Donnerstag, 10. Oktober 2024

10.10.2024 - Namche nach Thame Teng

Die Nacht war für mich deutlich besser, aber Manu konnte kaum schlafen. Zudem kamen wieder die streunenden Hunde, die die halbe Nacht über Krawall machten und die große Reisegruppe, die über uns in der Lodge war. Die trampelten schon ab 6 Uhr morgens herum. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen in die Rucksäcke und gingen los. Pasang wollte noch einen Thermosbeutel für seine Trinkflasche kaufen, so wie wir auch einen haben, fand aber keinen. So ging es also mir leeren Händen los nach Thame.

Laufend zogen wieder Ströme an Trekkern die Stiegen in Namche nach oben, alle am Weg weiter zum Everest Base Camp. Gut, bogen fast keine Leute mit uns ab in Richtung Renjo La Pass.
Der Weg führte uns immer etwas leicht auf und ab, aber nirgends steil. Dennoch machten sich die Rucksäcke bemerkbar. Ob wir wirklich all das hätten mitnehmen sollen? 🙄 Naja, sind 10kg, also eh nicht viel. Und langsam werden sie leichter beim Gehen, denn man zieht mehr an. Trotzdem bin ich gespannt, was wir am Ende nie gebraucht haben werden 🤣.

Nach 1.5h Gehzeit kamen wir durch Thamo, wo es eine schöne Stupa zu bewundern gibt. Für uns gings gleich weiter nach Thame - wir hatten dort das Mittagessen geplant. Auch Pasang meinte schon, wir brauchen nur 3-4h und nicht 4-5h wie üblich.

Vor Thame mussten wir dann über den Fluss, was durch die Hängebrücke einfach war. Nur musste man etwas ab und dann wieder aufsteigen. Aber dies war die erste Brücke, die wir für uns hatten. Generell waren wir fast alleine unterwegs bis jetzt. Kaum Leute am Weg nach Thame. Das hob die Freude am Trekken, auch wenn die Berge heute in den Wolken waren.

In Thame direkt blieben wir dann nicht. Ein paar Häuser wurden hier von der Flut zerstört, die die zwei gebrochenen Gletscherseen vor wenigen Monaten auslöste. Wir gingen etwas weiter nach Thameteng, wo Pasang für uns ein nettes Plätzchen suchte. Und dieses ist nun so, wie ich es kannte. Einfach. Klein. Ein Speiseraum mit Ofen drinnen, drumherum ein paar Tische. Kleine Zimmer, wo einfach zwei Pritschen drinnen stehen.

Nach einer Stärkung und einer Partie Kniffel (6 Würfel und ein paar Blätter Papier wiegen echt nichts) gings noch zum Akklimatisieren etwas weiter ins Tal zum Tashi Laptsa Pass, der mit über 5700m sehr hoch und auch schwierig ist. Leider war uns das Wetter nicht so hold und die 6000er im Tal zeigten sich kaum. Der Kongde Ri (6.187m) zeigte manchmal seine Spitze und die Flanken des 6.487m hohen  Tengkangpoche zeigten uns ihre eisige Seite. Auf knapp 4.300m war es dann genug für heute. Mit den 650hm vom Vormittag und nochmaligem 450hm am Nachmittag auf dieser Höhe hatten unsere Körper genug geleistet. Also zurück zur Lodge und entspannen.

Nach knapp einer Stunde waren wir wieder retour und wurden sogar etwas nass. Es tröpfelte ganz leicht und der Nebel war aufgezogen. Wir zogen uns um und machten es uns gemütlich, so gut das halt ging. Mit Tee und dem Rummy verweilten wir uns die Zeit bis zum Abendessen. Als Vorspeise gab es eine Knoblauchsuppe, danach wieder einmal Dal Bhat, dieses Mal aber eine riesige Portion 😮.

Frisch gestärkt besprachen wir dann den nächsten Tag. Ursprünglich war der Plan, direkt nach Lungdhen zu gehen, den letzten paar Häusern vor dem Renjo La Pass. Da aber morgen dass Wetter hervorragend sein soll am Vormittag und am Samstag dann eher schlecht bzw. bewölkt, macht es keinen Sinn bei so schönem Wetter die Etappe im Tal zu machen, die eh nur relativ kurz ist, und dann bei Wolken über den Pass zu gehen, ohne Aussicht auf die 8000er zu haben. Das Wetter am Sonntag soll wieder deutlich besser sein.

Also legen wir hier morgen eine Akklimatisationstour auf den Sunder Peak ein, der ca. 5300m hoch ist. Bis rauf kann man nicht ganz, aber wir schauen mal, wie lange wir mögen. Der Viewpoint ist auf ca. 4800m. Danach können wir nochmals auf 3800m schlafen und sind dann wohl gut auf den hohen Pass vorbereitet. Dann muss nur noch das Wetter mitspielen am Sonntag 🤞

Nun heißt es aber schlafen. Frühstück gibts um 5:30 Uhr. Abmarsch ca. 6 Uhr - wir wollen den klaren Morgen für die Sichten nutzen.

Gute Nacht,
Harald











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