf der Suche nach ein paar Schuhen. In einem Laden probierte er sogar welche aus - als er die Schnürsenkel anzog, riss doch prompt die Lasche aus 😅. Immer diese Fakeprodukte! So wurde er zumindest heute nicht fündig.

Gegen 17:30 Uhr waren wir zurück im Hotel und schauten uns noch ein wenig den zweiten Lauf des Riesenslaloms an. Bereits eine Stunde später erwartete Pasang uns in der Lobby.

Wir spazierten etwa 15 Minuten zum Kohang-Restaurant, wo ein nepalesischer Abend uns erwartete. Begleitet von traditionellen Tänzen assen wir uns durch ein Mehrgangmenü. Gestartet wurde mit einem Hirsewein, der uns allerdings nicht so schmeckte. Darum gabs für uns zum Spülen dann ein Nepali-Bier 🤪! Zur Vorspeise wurde was Frittiertes serviert, was uns an Backerbsen erinnerte 😆 (frittierte Buchweizenröllchen). Nach sehr leckeren Momos wurde eine Suppe gebracht und als Hauptgang Dhal Bat. Zum Dessert gabs ein Yoghurt.

Nach gut 1.5h war die Show vorbei und wir machten uns auf den Weg zurück zum Hotel.

Und nun: Gute Nacht! 💫
Manu












Samstag, 26. Oktober 2024

26.10.2024 - Salleri nach Kathmandu

Der heutige Tag war etwas verkorkst, könnte man sagen. Irgendwie lief nichts so wirklich rund. Unser Zimmer war ja etwas feucht mit Schimmel an den Wänden und auf den Kopfkissen. Das störte wenig, schliefen wir sowieso nur kurz dort. Um 7 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, damit wir recht bald nach Okhalunga aufbrechen konnten. Okhalunga ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirkes.

Der Fahrer des Jeeps war schon vor dem Hotel, als wir rauskamen. Alles tip top also. Rucksäcke verladen und los ging die Fahrt. Etwa 55km in 2 bis 2.5h sollten es werden. Der Fahrer war ein angenehmer Zeitgenosse, fuhr er doch für nepalesische Verhältnisse vorsichtig. So kamen wir gut voran, bis zur Teepause. Was als kurzer Stopp gedacht war, um Tee zu trinken und das letzte Mal den Everest zu bestaunen, dauerte länger. Der Fahrer hatte Hunger bekommen, nach einer Stunde Fahrzeit. Also musste er nochmals frühstücken. Aber okay, es war sonnig und schön.

Nachdem alle menschlichen Bedürfnisse befriedigt worden waren, fuhren wir weiter. Ohne große Zwischenfälle kamen wir dann um 10:30 Uhr in der Bezirkshauptstadt an. Da hier der Jeep gewechselt wurde, packten wir unser Zeugs aus und gingen in ein Restaurant. Pasang meinte am Vortag, wir machen ein "early lunch break" und fahren dann weiter, sodass wir gegen 15 oder 16 Uhr bei ihm sind. Seine Eltern hatten auch gerade in der Stadt zu tun - irgendwas wegen der Sozialversicherung - und so fragte er, ob es okay sei, wenn sie dann später mit uns im Jeep mitfahren könnten. Unser Plan war ja, ihn und seine Familie zu besuchen, nachdem er uns dazu eingeladen hat.

Geduld ist eine Tugend ...
Wir bestellten Dhal Bat zu Mittag und während wir aufs Essen warteten, meinte er, seine Eltern würden jetzt auch noch essen. Sie seien mit dem anderen Zeugs fertig. Für uns hieß das, dass sie dann bald hier sein würden und wir somit zeitnahe weiterfahren könnten. Die Fahrt zu ihm nach Hause dauert von Okhalunga immerhin noch ca. 4 Stunden bei 50km, aber halt wieder über Stock und Stein.

Wir aßen dann und dann meinte er, wir müssen noch etwas warten. Es war jetzt etwa 11:30 Uhr. Er wollte noch ein paar Sachen besorgen, ich ging etwas raus, Manu las. Ausgemacht war dann 12:15, damit wir aufbrechen konnten. Die Zeit verging, ich war zurück, kein Pasang da. Um 12:30 habe ich ihm mal geschrieben, wo er sei, da kam als Antwort, er säße beim Frisör und liesse sich die Haare schneiden, wir müssten noch 30 Minuten warten. Dann riss mein Geduldsfaden ... 😡

Manu und ich hatten uns seit dem letzten Pass Gedanken gemacht, wie und wann wir nach Kathmandu zurück wollten, da wir ja keine Rast- und Reservetage brauchten und diese übrig waren. Somit hatten wir ca. 6 Tage gewonnen. Eines war für uns aber fix: wir wollten Pasangs Familie kennenlernen, haben wir sie doch vor 4 Jahren schon finanziell unterstützt. Einen Einblick in ihr Zuhause bekommen, wie sie leben, ihr Dorf, usw. Hätten wir das nicht geplant gehabt, hätten wir schon am 24. nach Lukla gehen und am 25. oder 26. einfach in einer Stunde zurück nach Kathmandu fliegen können. Dann hätten wir uns über 10 Stunden im Jeep erspart und gleichzeitig 2 weitere Tage zur Vefügung gehabt, für was auch immer.

Nun gut. Er kam also um 13:15 etwa zurück und meinte dann, der Fahrer würde noch das Auto waschen und seine Eltern seien gleich hier, dann können wir los, so gegen 14 Uhr. Ich war auf 180. Manu und ich hatten dann die Schnauze voll, warteten wir doch schon 3 Stunden im Restaurant und nochmals eine halbe Stunde bei der Teepause. Weitere 4 oder 4.5h im Auto sitzen und durchgebeutelt werden, damit wir dann am späten Abend beim ihm ankommen, wo wir nichts mehr sehen und machen können, nur Abendessen und dann ins Bett gehen? Zudem hätten wir am nächsten Tag früh auf müssen, damit wir die lange Fahrt nach Kathmandu machen hätten können - etwa 8 bis 10 Stunden von ihm daheim. In Summe also etwa 12 bis 14 Stunden im Auto sitzen, dafür, dass wir nichts mehr sehen und keine Zeit haben, war uns zu viel.

Er meinte dann, es sei auch so schwer gewesen wegen des Fahrers usw., aber wo ich dann klar gesagt habe, es sei Schluss mit lustig und wir wollen direkt nach Kathmandu, war innert 10 Minuten alles organisiert. Um 13:30 fuhren wir dann ab nach Kathmandu.

Eigentlich sind wir Reisen gewohnt, auch in südlichen Ländern oder zB in Südamerika. Ich war ja auch schon hier in Nepal. Vieles dauert einfach länger. Aber das war zu viel des Guten, vor allem, weil er ja unser Guide ist und wir mit ihm ausgemacht haben, dass wir zügig zu ihm fahren. Das hier soll nicht wertend klingen, aber die Leute hier haben einfach kein Gespür für Zeit und Arbeit. Wenn man durch Dörfer geht oder fährt, stehen dort vor jedem Haus ein paar Seelen, die einfach in die Luft schauen, oder Autos zählen. Klar gibt es Regionen, wo sie durch harte Feldarbeit den ganzen Tag beschäftigt sind, aber meist schlägt der Großteil der Bevölkerung einfach Zeit tot. Zeit ist etwas, dass alle haben. Auch ist es ihnen egal im Dreck zu leben. Da liegt Müll bis zur Haustür hin, Flaschen, Folien, ... keiner würde das aufräumen. Egal?
Auf den Straßen liegen Steine, Schutt, sie sind verlegt etc. Anstatt zB das ordentlich wegzuschieben, stecken sie lieber einen Stecken hin als Warnung. Aber Zeit hätten sie ja, es zu tun. Es würde nur nicht bezahlt werden. Schwierige Sache. 😒

Adrenalinkick auf der NH-20
Unsere Rückfahrt war dann mit einem Tata Golo Jeep entlang der Hauptstraße, also eigentlich ganz gut zu fahren. Lediglich der Fahrer gab uns etwas zu denken. Manu schätzte ihn auf 14, ich auf 15 bis 16, laut Pasang wäre er 25. Er reichte mir kaum bis zur Brust 🤣. Der Fahrstil war sportlich agil, geprägt von jugendlichem Leichtsinn. Ich denke, das triffts ganz gut und ist diplomatisch gesagt 😛.

Beim Einsteigen in den Jeep habe ich mal die Reifen angeschaut. Vier Stück waren montiert, fahrtauglich (laut unseren Normen) vielleicht zwei. Naja. So eine Lauffläche mit Profil wird ja auch überbewertet 😂. Rechts hinten löste sich diese nicht nur, sondern es schaute an mehreren Handflächen großen Stellen das Metallgewebe, also der Radialbegurtung des Reifens, heraus. Man konnte die einzelnen Fäden so rausziehen. Naja. Sind ja nur 240km oder so. Und der Reifen wird ja nicht genau dann platzen, wenn wir mit 80 bis 100 km/h entlang vom Sunkoshi brettern.🤞

Anfangs war die Straße noch ganz gut, doch später wurden die Schäden der großen Überschwemmung von vor einem Monat sichtbar. Innert 30 Stunden hat es damals an die 700 Liter Niederschlag gegeben. Zu viel für so ziemlich jeden Fluss. Und so hat sich der Sunkoshi sein Flussbett wieder zurückgeholt und große Teile der Fahrbahn mit sich gerissen. Über weite Strecken fährt man dort entweder auf provisorisch ausgeschobenen Trassen am Hang im Erdrutschgebiet, oder man fährt überhaupt im Flussbett, welches einfach mit all dem Erdrutschmaterial aufgefüllt und planiert wurde. Wenigstens musste der Fahrer dann langsam fahren, was uns etwas beruhigte, was den Reifen anging. Mit der einbrechenden Dunkelheit sahen wir dann zumindest weniger, wie weit es auf der einen Seite runter zum Fluss ging.

Nach einer Pause etwas vor Kathmandu kamen wir dann etwa um 21 Uhr hier an. Recht geschlaucht vom vielen Fahren. Also ab ins Hotel. Dort wurden wir dann ins Nachbarhotel ausquartiert, da kein Zimmer mehr frei war. Auch egal. Hauptsache ein Bett. Wir bekamen dann Zimmer Nr. 103. Der Hotelmitarbeiter brachte uns hoch, öffnete die Tür, zeigte das Zimmer usw. Alles okay. Als wir zum Abendessen gingen stellte ich fest, dass sich die Tür mit dem Schlüssel nicht sperren liess. Er hatte uns das falsche Zimmer gezeigt 😝. Was für eine Aufregung bei ihnen. Ich sagte, sie sollen uns einfach den anderen Schlüssel geben, da wir ja schon etwas ausgepackt haben. Aber das dauerte dann länger, bis sie das überrissen hatten.

Hungrig gings dann zum Abendessen. Es war schon 21:30 Uhr und wir hatten seit 11 Uhr nichts gegessen. Manu nahm Kathi Rolls, so eine Art Wraps gefüllt mit Gemüse. Ich dachte, ich machs schnell: Spaghetti Aglio e Olio. Mein Magen war auch etwas angeschlagen von der Chilli am Vortag und vertrug nichts Würziges.
So kam Manus Essen, Pasangs Essen, und so nach weiteren 15 Minuten mein Essen. Klar. Dauert auch so lange, das Gericht zu machen. Egal. Hungrig wie ich war, stürzte ich mich drauf. Wie um alles auf dieser Welt kann man ein Gericht, welches aus drei Hauptzutaten (Spaghetti, Öl, Knoblauch) besteht, so verhauen. Es waren Oliven drinnen, gut bin ich nicht heikel. Die Nudel waren gebraten und trocken, dass es staubte beim Kauen 🤣. Naja. Irgendwann waren sie auch weg.

Zurück im Hotel ging es dann geradewegs ins Bett. Duschen wollten wir nicht mehr. Das würde zu lange dauern.

Gute Nacht
Harald

Teepause. Aussicht genießen.

Zuerst lustig.

Dann der Blick auf den Reifen.


Smile 🤣


Freitag, 25. Oktober 2024

25.10.2024 - Surke nach Salleri

Die heutige Nacht war für mich sehr erholsam. Auch Harald schlief ziemlich gut. Nichtdestotrotz war meine Nase bereits in der Früh komplett zu. Nach dem Frühstück, das um 06:30 Uhr angesetzt war, packten wir zusammen und gegen 07:15 Uhr schulterten wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke. 

Der Weg führte sogleich ziemlich steil den Hang hinauf, was wir allerdings schon wussten, da wir am Vortag den Weg studiert hatten. Circa 200 Höhenmeter folgten wir dem Wanderweg, ehe wir auf eine "unfinished" Road gelangten, deren Verlauf wir für weitere 300 Höhenmeter folgten. 

Anschliessend war die Strasse fertig, bzw. nicht mehr vorhanden. Einige Arbeiter zerkleinerten Felsbrocken auf dem Weg, über ihnen war der Hang jedoch ungesichert und weitere Felsbrocken schauten so aus, als würden sie in naher Ferne runterfallen. Daneben stand ein Bagger, dessen Öl nicht im sondern um ihn rum in der Erde versickerte 😪.
Wir mussten dann einen steilen und staubigen Abschnitt überwinden, wo Ausrutschen keine Option war. Immerhin hatten wir Wanderschuhe an, nicht wie einige Einheimische nur Crocs oder Flipflops! 

Schliesslich erreichten wir Payia und damit die nächste unfinished Road. An der entlang ging es dann weiter und weiter und weiter. Hin und wieder konnten wir eine Abkürzung nehmen, im Grossen und Ganzen gings aber der Strasse entlang. Hinein ins Tal, hinaus aus dem Tal. Den Hügel hinauf, den Hügel hinunter. Auf einer Anhöhe mit ein paar Häusern machten wir dann Pause, assen Cracker und tranken einen Tee. Eigentlich warteten wir auf einen Jeep, aber der war komplett überfüllt. Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie rücksichtslos die Einheimischen mit der Natur umgehen: Einer der jungen Erwachsenen trank ein Sprite. Zuerst schnippte er den Deckel irgendwohin und als die Flasche leer war, landete sie auf der Strasse. Harald versuchte noch, darauf hinzuweisen, wie schlecht das für die Natur ist, aber sie kennen es nicht anders 😟 Da müsste wirklich mal Aufklärung betrieben werden!

Wir hatten dann keine Lust, eine weitere Stunde auf den nächsten Jeep zu warten, ohne zu wissen, ob wir dort Platz hätten. Also setzten wir unseren Weg zu Fuss fort. 

Gegen 13:20 Uhr war die nächste Pause angesagt - Mittagessen in Bupsa. Die Nudeln waren gut, Harald hat seine Hot Lemon jedoch stehengelassen, da sie anscheinend nach Seifenwasser geschmeckt hat.

Nach dem Essen gings für eine weitere Viertelstunde bergab. Somit hatten wir wieder über 15 Kilometer, 800 Höhenmeter hinauf und 900 Höhenmeter runter gemacht! Dann erreichten wir die Strasse inklusive Jeep! Damit ging die Odyssee erst richtig los! Die Lehmstrasse war teilweise richtig ausgewaschen, Schlaglöcher ohne Ende, Steine, Felsblöcke,... Wir wurden durchgerüttelt und hin- und hergeworfen. Für circa 15 Kilometer brauchten wir 1.5h. Teilweise gings im Schritttempo. Erstaunlich, was dieser Jeep der Marke Mahindra alles leisten kann! 

Dann, um 15:45 Uhr, erreichten wir den Fluss Koshi. Dort gabs einen Jeepwechsel, da die Brücke für die Autos mit der Thameflut zerstört worden war. Die neue wird zwar gebaut, aber ist noch nicht fertig. So schulterten wir unsere Rucksäcke und spazierten über die Hängebrücke, um auf der anderen Seite in den nächsten Jeep zu steigen. Als wir unsere Plätze eingenommen hatten, meinte Pasang: "52 kilometers, around 4 hours" 🙈 

Wie die letzte Fahrt geendet hatte, ging diese weiter. Ausser, dass der Fahrer der Ansicht war, dass eine Hand am Steuer reicht und die andere Hand fürs Handy reserviert war, mit dem er auch recht häufig telefonierte! Immerhin brachte er uns ohne Zwischenfälle in vier Stunden nach Salleri. Ich war extrem geschlaucht, meine Nase war die ganze Fahrt über komplett zu und auch sonst fühlte ich mich ziemlich gerädert. 

Wir checkten im Hotel 'The Himalayan Yak' ein. Eigentlich ein nettes Hotel, nur stimmte mal wieder die Bausubstanz nicht und auch unser Badezimmer war komplett falsch konzipiert. 
Lavabo, direkt daneben Duschkopf, direkt daneben Klo. Also würde man duschen, wäre das komplette Bad unter Wasser. Das ganze Zimmer war feucht, in den Ecken hing der Schimmel und auch die Kopfkissen waren schimmlig. Einmal mehr war ich froh über meinen Schlafsack!

Dafür war das Essen sehr lecker! Harald blieb beim Dhal Bat, ich hingegen entschied mich für Kathi Rolls, ähnlich wie Wraps, die wirklich gut schmeckten.

Gegen 22 Uhr waren wir dann im Bett. Gute Nacht!

Manu

Schon brutal in den Hang geschoben bzw. gesprengt.

Bye bye Weißer Himalaya.


Hier war ausrutschen keine Option.






Uuuups. Was liegt denn da?

Heuen auf 3.000m Nepali Style.

Ob die neue Brücke besser hält?

Ist uns auch noch nicht passiert. Motorräder auf der Hängebrücke.



17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...